La Chapelle-Péchaud (, ) ist ein Ort und ehemalige französische Gemeinde mit 148 Einwohnern (Stand: 1. Januar 1968) im Département Dordogne in der Region Nouvelle-Aquitaine. Sie gehörte zum Arrondissement Sarlat-la-Canéda.
Am 1. Januar 1973 wurde die bisherige Gemeinde La Chapelle-Péchaud in die Gemeinde Castelnaud-Fayrac als Commune associée aufgenommen, die seitdem den Namen Castelnaud-la-Chapelle trägt.
Geografie La Chapelle-Péchaud liegt etwa 55 Kilometer südöstlich von Périgueux, etwa 15 Kilometer südwestlich von Sarlat-la-Canéda und etwa 50 Kilometer ostöstlich von Bergerac in der Région naturelle des Périgord noir, im gleichnamigen touristisch benannten Landesteil. Das Ortsgebiet liegt im Einzugsgebiet der Dordogne und wird vom Flüsschen Fonbounou entwässert.
Das Relief des Ortsgebiets weist eine Hügellandschaft auf. Der topografisch höchste Punkt des Orts befindet sich mit Höhe ist im Norden des Ortsteils an der Grenze zur Nachbargemeinde Veyrines-de-Domme, der tiefste mit Höhe im äußersten Nordwesten beim Austritt eines namenlosen Bachs aus dem Ortsgebiet. Das Zentrum liegt auf etwa Höhe.
Etymologie Das Dorf La Chapelle-Péchaud hat oft seinen Namen geändert. Im 18. Jahrhundert erschien es in der Schreibweise La Chapelle-près-Saint-Laurent (1740). Mit Saint-Laurent ist der Name der Nachbargemeinde Saint-Laurent-la-Vallée gemeint. Péchaud steht für eine geografische Bezeichnung, zusammengesetzt aus dem okzitanischen Wort pèch (), hervorgegangen aus dem lateinischen podium (), sowie aus aut, was dem lateinischen altus () entspricht.Tanet, Hordé, Seiten 86–87
Bevölkerungsentwicklung
Sehenswürdigkeiten Das Schloss Péchaud wurde im 17. oder 18. Jahrhundert in der Nähe des Dorfes La-Chapelle-Péchaud erbaut. Es besteht aus einem rechteckigen Hauptgebäude mit zwei Stockwerken (und einem Dachgeschoss) im klassischen Stil. Das Gebäude ist in regelmäßige und symmetrische Jochen unterteilt. Die dem heiligen Blasius geweihte Kapelle Péchaud zeichnet sich durch die für die Sakralarchitektur des Périgord typische Schlichtheit aus. Ursprünglich im romanischen Stil erbaut, wurde sie im 16. und 17. Jahrhundert umfassend umgestaltet. Sie besitzt eine halbrunde Apsis mit gestuften Strebepfeilern und ist mit skulptierten Kragsteinen verziert. Der Glockenturm stammt aus dem 19. Jahrhundert. Er hat einen Spitzgiebel und eine rundbogige Öffnung für die Glocken. Das Eingangsportal wird von einem dekorativen Okulus bekrönt.
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ehemalige Gemeinde im Département Dordogne Kategorie:Gemeindeauflösung 1972 Kategorie:Castelnaud-la-Chapelle Kategorie:Ersterwähnung 1740