Mange Kimambi ist eine tansanische Bürgerrechtlerin und ehemaliges Model, die in den Vereinigten Staaten lebt und eine große Reichweite auf sozialen Medien – insbesondere Instagram – aufgebaut hat. Im Dezember 2025 entfernte Meta ihre Instagram-Konten unter Verweis auf die „recidivism policy“, nachdem ihr vorgeworfen worden war, Wahlproteste zu mobilisieren; Kimambi machte die Regierung für den Schritt mitverantwortlich, was diese bestritt. Vor der Löschung verzeichnete ihr Instagram-Auftritt nahezu drei Millionen Abonnenten.

Leben Kimambi arbeitete zunächst als Model und wurde später vor allem durch ihre Präsenz im Netz bekannt. Sie ist in den Vereinigten Staaten ansässig. Während der Präsidentschaft des später verstorbenen John Magufuli begann sie im Jahr 2016, die Regierung öffentlich zu kritisieren und die Bevölkerung über soziale Medien zu mobilisieren. 2018 rief sie zu landesweiten Demonstrationen auf, die letztlich ausblieben. 2021 unterstützte sie zunächst Samia Suluhu Hassan nach deren Amtsübernahme, bevor sie später zu einer scharfen Kritikerin der Präsidentin wurde. In den Jahren danach erreichte sie auf Instagram zeitweise eine Gefolgschaft von annähernd drei Millionen Abonnenten.

Wirken Kimambi nutzte insbesondere Instagram, um Missstände anzusprechen und zu Protesten gegen die Regierung aufzurufen, was ihr den Vorwurf der Aufwiegelung einbrachte; Generalstaatsanwalt Hamza Johari forderte ihre Festnahme. Am 4. Dezember 2025 wurden ihre Instagram-Konten von Meta unter Berufung auf die „recidivism policy“ entfernt; am selben Tag wurden auch Einschränkungen beim Konto der Bürgerrechtlerin Maria Sarungi in Tansania bekannt. Zugleich leitete die Staatsanwaltschaft in Daressalaam ein Verfahren wegen „wirtschaftlicher Sabotage“ gegen sie ein und verklagte sie wegen Geldwäsche in Höhe von 138,5 Millionen Tansania-Schilling an. Bei der ersten Anhörung vor dem Kisutu Resident Magistrate’s Court wurde das Verfahren auf Antrag der Anklage vertagt. Als neuer Termin wurde der 28. Januar 2026 festgesetzt. Die Vorgänge spielen sich vor dem Hintergrund der umstrittenen Wahlen vom 29. Oktober 2025 ab, nach denen es zu landesweiten Protesten mit zahlreichen – von der Opposition als „Hunderte“ bezifferten – Todesopfern kam. Beobachter der Afrikanischen Union kritisierten, die Abstimmung habe nicht den demokratischen Grundsätzen entsprochen. Die US-Regierung kündigte am 4. Dezember 2025 eine Überprüfung ihrer Beziehungen zu Tansania an. Auch deutschsprachige Medien berichteten über die Eskalation der Lage.

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