Die haitianisch-pakistanischen Beziehungen beschreiben das bilaterale Verhältnis zwischen der Republik Haiti einerseits und der islamischen Republik Pakistan andererseits.
Das im Jahr 1804 von Frankreich unabhängig gewordene Haiti und Pakistan, das 1947 vom Vereinigten Königreich in die Souveränität entlassen wurde, unterhalten seit 2014 diplomatische Beziehungen. Der haitianische Präsident Michel Martelly empfing den pakistanischen Botschafter Qazi M. Khalilullah am 10. Januar 2014 zur Überreichung seines Beglaubigungsschreibens. Botschafter Pakistans haben ihren Sitz in Havanna/Kuba und sind in Haiti nebenakkreditiert. Haiti nimmt die Beziehungen zu Pakistan von seiner Botschaft in Taipeh/Taiwan aus wahr.
Haiti ist Gründungsmitglied der Vereinten Nationen. Pakistan wurde 1947 Mitglied der Weltorganisation. Haiti ist Mitglied der Organisation Amerikanischer Staaten, bei der Pakistan den Status eines ständigen Beobachters innehat.
Pakistan nahm mit bewaffneten Einheiten an der Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in Haiti (MINUSTAH; 2004 bis 2017) teil und erklärte am 30. September 2025 im Sicherheitsrat der Vereinten Nationen seine Unterstützung für die Umwandlung der Mission Multinationale d’Appui à la Sécurité en Haïti (MMAS) in eine Force de répression des gangs.
Im Jahr 2010 waren beide Länder durch Naturkatastrophen betroffen. Das Erdbeben in Haiti und die Überschwemmungskatastrophe in Pakistan gaben Anlass zu Vergleichen bezüglich der Vulnerabilität und der Fähigkeit der Bewältigung humanitärer Notlagen in beiden Staaten.
Einzelnachweise
Pakistan Haiti