mini|hochkant|Fischlachenmarter in Neuses
Die sogenannte Fischlachenmarter ist ein als Baudenkmal geschützter Bildstock in Neuses, einem Gemeindeteil der Stadt Kronach im oberfränkischen Landkreis Kronach.
Beschreibung Das Flurdenkmal aus Sandstein steht an der Ostseite des Schulgeländes an der Straße Am Damm in Neuses. Der wuchtige Sockel ist an den vier Seiten diamantiert. Auf dem Sockel erhebt sich ein glatter Säulenschaft mit toskanisierendem Kapitell, der mit „A S“ bezeichnet ist. Die Basis des schmalen Aufsatzes ist mit Voluten verziert. Die Stirnseite zeigt ein reliefiertes Kleeblattkreuz, die Rückseite ist leer. In die beiden Schmalseiten sind Zeichen eingearbeitet: Die linke Seite zeigt fünf auf die Spitzen gestellte Quadrate und die Bezeichnung „H D M“, die rechte Seite zeigt ein Zeichen und darunter die Buchstaben „H P“ und die Jahreszahl „1663“. Auf seinem geschwungenen Abschluss soll der Aufsatz als Bekrönung einst ein Kreuz aus echtem Gold getragen haben, das kurz nach der Errichtung gestohlen wurde. Ein später angebrachtes Kupferkreuz wurde ebenfalls entwendet.
Der Überlieferung nach sollten unter dem Flurdenkmal vier Schweden begraben sein, die von Neusesern während des Dreißigjährigen Krieges erschlagen wurden. Als der Bildstock im Jahr 1973 versetzt wurde, wurden darunter jedoch keine Gebeine gefunden.
Literatur
Weblinks , Aktennummer D-4-76-145-361
Kategorie:Baudenkmal in Kronach Neuses Kategorie:Erbaut 1663