Jean-Yves Audouin ist ein französischer Beamter, der unter anderem Präfekt mehrerer Départements war.

Leben Jean-Yves Audouin fand nach dem Eintritt in den staatlichen Verwaltungsdienst zahlreiche Verwendungen und wurde am 8. Februar 1989 als Nachfolger von François Leblond Präfekt des Département Lot und bekleidete dieses Amt bis zu seiner Ablösung durch Claude Langevin am 11. Mai 1992. Für seine Verdienste wurde er am 27. November 1990 zum Ritter der Ehrenlegion ernannt. Am 11. Mai 1992 übernahm er von Bernard Raffray den Posten als Präfekt des Département Vendée und behielt diesen bis zum 31. Dezember 1993, woraufhin Philippe Callède seine Nachfolge antrat. Er selbst wurde am 4. Januar 1994 zum Präfekten im außerordentlichen Dienst sowie am 19. November 1994 zum Offizier des Ordre national du Mérite ernannt.

Am 2. Juni 1995 wurde Audouin Kabinettschef von Pierre Pasquini, der Minister für Veteranen und Kriegsopfer im Kabinett Juppé I (17. Mai bis zum 7. November 1995) beziehungsweise Beigeordneter Minister für Veteranen und Kriegsopfer beim Premierminister im Kabinett Juppé II (7. November 1995 bis zum 2. Juni 1997) war. Am 14. November 1996 löste er Jean Daubigny Präfekt des Département Loire und hatte dieses Amt bis zu seiner Ablösung durch Dominique Bur am 24. Juni 1999 inne. Er selbst wurde bereits am 16. Mai 1999 als Präfekt außerhalb des regulären Dienstes abgeordnet und übernahm den Posten als Direktor für Staatsschutz und Sicherheit im Generalsekretariat für Nationale Verteidigung SGDN (Secrétariat général de la Défense nationale), dessen Leiter vom 8. Juli 1998 bis zum 29. Juli 2004 Jean-Claude Mallet war. Für seine Verdienste erfolgte am 15. November 2001 auch seine Ernennung zum Kommandeur des Ordre national du Mérite. Als Vertreter des SGDN wurde er am 9. Januar 2002 außerdem Mitglied des Beirats des Interministeriellen Ausschusses zur Prävention von Naturkatastrophen. Er wurde am 2. August 2002 als Leitender Berater mit Sonderauftrag zum Rechnungshof (Cour des Comptes) versetzt und wurde am 16. April 2003 auch Mitglied des Hohen Rates der Regionalen Rechnungshofkammern CRTC (Chambres régionales des comptes).

Des Weiteren wurde Audouin am 12. Juni 2004 Mitglied des Verwaltungsrats der École du Louvre, eine 1882 gegründete und dem Ministerium für Kultur und Kommunikation unterstellte Hochschule für Kunstgeschichte, Archäologie, Epigraphik und Museologie in Paris, sowie am 25. Januar 2006 Sektionsvorsitzender der Berufungskommission für Flüchtlinge (Commission des recours des réfugiés). Als Nachfolger von Hervé-Adrien Metzger wurde er am 16. März 2006 auf Vorschlag des Ersten Präsidenten des Rechnungshofs Philippe Séguin des Weiteren ordentliches Mitglied der Kommission für Transparenz und Qualität bei der Übertragung von Staatseigentum. Für seine Verdienste wurde er am 14. Juli 2006 außerdem zum Offizier der Ehrenlegion ernannt und schied am 15. Mai 2007 aus dem aktiven Präfekturdienst. Er wurde am 16. April 2008 Mitglied der Kommission über die Ausübung privater Tätigkeiten durch Militärangehörige in bestimmten gesetzlichen Positionen oder nach deren endgültigem Ausscheiden aus dem Militärdienst sowie am 31. August 2014 Ersatzmitglied dieser Kommission und wurde zudem am 5. April 2018 Ersatzmitglied der Militärethikkommission (Commission de déontologie des militaires).

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Einzelnachweise

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