Rolf-Eberhard Jung (* 10. März 1934; † 24. Oktober 2025 in Bonn) war ein deutscher Diplomat, der Botschafter in Kinshasa, Demokratische Republik Kongo (damals Zaire), und in Luxemburg war.

Leben

Rolf-Eberhard Jung war Sohn des Juristen und Landrats Wilhelm Jung (1903–1960) und jüngerer Bruder des evangelischen Landesbischofs Hans-Gernot Jung (1930–1991). Er studierte an der Philipps-Universität Marburg und war, wie bereits sein Vater und seine beiden älteren Brüder, seit 1954 Mitglied der Marburger Burschenschaft Germania.Verband der Alten Herren der Marburger Burschenschaft Germania e. V. (Hrsg.): 150 Jahre Marburger Burschenschaft Germania – Chronik und Geschichte(n) 1868/2018, Marburg 2018, S. 226.

Jung trat 1959 als Angehöriger des 14. Attachélehrgangs in den Auswärtigen Dienst ein. Während seines Vorbereitungsdienstes wurde er 1961 zu Ausbildungszwecken an die Botschaft Paris, Frankreich, entsandt.

Sein erster Posten nach der Laufbahnprüfung war der des ständigen Vertreters des Leiters des Generalkonsulats Houston, Vereinigte Staaten. 1964 zurück in der Zentrale des Auswärtigen Amts in der damaligen Bundeshauptstadt Bonn wurde er dem Referat für Europäische politische Integration, den Europarat und die Westeuropäische Union zugeteilt.

1968 wurde Jung als Referent für Kultur- sowie Rechts- und Konsularangelegenheiten an die damalige Handelsvertretung in Sofia, Bulgarien, versetzt und anschließend 1971 als ständiger Vertreter des Leiters der Botschaft Nairobi, Kenia, verwendet.

Mit seiner erneuten Rückkehr in die Zentrale des Auswärtigen Amts wurde er 1974 mit der stellvertretenden Leitung des Referats für die Vereinten Nationen betraut. Seine nächste Auslandsverwendung führte ihn 1978 als Leiter der Politischen Abteilung an die Ständige Vertretung bei der NATO in Brüssel, bevor er 1980 im Auswärtigen Amt die Leitung des Personalreferats für den Höheren Dienst übernahm.

Anschließend wechselte Jung 1984 als ständiger Vertreter des Leiters an die Botschaft Tokio, Japan. 1991 wurde Jung zum Leiter der Botschaft Kinshasa bestellt und somit deutscher Botschafter im damaligen Zaire. Auf seinem letzten Posten war er ab 1993 Botschafter in Luxemburg, von wo aus er 1998 in den Ruhestand trat.Offizieller Nachruf des Auswärtigen Amts, Ref. 101/102-s 110 SP, 27. November 2025

Einzelnachweise

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