Untersteinach ist ein Gemeindeteil des Marktes Burgwindheim im Landkreis Bamberg (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Untersteinach liegt teils auf dem Gemeindegebiet von Burgwindheim, teils auf dem gemeindefreien Gebiet Steinachsrangen. Sie hat eine Fläche von 13,500 km² und ist in 934 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 14453,69 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Mendenmühle, Mittelsteinach und Obersteinach.
Geografie Das Dorf liegt in den Tälern der Mittelebrach und des Steinachbachs, der dort als rechter Zufluss in die Mittelebrach mündet, und ist von Erhebungen des Steigerwaldes umgeben. Die Bundesstraße 22 führt entlang der Mittelebrach an der Mendenmühle vorbei nach Burgwindheim (2 km östlich) bzw. nach Ebrach (5,5 km nordwestlich). Von dieser zweigt die Kreisstraße BA 44, die 150 Meter südlich Untersteinach erreicht und von da entlang des Steinachbachs nach Mittelsteinach führt (2,3 km südwestlich).
Geschichte Im Ebracher Urbar des Jahres 1340 wurden „Steinach inferior, in medio, St. superior“ erstmals schriftlich erwähnt.P. Schneider: Steigerwald, S. 162.
Untersteinach bildete mit der Mendelmühle eine Realgemeinde. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts bestand Untersteinach aus 19 Anwesen (7 Höfe, 1 Halbhof, 2 Güter, 7 Sölden, 1 Gütlein, 1 Tropfhaus) und ein Gemeindehirtenhaus. Das Hochgericht übte das würzburgische Centamt Oberschwarzach aus. Die Dorf- und Gemeindeherrschaft sowie die Grundherrschaft über sämtliche Anwesen hatte das Kloster Ebrach.H. Weiß: Bamberg, S. 180.
Im Jahre 1802 kam Untersteinach an das Herzogtum Bayern. Im Rahmen des Gemeindeedikts wurde im Jahr 1811 der Steuerdistrikt Untersteinach gebildet, zu dem Mendenmühle, Mittelsteinach und Obersteinach gehörten. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die Ruralgemeinde Untersteinach, die deckungsgleich mit dem Steuerdistrikt war. Sie war in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Burgebrach zugeordnet und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Burgwindheim (1919 in Finanzamt Burgwindheim umbenannt, von 1928 bis 1945 Finanzamt Bamberg-Land, ab 1945 Finanzamt Bamberg). Ab 1862 war das Bezirksamt Bamberg II (1939 in Landkreis Bamberg umbenannt) für Untersteinach zuständig. Die Gerichtsbarkeit blieb beim Landgericht Burgebrach (1880 Amtsgericht Burgebrach umbenannt, 1932 aufgelöst, seitdem Amtsgericht Bamberg).H. Weiß: Bamberg, S. 274. Die Gemeinde hatte 1964 eine Gebietsfläche von 12,959 km².
Am 1. Januar 1972 wurde Untersteinach im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Burgwindheim eingemeindet.
Baudenkmäler Katholische Kapelle
Einwohnerentwicklung Gemeinde Untersteinach Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970Einwohner 298 345 380 357 361 386 409 407 400 398 397 354 364 348 346 376 356 353 323 411 435 389 350 308HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Im Jahr 1818 und von 1871 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 53 65 67 66 67 59 63 63 Quelle
Ort Untersteinach Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987Einwohner 137 157 182 173 183 182 259 216 199 149Häuser 25 30 30 30 33 34 37Quelle
Religion Untersteinach ist römisch-katholisch geprägt und bis heute nach St. Jakobus (Burgwindheim) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Bamberg Kategorie:Geographie (Burgwindheim) Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Bamberg) Kategorie:Ersterwähnung 1340 Kategorie:Gemeindegründung 1818 Kategorie:Gemeindeauflösung 1971 Kategorie:Gemarkung im Landkreis Bamberg