mini|hochkant|Nejla Işık (2023) Nejla Işık ist eine türkische Umweltschützerin und Bürgermeisterin (Muhtar) von İkizköy, die durch ihren Einsatz gegen die Ausweitung des Braunkohletagebaus im Akbelen-Wald bekannt wurde und 2024 in die BBC-Liste 100 Women aufgenommen wurde.
Leben Işık stammt aus İkizköy in der Provinz Muğla und beschreibt sich als zuvor „gewöhnliche Hausfrau“, die durch den lokalen Umweltkonflikt politisiert wurde. Seit Oktober 2019 setzt sie sich im von Dorfbewohnerinnen getragenen Akbelen-Widerstand ein, der Wald, Felder und Olivenhaine vor der Ausweitung des Braunkohletagebaus zum Betrieb der Kraftwerke Yeniköy–Kemerköy schützen will. Am 31. März 2024 wurde sie mit 93 von 164 gültigen Stimmen zum Muhtar von İkizköy gewählt. Im Mai 2024 hob das Verwaltungsgericht eine gegen sie verhängte Geldbuße wegen des Aufhängens eines Plakats auf. Sie ist Mutter zweier erwachsener Kinder und wurde in ihrer Rolle durch die Erfahrungen der Frauen in der Region bestärkt.
Wirken Işık gilt als eine der Köpfe des Widerstands gegen die Abholzung des Akbelen-Waldes; seit Juli 2021 hielt die Dorfgemeinschaft eine durchgehende Mahnwache im Wald. Als im Juli 2023 die Rodungsarbeiten wiederaufgenommen wurden, trafen die Proteste auf massiven Polizeieinsatz; mindestens 14 Angehörige der Umweltbewegung wurden festgenommen, und Oppositionspolitiker kündigten Solidaritätsbesuche an. Trotz Repressionen setzte die Bewegung juristische und öffentliche Kampagnen fort; eine im März 2024 verhängte Enteignungsentscheidung für Flächen um den Wald wurde später wieder aufgehoben. Für ihren beharrlichen Einsatz wurde Işık im Dezember 2024 in die BBC-Liste 100 Women aufgenommen. Als gewählter Muhtar verknüpft sie seither Gemeindearbeit mit Umweltschutz und betont den kollektiven Charakter des Widerstands.
Einzelnachweise
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