Sabine Kotzur (* 1954 in Ost-Berlin. Vita und Profil Abgerufen am 2. Dezember 2025.) ist eine deutsche Schauspielerin.

Leben Sabine Kotzur absolvierte ihre Schauspielausbildung von 1974 bis 1978 an der Theaterhochschule „Hans Otto“ in Leipzig und schloss diese mit Diplom ab.Sabine Kotzur. Vita. Offizielle Internetpräsenz StageFactory Berlin. Abgerufen am 2. Dezember 2025. Während ihrer Ausbildung war sie zwei Jahre am Deutschen Nationaltheater Weimar engagiert.

Anschließend erhielt sie ein Engagement am Schauspielhaus Erfurt, wo sie u. a. mit Christina Emig-Könning, Horst Mentzel, Wolfgang Hagemann und Götz Brandt arbeitete. In der Spielzeit 1979/80 trat sie dort unter der Regie von Ekkehard Kiesewetter im Lustspiel Lystratrate von Aristophanes auf.Lysistrate. Programmheft Nr. 4, Städtische Bühnen Erfurt 1979/80. In der Spielzeit 1980/81 war sie unter Kiesewetters Regie als Jeléna Andréjewna in Onkel Wanja zu sehen.Onkel Wanja. Programmheft, Premiere 22. November 1980, Spielzeit 1980/81, Heft 14. In der Spielzeit 1981/82 spielte sie auf der Kleinen Bühne des Erfurter Schauspielhauses die Titelrolle in Fräulein Julie.Erfurter Premiere für „Fräulein Julie". Aufführungskritik. In: Neues Deutschland vom 11. November 1981, Seite 4. Zu ihren weiteren Bühnenhauptrollen am Theater Erfurt, wo sie in den 1990er Jahren weiterhin mit Stückverträgen verpflichtet war, gehörten die Molly Bloom in einer Ulysses-Adaption, Nell in Endspiel und die Iokaste in König Ödipus.. Abgerufen am 2. Dezember 2025.

Von 1993 bis 2001 gehörte sie zum Stammensemble der Störtebeker-Festspiele auf der Insel Rügen.Die Kreuzritter. Foto mit Norbert Braun, Sabine Kotzur, Wolfgang Lippert, Freiluft-Theater in Ralswiek, Störtebeker-Festspiele (2000). Abgerufen am 2. Dezember 2025.Kampf um Stockholm, Störtebeker-Festspiele 1994. Programmheft.Sturm auf Gotland, Störtebeker-Festspiele 1995. Programmheft.Piraten der Westsee, Störtebeker-Festspiele 1996. Programmheft.Das Schwert des Henkers, Störtebeker-Festspiele 1997. Programmheft.Gesprengte Ketten, Störtebeker-Festspiele 1998. Programmheft.Die Kreuzritter, Störtebeker-Festspiele 2000. Programmheft.Hamburg – Hanse – Henker, Störtebeker-Festspiele 2001. Programmheft.

Von 2001 bis 2012 war sie festes Ensemblemitglied am Theater Vorpommern. Sie spielte dort unter der Regie von Christina Emig-Könning, Uta Koschel, Matthias Nagatis, Anton Nekovar, Tobias Sosinka und Nils Düwell. Am Theater Vorpommern trat sie u. a. als Valerie in Geschichten aus dem Wienerwald, als Arkadina in Die Möwe, als Annie Wilkes in Misery und als Aase in Peer Gynt auf.Hannes Rittig und Sabine Kotzur anlässlich einer Probe zum Stück GESCHICHTEN AUS DEM WIENERWALD im Theater Greifswald. Probenfoto. Abgerufen am 2. Dezember 2025. In der Spielzeit 2007/08 übernahm sie am Theater Vorpommern die Rolle des Führerschweins Napoleon in einer Bühnenfassung von George Orwells Roman Farm der Tiere.Arik Platzek: Theater: Bewusste Ernährung. Aufführungskritik. Abgerufen am 2. Dezember 2025.

Sie gastierte außerdem an der Berliner Vagantenbühne, beim „Musical-Winter“ 1996/97 in Straubing und an verschiedenen weiteren Theatern.Zornige Hausfrauen. Abgerufen am 2. Dezember 2025. Kotzur wirkte gelegentlich auch in TV- und Kinoproduktionen mit. Sie arbeitete im DEFA-Studio für Synchronisation, als Sprecherin beim Hörfunk und trat mit Chansonprogrammen und mit literarischen Lesungen auf.Kurt Tucholsky - Der Mensch. Tucholsky-Lesung mit Sabine Kotzur, Künstlerkolonie Berlin (2020). Abgerufen am 2. Dezember 2025. Im November 2025 las sie im Rahmen eines zweitägigen Punk-Festivals Texte des slowenischen Schriftstellers Esad Babačić im Tommy-Weisbecker-Haus in Berlin-Kreuzberg.Tobias Damm: Sprengkraft im System. In: taz vom 10. November 2025. Abgerufen am 2. Dezember 2025.“Die Kinder des Sozialismus”. Programm. Abgerufen am 2. Dezember 2025. Sie arbeitet auch als Schauspiellehrerin. Sie gibt Sprechunterricht und unterrichtet Einzel-Rollenstudium.

Sabine Kotzur lebt in der Künstlerkolonie Berlin in Berlin-Wilmersdorf.Treffpunkt Künstlerkolonie Berlin: „Tresenlesen“ verbindet. Programmvorschau 2022. Abgerufen am 2. Dezember 2025.

Filmografie (Auswahl) 1990: Mondjäger (Fernsehfilm) 1992: Gute Zeiten, schlechte Zeiten (Fernsehserie, zwei Folgen) 1993: Wolffs Revier: Klassenkeile (Fernsehserie, eine Folge) 1994: Polizeiruf 110: Bullerjahn (Fernsehreihe) 1999: Einsatz Hamburg Süd: Bannmeile (Fernsehserie, eine Folge) 2002: Ein Sack voll Geld (Fernsehfilm) 2005: Liebe wie am ersten Tag (Fernsehfilm) 2006: Blond: Eva Blond!: Der sechste Sinn (Fernsehserie, eine Folge) 2018: Wohin – Von Blättern und Blumen (Whither: Of Leaves and Flowers, Kurzfilm) 2018: Der Enkel (Kurzfilm) 2025: What Liba felt (Kurzfilm) 2025: Der Zürich-Krimi: Borchert und der Schlüssel zum Mord (Fernsehreihe)

Theater (Auswahl) 1992: Brendan Behan: Die Geisel (Bobo, leichtes Mädchen) – Regie: Christina Emig-Könning Städtische Bühnen Erfurt 1995: Samuel Becket: Endspiel (Nell) – Regie: Wolfgang Hagemann (Theater Erfurt)

Weblinks

Sabine Kotzur bei der Filmcommission Berlin-Brandenburg

Einzelnachweise

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