Anton Tscharf (auch Toni Tscharf; * 12. Januar 1897 in München, Königreich Bayern; † 28. Juni 1983 in Meran) war ein deutsch-italienischer Medailleur und Bildhauer deutscher Muttersprache.
Leben Tscharf studierte zunächst an der Staatlichen Kunstgewerbeschule München bei Heinrich Waderé, anschließend an der Accademia di Belle Arti di Roma. 1927 ließ er sich in Meran nieder.
Im August 1930 wurde sein Werk in der faschistischen Zeitung Il Popolo d’Italia gewürdigt.Alpenzeitung vom 2. Dezember 1930, S. 5 (online) Im August nahm Tscharf an der VI. Biennale in Bozen teil.Alpenzeitung vom 7. August 1932, S. 2 (online)
1933 wurden Medaillen von Toni Tscharf durch die Staatliche Münzsammlung München angekauft.Alpenzeitung vom 8. April 1933, S. 7
Im Oktober 1936 wurde Tscharf der Duce=Preis verliehen.Alpenzeitung vom 9. Oktober 1936, S. 3 (online)
Als ihm im gleichen Jahr die Mitgliedschaft in der faschistischen Partei angetragen wurde, verzog er nach Deutschland. Bis zu seiner Rückkehr nach Südtirol war er Lehrer für Bildhauerei an der Bildhauerschule Hallein. Dort war er bis zu seiner Pensionierung Lehrer am Humanistisches Gymnasium „Beda Weber“.Der Pfeil vom 1. Dezember 1977
Werke im öffentlichen Raum Meran Brunnenfigur am Rathaus (restauriert 1983) Gratscher Friedhof, Kriegerdenkmal Haus Sigmund, Brunnen, 1930 St. Vigil (Meran), Statue St. Vigil, 1936 Eppan, Kriegerdenkmal Völlan, Kriegerdenkmal, Erweiterung des von Adalbert Wietek nach dem Ersten Weltkrieg errichteten Denkmals 1953 Walten (St. Leonhard in Passeier), Kriegerdenkmal 1952 Schenna, Dorfbrunnen 1955 Pfarrkirche St. Walburg, Kriegerdenkmal 1956
Ehrungen und Preise 1976: Verdienstmedaille des Landes Tirol
Literatur Thieme-Becker, Band 33, S. 495 (online)
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