mini|Junko Mihara (um 2022) Junko Mihara ( Mihara Junko; * 13. September 1964 in Itabashi) ist eine japanische Schauspielerin, ehemalige Rennfahrerin und Politikerin (LDP). Von 2024 bis 2025 war sie Ministerin für Frauenförderung und gesellschaftlichen Zusammenhalt in den Kabinetten Ishiba I und Ishiba II.
Leben und Wirken Künstlerische Karriere Bevor Mihara sich der Politik widmete, war sie zunächst als Schauspielerin aktiv. Bereits in der Schule war sie Teil einer Theatergruppe und spielte erste Rollen in Fernsehserien. 1979 gab sie ihr Schauspieldebüt in der Drama-Serie Moero Attacks. Im selben Jahr spielte sie die Rolle der Reiko Yamada in der Serie Kinpachi-sensei, mit der sie national bekannt wurde. 1980 veröffentlichte sie mit Sexy Night ihre erste und erfolgreichste Single. In den folgenden Jahren veröffentlichte sie eine Anzahl weiterer Titel und trat 1982 beim Kōhaku Uta Gassen auf.NHK紅白歌合戦ヒストリー, abgerufen am 27. November 2025 (japanisch). 1984 gründete sie eine Rockband, mit der sie in den folgenden Jahren vereinzelt auftrat, und schrieb unter dem Pseudonym Reiko Yamada – einer Anspielung auf ihren vorigen Rollennamen – Liedtexte auch für andere Künstler.三原順子/三原順子 パーフェクト・ベスト, abgerufen am 27. November 2025 (japanisch).
Ab 1987 betätigte Mihara sich auch als Rennfahrerin, unter anderem bei der japanischen Tourenwagenmeisterschaft, der Super GT, den Super Taikyu Series und dem 24-Stunden-Rennen von Spa-Francorchamps. Sie fuhr dabei hauptsächlich Modelle von Toyota und Honda, unter anderem einen Toyota MR2, einen Toyota Cavalier, einen Honda Prelude und einen Honda Integra. Ihre Schauspielkarriere setzte sie indessen fort und trat vor allem in japanischen Fernsehfilmen und -serien auf. 2005 spielte sie in 87 Folgen der japanischen Fernsehserie Faito mit, 2006 in 14 Folgen der Serie Kômyô ga tsuji. Es folgten weitere Auftritte in Fernsehfilmen, bis sie 2008 bekannt gab, an Gebärmutterhalskrebs erkrankt zu sein. Sie überwand die Krankheit und begann, sich für die Aufklärung über die Krankheit und in Pflegeeinrichtungen zu engagieren. Ihre bis dato letzte Rolle spielte sie im 2011 erschienenen Fernsehfilm 3-nen B-gumi Kinpachi sensei, einer Reunion-Auflage der Fernsehserie.
Politik mini|Junko Mihara im Oberhaus (2025) Im April 2010 verkündete Mihara, bei der Wahl zum Sangiin anzutreten.Actress Junko Mihara to run in upper house election, abgerufen am 27. November 2025 (englisch). Es gelang ihr, für die LDP einen Sitz im Oberhaus zu erringen. Im Oktober 2013 wurde sie zur Direktorin des Frauenbüros der LDP gewählt.女性局長に三原じゅん子氏 自民党役員人事, abgerufen am 27. November 2025 (japanisch). Im Sengiin gehörte sie dem Ausschuss für Gesundheit, Arbeit und Soziales an, zu dessen Vorsitzender sie 2016 ernannt wurde. Im Juli 2016 konnte sie ihren Oberhaussitz verteidigen, auch wenn sie nunmehr für den Wahlkreis Kanagawa antrat. In der Folge hatte sie den Vorsitz des Sonderausschusses für Verbraucherschutz inne. 2019 wurde sie zur stellvertretenden Vorsitzenden der Zweiten Kabinettsabteilung ernannt und war damit unter anderem verantwortlich für die Transpazifische Partnerschaft und das Freihandelsabkommen EU-Japan.内閣第二部会長代理を拝命, abgerufen am 27. November 2025 (japanisch). Im September 2020 wurde sie als stellvertretende Ministerin für Gesundheit, Arbeit und Soziales berufen; hier war sie insbesondere für die Bereich Kinderbetreuung und Renten zuständig.三原じゅん子議員が厚労副大臣就任 政府役職は初, abgerufen am 27. November 2025 (japanisch). Insbesondere hatte sie sich mit der zunehmenden Überalterung der japanischen Gesellschaft zu befassen und setzte sich dafür ein, Frauen mit Fruchtbarkeitsproblemen eine bessere gesundheitliche Versorgung angedeihen zu lassen.Deputy minister Junko Mihara vows to amplify women's voices on health care, abgerufen am 27. November 2025 (englisch). Dieses Thema vertrat sie ab November 2021 in offizieller Funktion, als sie zur Sonderberaterin des Ministers für Maßnahmen zur Bekämpfung des Geburtenrückgangs ernannt wurde.少子化相補佐官に三原氏, abgerufen am 27. November 2025 (japanisch). Bei der Sangiin-Wahl 2022 konnte sie ihren Sitz im Oberhaus abermals verteidigen.Actor-turned-lawmaker Junko Mihara secures seat in Japan election, abgerufen am 27. November 2025 (englisch). Im neu konstituierten Oberhaus übernahm sie den Vorsitz des Sonderausschusses für offizielle Entwicklungshilfe sowie für Fragen zu Okinawa und den Nordterritorien und ab Oktober 2023 auch den Vorsitz des Umweltausschusses.
mini|Junko Mihara im Kabinett Ishiba I. Im Oktober 2024 wurde Mihara als eine von nur zwei Frauen in das Kabinett von Shigeru Ishiba berufen.Japan’s overwhelmingly male Cabinet underlines gender gap, again, abgerufen am 27. November 2025 (englisch). SIe übernahm das Ressort für Frauenförderung und gesellschaftlichen Zusammenhalt. Ihre bisher ausgeübte Tätigkeit zur Ergreifung von Maßnahmen gegen sinkende Geburtenraten behielt sie in dieser Funktion bei und erhielt somit Ministerrang. Auch im nach den eigentlich verlorenen Parlamentswahlen gebildeten Kabinett Ishiba II behielt sie ihren Posten bei. Allerdings wurde ihr im August 2025 vorgeworfen, 2009 an einer Silvesterparty der Yakuza teilgenommen zu haben.Japanese Cabinet Member Accused of Attending Party With Yakuza, abgerufen am 27. November 2025 (englisch). Ohne dass die Vorwürfe bestätigt oder widerlegt worden wären, wurde Mihara bei der im Oktober 2025 notwendig gewordenen Regierungsumbildung und dem so gebildeten Kabinett Takaichi I nicht mehr berücksichtigt.【令和7年10月21日】三原じゅん子・こども政策担当大臣 退任会見, auf Youtube.com, abgerufen am 27. November 2025 (japanisch im Original, ins Englische übertragen).
Filmografie (Auswahl) 1979: 3-nen B-gumi Kinpachi Sensei (Fernsehserie) 1980: Go Go! Cheergirl (Fernsehserie) 1980: Chichi yo haha yo! 1980: Denshi Sentai Denjiman (Fernsehserie, 2 Folgen) 1981: Fubo no gosan (Fernsehserie) 1982: Haithîn bugi 1982: Ah! Nomugi toge - Shinryokuhen 1983: Aitsu to lullaby 1983: Nihonkai daikaisen: Umi yukaba 1983: Chichi to ko 1984: Kyôtarô Nishimura's Travel Mystery 5 1986: Kyabarê 1987: Sagano no yado 1988: Hagure keiji: Junjôha (Fernsehserie, 1 Folge) 1988: Kyôtarô Nishimura's Travel Mystery 13 1992: Kawachi zankyo-den: Shamo 1993: The Totsugawa Keibu Series 2 1995: Manjimai 2: Yôen sanjo nure emaki 1999: Suzuran (Fernsehserie) 2000: Macchi pointo! (Fernsehserie) 2000: Suzuran - Shoujo Moe no monogatari 2002: The Last Gurentai 2002: Keisatsui Hanai Gorô no satsujin karute Kôbe: Edogawa satsujin suiro 2005: Kaseifu Haruko: Tanin no fukô wa mitsu no aji - Yome shûtome satsui no setten 2005: Faito (Fernsehserie, 87 Folgen) 2005: Ue o muite arukô - Sakamoto Kyû monogatari 2006: Takaya Kamikawa and Yukie Nakama in Kômyô ga tsuji (Fernsehserie, 14 Folgen) 2007: Manbiki G men nikaidô yuki 15: Jukunen rikon 2008: Mahounoiland Teddy Bear 2008: Rokkunrôru daietto 2008: Joshi keimusho higashi 3 gô tô 7 2009: Benten-dôri no hitobito 2010: Aete yokatta 2011: 3-nen B-gumi Kinpachi sensei: Final
Motorsport-Statistik
24-Stunden-von-Spa-Ergebnisse
Jahr Team Fahrzeug Teamkollege Teamkollege Platzierung Ausfallgrund 1992 Toyota Racing Toyota MR2 SW20 Masahiro Matsunaga Hideo Uehara Ausfall Motorschaden 1994 Team Tom's Toyota Corolla Masahiro Matsunaga Satoshi Yamaguchi Rang 16 1995 Toyota Corolla Yamaguchi Toyota Corolla Michiko Okuyama Kumi Satou Rang 19
Weblinks
Junko Mihara beim Büro des japanischen Premierministers Junko Mihara bei der LDP miharajunco.org, persönliche Website
Einzelnachweise
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