Arugam Bay (Tamil: அறுகம் குடா, Umschrift: Aṟukam kuṭā; Singhalesisch: ආරුගම් බොක්ක, Umschrift: ārugam bokka), lokal bekannt als „Arugam Kudah“, ist eine Ortschaft am Indischen Ozean in der Trockenzone der Südostküste Sri Lankas und ist eine historische Siedlung der historischen Region Batticaloa (Mattakallappu Desam). Die wörtliche Übersetzung von Arugam Kudah aus dem Tamilischen lautet „Bucht des Hundszahngrases“.

Geografie und Bevölkerung Die Bucht liegt 117 km südlich von Batticaloa, 320 km östlich von Colombo und etwa 4 km südlich der Marktstadt Pottuvil. Das überwiegend von Moors (Muslime mit tamilischer Muttersprache) bevölkerte Pottuvil ist mit ca. 35.000 Einwohnern (2012)Census of Population and Housing - 2012¨. Zentrum für Handel und Verkehr, während sich die Touristenunterkünfte entlang des Strandes befinden. Arugam Bay ist zudem Tor und einzige Straßenverbindung zum Yala East National Park. In 2,2 km Entfernung befindet sich der Pasarichenai Beach. In der Umgebung leben zahlreiche Elefanten, die häufig zwischen den Nationalparks Lahugala und Kumana hin- und herwandern.

Auch Ullae, die wichtigste Siedlung in der Region, wird überwiegend von den Moors (Muslime) bewohnt. In Arugam Bay gibt es auch eine bedeutende srilankisch-tamilische und singhalesische Bevölkerung.

Wirtschaft mini|Luftbild vom Strand mit Booten Während die Fischerei traditionell die lokale Wirtschaft dominiert hat, ist der Tourismus in der Region inzwischen der dominante Wirtschaftszweig. Der Tourismus in Arugam Bay wird dank mehrerer bekannter Surfspots in der Region vom Surftourismus dominiert. Touristen werden jedoch auch von den lokalen Stränden, Lagunen, historischen Tempeln und dem nahe gelegenen Kumana-Nationalpark angezogen.

Ein Großteil der Gebäude in Arugam Bay sowie in Pottuvil wurden durch den Tsunami von 2004 zerstört.

Konflikt zwischen Fischerei und Tourismus Während des Bürgerkriegs in Sri Lanka zwischen der Zentralregierung und den tamilischen Separatisten war der Tourismus noch bescheiden, und die Hotels kauften oft den Fang der Fischer auf. Infolge eines Friedensabkommens zwischen den Tamil Tigers und der Regierung 2002 nahm der Tourismus deutlich zu, und viele Fischer, die in weniger vom Konflikt betroffene Gebiete gezogen waren, kehrten zurück. Hotelbesitzer begannen sich über den Geruch von trocknendem Fisch und den Blick auf die Fischerhütten zu beschweren. Nach dem Tsunami wurde den Fischern die Rückkehr verboten, offiziell aus Sicherheitsgründen, aber angeblich aufgrund des Drucks der Hotelbesitzer.

Israelische Touristen Arugam Bay ist ein beliebtes Reiseziel für israelische Touristen. Jedes Jahr besuchen zehntausende israelische Touristen Sri Lanka. Viele Restaurants, Spas und andere Einzelhandelsgeschäfte in der Gegend haben Hinweisschilder auf Hebräisch. Israelische Touristen haben in der Gegend ein Chabad-Haus eingerichtet.

Am 23. Oktober 2024 verstärkte die Polizei die Sicherheitsvorkehrungen in Arugam Bay, nachdem sie über eine mögliche Bedrohung für israelische Touristen informiert worden war. Die Warnung Israels erfolgte nach Aufrufen in den sozialen Medien, israelische Unternehmen in der Region zu boykottieren, mutmaßlich aufgrund der Wut der muslimischen Gemeinschaft über Israels Kriege gegen die Hamas im Gazastreifen und die Hisbollah. Der Lokalpolitiker Rehan Jayawickreme warf israelischen Unternehmen vor, illegal in Sri Lanka zu operieren und eine „ernsthafte Sicherheitsbedrohung zu schaffen, die Sri Lankas Bemühungen um eine Erholung des Tourismus zunichtemachen könnte“.

Am 24. Oktober 2024 wurden drei Sri Lanker wegen Drohungen gegen israelische Touristen festgenommen.

Surfkultur Arugam Bay ist ein beliebter Surfspot. Er gilt als einer der zehn besten Surfspots des Landes. Seit 2004 finden hier auch die meisten internationalen Surfwettbewerbe in Sri Lanka statt. Außerdem war es Austragungsort der So Sri Lanka Pro 2019.

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