Maryam Ebrahimi (; * 1976 in Teheran) ist eine iranisch-schwedische Dokumentarfilmerin und Produzentin, deren Arbeiten wie No Burqas Behind Bars (2012) und Stronger than a Bullet (2017) internationale Aufmerksamkeit erhielten. Für No Burqas Behind Bars wurde dem Team 2014 der International Emmy Award in der Kategorie „Dokumentarfilm“ verliehen.
Leben Ebrahimi wurde 1976 in Teheran geboren und wuchs dort auf, bevor sie 2004 nach Schweden zog. Im Iran studierte sie Kunst und Kunsttheorie an der Kunstfakultät der Universität Teheran und setzte ihr Studium in Schweden fort. Im Jahr 2012 schloss sie an der Stockholmer Kunsthochschule Konstfack den Masterstudiengang Art in the Public Realm ab. Sie lebt und arbeitet in Schweden.
Wirken Bekannt wurde Ebrahimi mit No Burqas Behind Bars (2012), den sie gemeinsam mit Nima Sarvestani umsetzte und welcher das Leben in einem afghanischen Frauengefängnis zeigt. Der Film wurde beim International Documentary Film Festival Amsterdam gezeigt und im Jahr 2014 mit dem International Emmy Award als bester Dokumentarfilm ausgezeichnet. Als Produzentin arbeitete sie an I Was Worth 50 Sheep (2010) und Prison Sisters (2016) mit. Als Regisseurin drehte sie Stronger than a Bullet (2017), ein Porträt des iranischen Kriegsfotografen Saeid Sadeghi und eine Reflexion über Propaganda und Verantwortung, das beim IDFA 2017 seine Weltpremiere feierte. Für Stronger than a Bullet erhielt sie 2018 den Tempo Documentary Award. Ebrahimi hebt die Rolle von Kunst und Dokumentarfilm als Form des zivilen Widerstands gegen Repression in Iran hervor und berichtet von den Risiken der Arbeit vor Ort.
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Einzelnachweise
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