mini|200px|Paelabang Danapan Paelabang Danapan (Alternativname: Sun Ta-chuan; ; * 18. Dezember 1953) ist ein taiwanischer Politiker, Sinologe und Hochschullehrer, der unter anderem von 2009 bis 2013 Minister des Rates der indigenen Völker sowie zwischen 2014 und 2020 Vizepräsident des Kontroll-Yuans war.
Leben Paelabang Danapan gehört zur Ethnie der Puyumas, eines der 16 offiziell anerkannten Ureinwohnervölker Taiwans, und begann nach dem Schulbesuch ein Studium im Fach Chinesische Literatur an der Nationaluniversität Taiwan, das er 1976 mit einem Bachelor of Arts (B.A. in Chinese Literature) beendete. Ein Studium der Philosophie an der Katholischen Fu-Jen-Universität beendete er 1983 mit einem Bachelor in Philosophy (B.Phil.) und schloss anschließend 1988 seine Promotion im Fach Sinologie zum Doctor of Philosophy (Ph.D. in Sinology) an der Katholieke Universiteit Leuven in Löwen ab. Nach seiner Rückkehr lehrte er von 1988 bis 2000 als außerordentlicher Professor am Philosophischen Institut der Soochow-Universität und war zudem von 1993 bis 1996 Generalsekretär des Taiwanischen Verbandes für die kulturelle Entwicklung indigener Völker sowie Chefredakteur der zweimonatlich erscheinenden Zeitschrift „Taiwan Indigenous Voice“. 1993 gründete er das „Mountain Sea Culture Magazine“, die erste Zeitschrift, die sich mit der indigenen Kultur und Literatur Taiwans befasste, und die seit 1995 die „Mountain Sea Literature Awards“ verleiht, die ersten Literaturpreise für indigene Schriftsteller.
1994 wurde Paelabang Danapan außerdem Dozent an der Katholischen Fu-Jen-Universität und lehrte dort bis 1996, woraufhin er zwischen 1996 und 2000 stellvertretender Minister des Rates der indigenen Völker und zugleich Geschäftsführer von „Taiwan Indigenous Voice“ war. Im Anschluss war er von 2000 bis 2009 Mitglied des Prüfungsausschusses sowie des Nationalen Sprachenausschusses des Bildungsministeriums sowie erneut Chefredakteur von „Taiwan Indigenous Voice“und lehrte daneben zwischen 2000 und 2002 als Dozent an der Tsing-Hua-Nationaluniversität. Des Weiteren fungierte er von 2001 bis 2009 als Vorsitzender der Formosa Indigenous Dance Foundation of Culture and Arts sowie zwischen 2002 und 2006 als Direktor des Graduate Institute of Taiwanese Ethno-Development und gleichzeitig als Vorsitzender des Fachbereichs Indigene Sprachen und Kommunikation der Dong Hwa-Nationaluniversität. Des Weiteren war er zwischen 2004 und 2009 gleichzeitig Vorstandsmitglied des National Chiang Kai-shek Cultural Center, Vorstandsmitglied der Public Television Service (PTS) Foundation, Dozent am Graduierteninstitut für taiwanesische Literatur der Nationaluniversität Taiwan sowie Dozent am Graduierteninstitut für taiwanesische Literatur der Chengchi-Nationaluniversität. Ferner fungierte er von 2008 bis 2009 als Vorstandsvorsitzender des Verbandes für die kulturelle Entwicklung indigener Völker (Taiwan Association for Indigenous Peoples’ Cultural Development) und als Dozent am Institut für Taiwanische Literatur der Tsing-Hua-Nationaluniversität.
Als Nachfolger von Chang Jen-hsiang wurde Paelabang Danapan am 10. September 2009 als Minister des Rates der indigenen Völker in das Kabinett von Premierminister Wu Den-yih berufen und bekleidete dieses Ministeramt im Exekutiv-Yuan, der Regierung Taiwans, auch in den darauf folgenden Kabinetten der Premierminister Sean Chen (6. Februar 2012 bis 18. Februar 2013) sowie vom 18. Februar bis 1. August 2013 im Kabinett von Premierminister Jiang Yi-huah, woraufhin sein bisheriger Stellvertreter Lin Chiang-yi ihn ablöste.
Am 1. August 2014 löste Paelabang Danapan Chen Jinn-lih als Vizepräsident des Kontroll-Yuans ab, Überwachungsbehörde der Regierung der Republik China, und hatte dieses Amt als Stellvertreter der Präsidentin des Kontroll-Yuans, Chang Po-ya, bis zum 1. August 2020, woraufhin Lee Hung-chun erst am 1. August 2022 diese Funktion übernahm. zuletzt war er zwischen dem 9. Februar 2021 und dem 20. Mai 2024 Leitender Berater von Staatspräsidentin Tsai Ing-wen.
Veröffentlichungen 久久酒一次, („Ein Wein mit langem Lagerpotenzial“), 1991 神話之美, („Die Schönheit der Mythologie“), 1997 夾縫中的族群建構, („Ethnische Konstruktionen in den Rissen“), 2000 台灣原住民族漢語文學選集, („Ausgewählte Werke der taiwanesischen indigenen chinesischen Literatur“), 2003 跨時代傳唱的部落音符, („Stammesgesänge über Generationen hinweg“), 2007 搭蘆灣手記, („Aufzeichnungen aus Daluwan“), 2010 我在圖書館找一本酒, („Ich suche ein Weinbuch in der Bibliothek“), 2011 原住民族部落歷史研究理論與實務, („Theorie und Praxis der Forschung zur Geschichte indigener Stämme“), 2024
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Einzelnachweise
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