mini|270px|Katholische Kapelle
Neudorf bei Ebrach ist ein Gemeindeteil des Marktes Ebrach im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung hat eine Fläche von 1,097 km². Sie ist in 262 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 4186,23 m² haben.
Geografie Das Dorf liegt in exponierter Lage inmitten des Ebracher Forstes. Es entspringt dort der Schmerbach, ein rechter Zufluss der Rauhen Ebrach. Eine Anliegerstraße führt 300 Meter südlich zur Staatsstraße 2258, die nach Ebrach zur Bundesstraße 22 (3 km südwestlich) bzw. nach Untersteinbach verläuft (2,8 km nördlich).
Geschichte Ursprünglich war das Hochstift Würzburg Lehensherr über den Ort, einem typischen Rodungsdorf. Grundherr war Heinrich von Zabelstein. Im Jahr 1262 übereignete das Hochstift „Nuwendorf“ dem Kloster Ebrach. Heinrich von Zabelstein gab zugleich seine grundherrlichen Ansprüche an das Kloster ab.P. Schneider: Steigerwald, S. 147.
Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Neudorf aus 14 Anwesen (4 Güter, 8 Gütlein, 1 Haus, 1 Häuslein) und einem Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das würzburgische Centamt Oberschwarzach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über sämtliche Anwesen hatte das Kloster Ebrach.H. Weiß: Bamberg, S. 149.
Im Jahre 1802 kam Neudorf bei Ebrach an das Herzogtum Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde Neudorf im Jahr 1811 dem Steuerdistrikt Schmerb zugewiesen. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Neudorf. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Burgebrach zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Burgwindheim (1919 in Finanzamt Burgwindheim umbenannt, von 1928 bis 1945 Finanzamt Bamberg-Land, ab 1945 Finanzamt Bamberg). Ab 1862 war das Bezirksamt Bamberg II (1939 in Landkreis Bamberg umbenannt) für Neudorf zuständig. Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Burgebrach (1880 Amtsgericht Burgebrach umbenannt, 1932 aufgelöst, seitdem Amtsgericht Bamberg).H. Weiß: Bamberg, S. 257. 1931 wurde Ort und Gemeinde nach „Neudorf b.Ebrach“ umbenannt. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 1,099 km².
Am 1. April 1971 wurde Neudorf bei Ebrach im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Ebrach eingemeindet.
Baudenkmäler In Neudorf bei Ebrach gibt es drei Baudenkmäler: Steigerwaldstraße 32: Bauernhaus mit Stadel Steinbacher Weg 13: Katholische Kapelle Bildstock
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970 1987Einwohner 106 134 133 123 128 144 144 135 127 121 102 108 104 127 114 114 113 117 101 121 118 97 100 106 84HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 und von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 20 24 24 26 24 19 21 23 28Quelle
Religion Neudorf bei Ebrach ist römisch-katholisch geprägt und war ursprünglich nach Mariä Himmelfahrt (Ebrach) gepfarrt, seit dem 19. Jahrhundert ist die Pfarrei St. Vitus (Untersteinbach) zuständig.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Bamberg Kategorie:Geographie (Ebrach) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bamberg) Kategorie:Ersterwähnung 1262 Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1971 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Bamberg