St. Josef ist eine römisch-katholische Kirche in Neidenfels im Landkreis Bad Dürkheim. Sie steht unter Denkmalschutz. Schutzpatron ist der heilige Josef, zweiter Patron der heilige Nikolaus.
Lage Das Gebäude steht mit der Hausnummer 2 auf der Nordseite der Zwerlenbachstraße. Unmittelbar westlich verläuft die Kirchstraße.
Geschichte mini|hochkant|An die Kirche angebaute Nikolauskapelle
Die Kirche ist ein zweischiffiger, romanisierender Bau nach Plänen des aus Frankenthal stammenden Architekten Albert Boßlet. Sie ist die Nachfolgerin einer 1331 erstmals erwähnten, im Laufe der Jahrhunderte mehrmals zerstörten und wiederaufgebauten Nikolauskapelle, die mit einer Fläche von etwa 40 Quadratmetern für die zunehmende Zahl von Gläubigen zu klein war.
Der symbolische erste Spatenstich zum Bau der neuen Kirche wurde am 9. November 1937 morgens nach der Messe gemacht. Teilnehmen konnte nur ein kleiner auserwählter Personenkreis, weil in der gesamten Pfalz die Maul- und Klauenseuche ausgebrochen war. Die Grundsteinlegung war für den 20. Februar 1938 geplant, musste jedoch um eine Woche auf den 27. Februar verschoben werden, um sich nicht mit einer Rede Adolf Hitlers zu überschneiden. Bischof Ludwig Sebastian, der auch am 19. März 1939 die neue Kirche konsekrierte, legte den Grundstein.
Die Nikolauskapelle wurde noch im Jahr 1939 abgerissen, um Platz für ein Betriebsgelände zu schaffen. Menschliche Überreste von in der Kapelle Beerdigten wurden auf den Gemeindefriedhof verbracht. Gruftabdeckungen sind ebenso wie vier Spitzbogenfenster in der an die Südseite des Kirchturms angebauten Nikolauskapelle erhalten.
1950 erhielt St. Josef drei Glocken, die Christus dem König, der Heiligen Maria und dem Kirchenpatron St. Josef gewidmet sind. In einem feierlichen Gottesdienst am 12. Dezember 1965 wurde die von der Kaiserslauterner Orgelbauwerkstatt Zimnol gelieferte Orgel eingeweiht, die ein altes Harmonium ersetzt.Helmut Müller: Festschrift 50 Jahre St. Josef, lebendige Gemeinde – damals und heute. Herausgeber: Kath. Pfarrgemeinderat Neidenfels-Frankeneck, Frankeneck 1980.
Von 1960 bis Ende 2015 war St. Josef Pfarrkirche der gleichnamigen Pfarrei. Seit 2016 ist sie eine Filiale der Pfarrei Hl. Johannes XXIII. in Lambrecht.
Ausstattung
Die Ausstattung der Kirche ist als schlicht zu bezeichnen. Im Tympanon des rundbogigen Portals an der Westseite ist in einem Relief Christus als Pantokrator dargestellt, begleitet von Symbolen der vier Evangelisten. Das helle Kirchenschiff wird von einer dunklen Balkendecke überspannt. Auf der Rückwand des flach schließenden Chors im Osten unter dem Turm ist der heilige Josef mit dem Jesuskind dargestellt, ein Werk des Nürnberger Malers Willibald Diernhöfer (1904–1989), der auch den Kreuzweg der Kirche auf etwa 70 mal 80 Zentimeter großen Brettern und andere Gemälde schuf. Links vom Chorbogen ist die Kanzel erhalten und rechts steht das Taufbecken.
Die 1965 von Paul Zimnol gebaute Orgel hat 15 Register auf zwei Manualen und Pedal. Die Spieltraktur ist mechanisch, die Registertraktur elektrisch.
Literatur
Weblinks
St. Josef auf der Website der Pfarrei Hl. Johannes XXIII. Lambrecht
Einzelnachweise
StJosef Kategorie:Kirchengebäude im Landkreis Bad Dürkheim St Josef Kategorie:Kirchengebäude im Bistum Speyer Kategorie:Neuromanisches Bauwerk in Rheinland-Pfalz Kategorie:Neuromanisches Kirchengebäude Kategorie:Josefskirche Kategorie:Basilika (Bautyp) Kategorie:Kirchengebäude in Europa Kategorie:Kirchengebäude im Nationalsozialismus