mini|Katholische Filialkirche Rosenkranzkönigin mini|Bauernhaus

Reckenneusig ist ein Gemeindeteil der Stadt Baunach im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Reckenneusig hat eine Fläche von 2,323 km². Sie ist in 759 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 3060,01 m² haben. In ihr liegt neben dem namensgebenden Ort der Gemeindeteil Leucherhof.

Geografie Das Kirchdorf liegt am rechten Ufer der Baunach. Im Süden fließt der Sendelbach vorbei, der beim Leucherhof als rechter Zufluss in die Baunach mündet. Im Westen grenzt der Lußberger Forst an, der auf den Erhebungen der Haßberge liegt. Die Bundesstraße 279 führt nach Reckendorf (1,7 km nördlich) bzw. nach Baunach (2,7 km südöstlich). Die Kreisstraße BA 37 führt entlang des Sendelbachs nach Dorgendorf (1,8 km westlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt nach Leucherhof (0,4 km nordöstlich).

Geschichte Reckenneussig gehörte bereits Ende des 14. Jahrhunderts zum bambergischen Oberamt Baunach-Stufenberg.I. Maierhöfer: Ebern, S. 71.

Zur Realgemeinde Reckenneusig gehörte Leucherhof. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts gab es in Reckenneusig 34 Anwesen mit 36 Mannschaften (2 Höfe, Reifenhof mit 2 Mann, Taubenhof mit 4 Mann, 2 Sölden, 9 Erb, 1 Söldenhofstatt, 2 Söldenhäuser, 2 öde Hofstatt, 10 Häuser, 4 Tropfhäuser). Das Hochgericht übte das bambergische Centamt Baunach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über sämtliche Anwesen hatte das Kastenamt Baunach.I. Maierhöfer: Ebern, S. 146.

Im Jahre 1802 kam Reckenneusig an das Kurfürstentum Bayern, 1810 an das Großherzogtum Würzburg und 1814 an das Königreich Bayern. Im Rahmen des Zweiten Gemeindeedikts (1818) wurde die Ruralgemeinde Reckenneusig gebildet, zu der Leucherhof gehörte. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Gleusdorf zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Ebern (1919 in Finanzamt Ebern umbenannt). Ab 1862 war das Bezirksamt Ebern (1939 in Landkreis Ebern umbenannt) für Reckenneusig zuständig. Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Gleusdorf (1840 in Landgericht Baunach umbenannt und 1880 in Amtsgericht Baunach, 1932 aufgelöst, bis 1972 Amtsgericht Ebern).I. Maierhöfer: Ebern, S. 315f. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 2,326 km².

Am 1. Januar 1972 wurde Reckenneusig im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Baunach eingemeindet.

Baudenkmäler In Reckenneusig gibt es vier Baudenkmäler: Austraße 5, 7: Bauernhaus Berggasse 6: Katholische Filialkirche Rosenkranzkönigin Eberner Straße 7: Ehemaliges Pfarrhaus und Ziehbrunnen Kruzifix

Bodendenkmäler In der Gemarkung Reckenneusig gibt es ein Bodendenkmal.

Einwohnerentwicklung Gemeinde Reckenneusig Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 Einwohner 118 201 229 214 217 223 199 205 191 193 HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1818 bis 1852 und von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 27 44 43 39 39 Quelle Jahr 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 Einwohner 172 171 188 197 163 165 165 170 148 193 Häuser 39 40 38 Quelle Jahr 1950 1952 1961 1970 Einwohner 202 205 184 195 Häuser 36 39 Quelle

Ort Reckenneusig Jahr 1818 1840 1852 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 Einwohner 100 177 207 191 178 168 162 149 187 177 Häuser 24 40 39 36 37 35 34 37 Quelle Jahr 1970 1987 2025 Einwohner 187 198 221 Häuser 52 Quelle

Religion Reckenneusig ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Oswald (Baunach) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Bamberg Kategorie:Geographie (Baunach) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bamberg) Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1971 Kategorie:Kirchdorf (Siedlungstyp) Kategorie:Gemarkung im Landkreis Bamberg