mini|hochkant|Frauenskulptur von Pandolfi auf dem Semm-Grabmal (1910), Monumentalfriedhof Lugano Leone Pandolfi (* 23. März 1879 in Savosa; † 23. Juli 1975 in Gordola) war ein Schweizer Bildhauer.

Leben mini|hochkant|links|Grabmal für die Familie Olgiati (1907), Monumentalfriedhof Lugano Leone Pandolfi entstammte einer Patrizierfamilie aus Rovello und erhielt seine erste Ausbildung an der Zeichenschule von Lugano.Giovanna Ginex: Artefici e sepolture per il cimitero monumentale. In: Cristina Brazzola, Giovanna Ginex, Paola Capozza: Il cimitero monumentale di Lugano. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 2016 (= Schweizerische Kunstführer. Band 986–987), ISBN 978-3-03797-274-8, S. 19–27, zu Pandolfi S. 24 f. Danach studierte er bei Enrico Butti an der Accademia di Brera in Mailand.Maria Angela Previtera: Dall’Academia all’atelier. Pittori tra Brera e il Canton Ticino nell’Ottocento. Electa, Mailand 2000, S. 199.Greta Plaitano: Il «vero» ideale. Il corpo umano tra pedagogia artistica e scientifica. Un percorso di ricerca nei fondi del Patrimonio Storico dell’Accademia di Belle Arti di Brera. Mimesis, Sesto San Giovanni 2025, S. 333. 1907 gehörte er bei insgesamt 59 Kandidaten zu neun jungen Künstlern, denen der Schweizer Bundesrat auf Antrag der Eidgenössischen Kunstkommission ein Stipendium von 1500 Franken bewilligte. Ebenfalls prämiert wurden Franz Elmiger und Eduard Renggli.Bourses pour artistes. In: La Tribune de Genève. Band 28, Nr. 58, 9. März 1907, S. 6 (online). Im selben Jahr schuf Pandolfi eine Büste von Giuseppe Garibaldi, die er der Stadt Lugano anlässlich des 25. Todesjahres des italienischen Freiheitshelden unentgeltlich schenkte. Sie wurde in der Gemeindeturnhalle (Palestra comunale) platziert.Per le feste a Giuseppe Garibaldi. In: Gazzetta Ticinese. 27. September 1907, S. 3 (online). Ebenfalls 1907 debütierte er auf dem Monumentalfriedhof Lugano mit dem Grabmal für die Familie Olgiati. 1908 zeichnete er an selber Stätte für die Marmordekorationen im Stile der Neorenaissance am Grabmal für Adolfo Enderlin verantwortlich.

mini|hochkant|Relief am Grabmal der Familie Guindani (1909), Monumentalfriedhof Lugano 1909 schuf er ein Relief für das Grabmal der Familie Guindani, bei dem er sich an der Auferstehung (1904) von Leonardo Bistolfi orientierte. 1909 nahm Pandolfi am Wettbewerb zur Errichtung eines Denkmals für Julius Grossmann in Le Locle teil und belegte den dritten Platz.Le monument Grossmann. In: Le national suisse. Band 53, Nr. 146, 25. Juni 1909, S. 3 (online). 1910 wurde eine Gipsgruppe von ihm in Lugano ausgestelltI biglietti della tombola della Società della Stampa. In: Gazzetta Ticinese. 11. Mai 1910, S. 3 (online)., und er schuf eine ins Gebet versunkene Frauenskulptur für das Semm-Grabmal auf dem städtischen Friedhof.

mini|hochkant|links|Gedenktafel für die Tessiner Freiwilligen (1911), Villa Malpensata, Lugano 1911 führte er einen Entwurf von Francesco Allera für die marmorne Gedenktafel für die Tessiner Freiwilligen, die in den italienischen Unabhängigkeitskriegen gekämpft hatten, in Lugano aus.La grande manifestazione d’ieri pro Ticinesi che combatterono per l’Italia. In: Gazzetta Ticinese. 11. September 1911, S. 1 f. (online).

Am 14. Juli 1912 wurde Pandolfi auf dem Nachhauseweg von drei oder vier Reisegefährten heimtückisch angegriffen und erlitt eine leichte Schnittwunde am Bauch.Aggressione. In: Gazzetta Ticinese. 15. Juli 1912, S. 3 (online). 1916 erhielt er zum zweiten Mal ein Stipendium der Eidgenössischen Kunstkommission von 1500 Franken. Unter den anderen zehn Prämierten befanden sich Franz Elmiger und Fritz Gilsi.Bern. In: Neue Zürcher Zeitung. Erstes Morgenblatt. Nr. 248, 16. Februar 1916, S. 2 (online).

mini|hochkant|Grabmal der Familie Gandolla (1927), Monumentalfriedhof Lugano 1927 schuf er das Jugendstil-Grabmal für die Familie Gandolla auf dem Friedhof Lugano.

Er starb 1975 im Alter von 96 Jahren in Gordola.

Literatur Giovanna Ginex: Artefici e sepolture per il cimitero monumentale. In: Cristina Brazzola, Giovanna Ginex, Paola Capozza: Il cimitero monumentale di Lugano. Gesellschaft für Schweizerische Kunstgeschichte, Bern 2016 (= Schweizerische Kunstführer. Band 986–987), ISBN 978-3-03797-274-8, S. 19–27.

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Einzelnachweise

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