Axel Vilfred Nielsen (* 13. Dezember 1902 in Hellerup; † 24. Februar 1970) war ein dänischer Astronom.
Leben Axel Vilfred Nielsen kam am 13. Dezember 1902 als Sohn von Peter Nielsen (1872–1962) und seiner Ehefrau Caroline Marie, geborene Sørensen (1873–1937), in Hellerup im Großraum Kopenhagen zur Welt. 1926 machte er seinen Magisterabschluss in Naturwissenschaften mit Hauptfach Astronomie an der Universität Kopenhagen und war von 1926 bis 1927 Assistent am Universitätsobservatorium in Kopenhagen. Er erhielt unter Friedrich Krüger eine Anstellung am Ole-Rømer-Observatorium in Aarhus und blieb dort bis zu seinem Lebensende, unterbrochen von einem Studienaufenthalt am Universitätsobservatorium in Leiden 1928. Im Jahre 1946 wurde er am Ole-Rømer-Observatorium zum Beobachter befördert.
Nielsen befasste sich mit veränderlichen Sternen, unter anderem mit R Hydrae, YY Geminorum oder W Virginis, veröffentlichte auch über neu entdeckte Veränderliche und war für die American Association of Variable Star Observers tätig. Ferner beschäftigte er sich mit Meteoren und Astronomiegeschichte. Hier ist besonders seine Arbeit zu Ole Rømer zu nennen, über den er 1944 ein Buch verfasst hatte. In einem 2011 erschienenen Buch zur Geschichte des Ole Rømer-Observatoriums wurde ein Text von Nielson abgedruckt.
Nielsen hatte zwei jüngere Brüder, Holger Marius Nielsen (1905–1993) und Povl Erik Nielsen (1909–1995). Über 20 Jahre lang verfasste er für die Zeitung Århus Stiftstidende monatliche Beiträge zu astronomischen Themen. Axel Vilfred Nielsen starb am 24. Februar 1970 im Alter von 67 Jahren.
Ehrungen Im Jahre 1973 benannte die Internationale Astronomische Union den Mondkrater Nielsen offiziell nach Axel Vilfred Nielsen und dem US-amerikanischen Physiker Harald Herborg Nielsen.
Einzelnachweise
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