mini|Alex Palou gewann bereits zum fünften Mal die Fahrer-Meisterschaft mit Chip Ganassi Racing
Die NTT IndyCar Series 2026 war die 105. Meisterschaftssaison im US-amerikanischen Monoposto-Sport und die 30. Saison der IndyCar Series. Die 17 Rennen umfassende Saison begann am 1. März in St. Petersburg (Florida) und endete am 6. September auf dem Laguna Seca Raceway in Monterey.
Saisonverlauf Die IndyCar Series 2026 umfasste 18 Rennen auf permanenten Rennstrecken, Stadtkursen und Ovalen in den Vereinigten Staaten und Kanada. Die Saison war geprägt von der Konstanz des späteren Meisters Alex Palou, dem Aufstieg von Kyle Kirkwood zu einem ernsthaften Titelkandidaten sowie einer Vielzahl unterschiedlicher Rennsieger.
Bereits am Anfang der Saison übernahm Palou die Spitze der Fahrerwertung. Der Spanier überzeugte durch eine außergewöhnliche Konstanz und sammelte regelmäßig Podestplätze und Siege. Während einzelne Rennen von verschiedenen Fahrern gewonnen wurden, gelang es keinem seiner Konkurrenten, über die gesamte Saison hinweg ähnlich ausgewogene Ergebnisse zu erzielen.
Zu den stärksten Herausforderern gehörten Kirkwood, Christian Lundgaard, David Malukas und Pato O’Ward. Kirkwood gewann die Rennen in Washington D.C. und Arlington und blieb bis in die Schlussphase der Saison der härteste Verfolger von Palou. Lundgaard gehörte insbesondere auf permanenten Rennstrecken zu den stärksten Fahrern und feierte Siege auf dem Infield-Kurs von Indianapolis und Road America. Malukas etablierte sich in seiner ersten Saison für das Team Penske als regelmäßiger Podiumsfahrer und überzeugte durch konstante Leistungen auf unterschiedlichen Streckentypen.
Die IndyCar-Verantwortlichen brachten mit Markham und Washington D.C. zwei neue Stadtkurse in den Rennkalender. Das erste Rennen auf den Straßen von Markham gewann Marcus Ericsson, der damit seinen ersten Sieg für Andretti Global feierte. Eine Woche später dominierte Kirkwood das Debütrennen auf den Straßen von Washington D.C. und führte 128 der insgesamt 147 Rennrunden an. Beide Veranstaltungen wurden sowohl von Fahrern als auch von Zuschauern positiv aufgenommen und stellten einen wichtigen Ausbau des Kalenders dar.
Auf den Ovalkursen zeigte sich die Ausgeglichenheit des Teilnehmerfeldes besonders deutlich. In Indianapolis, Nashville und Milwaukee wechselten die Führenden häufig. Unterschiedliche Strategien, zahlreiche Gelbphasen und mehrere Rennunterbrechungen sorgten regelmäßig für Veränderungen an der Spitze des Fahrerfeldes. Das Milwaukee-Doppelwochenende stellte einen entscheidenden Wendepunkt im Meisterschaftskampf dar. Dort gewann O’Ward beide Rennen, während sich Palou mit einem fünften Platz im zweiten Lauf vorzeitig seinen fünften Meistertitel sicherte.
Neben den Titelanwärtern machten auch mehrere andere Fahrer auf sich aufmerksam. Ericsson gewann das Rennen in Markham, Scott McLaughlin beendete die Saison mit einem Sieg im Finale von Laguna Seca und Rinus VeeKay erzielte für Juncos Hollinger Racing einige Spitzenresultate. Zudem gelang Alexander Rossi im Saisonfinale ein Podestplatz auf dem Laguna Seca Raceway.
Große Aufmerksamkeit erhielt auch die Rookie-Klasse. Dennis Hauger zeigte im Verlauf seiner ersten IndyCar-Saison starke Leistungen und sicherte sich am Saisonende die Auszeichnung als Rookie of the Year. Ebenfalls im Fokus stand Mick Schumacher als einziger deutschsprachiger Fahrer, der für Rahal Letterman Lanigan Racing seine erste vollständige Saison in der IndyCar Series absolvierte. Nach einem schwierigen Debüt sammelte Schumacher kontinuierlich Erfahrung und erreichte mit einem achten Platz in Nashville sein bestes Saisonergebnis. Daneben gelangen ihm mehrere gute Qualifikationsergebnisse sowie solide Vorstellungen auf den Ovalkursen.
Das Saisonfinale gewann McLaughlin von der Pole-Position aus, hinter ihm belegten Kirkwood und Rossi die weiteren Podestplätze.
Am Ende gewann Palou (Chip Ganassi Racing) mit 631 Punkten seinen fünften Meistertitel in der IndyCar Series. Den zweiten Platz in der Fahrerwertung belegte Kirkwood (Andretti Global) mit 545 Punkten, während Lundgaard (Arrow McLaren) die Saison mit 535 Punkten auf dem dritten Rang beendete. Durch seine außergewöhnliche Konstanz sowie mehrere Rennsiege sicherte sich Palou den Titel bereits vor dem Saisonfinale und setzte damit seine erfolgreiche Ära in der IndyCar Series fort.
Fahrer und Teams Rinus VeeKay wechselte von Dale Coyne zu Juncos Hollinger Racing.motorsport.com: Rinus VeeKay wants “to make it hard on everybody” with Juncos in 2026, abgerufen am 23. November 2025 (en) Will Power wechselte nach 17 Jahren beim Team Penske zu Andretti Global, Power ersetzte den in die FIA-Formel-2-Meisterschaft wechselnden Colton Herta.motorsport-total.com: Colton Herta wagt sensationellen Wechsel von IndyCar in die Formel 2, abgerufen am 23. November 2025 David Malukas übernahm den Platz von Power beim Team Penske und unterschrieb einen Mehrjahresvertrag.motorsport.com: Team Penske signs David Malukas in multiyear IndyCar deal, abgerufen am 23. November 2025 (en) Das Team Dale Coyne nahm den NXT-Meister Dennis Hauger unter Vertrag. Für die Saison 2026 hat das Team mit Andretti Global eine technische Kooperation vereinbart.motorsport.com: Dale Coyne Racing signs Dennis Hauger, forms technical alliance with Andretti for 2026, abgerufen am 23. November 2025 (en) Ryan-Hunter Reay fuhr mit Arrow McLaren das Indianapolis-500-Rennen.motorsport.com: Ryan Hunter-Reay joins Arrow McLaren for 2026 Indianapolis 500, abgerufen am 23. November 2025 (en) Auch Jack Harvey bestritt das Indy 500, er fuhr ein Auto von Dreyer & Reinbold Racing.motorsport.com: Jack Harvey to attempt 2026 Indy 500 with Dreyer & Reinbold Racing, abgerufen am 23. November 2025 (en) Der ehemalige Formel-1-Fahrer Mick Schumacher wechselte von der Langstrecken-Weltmeisterschaft in die IndyCar Serie und ging für Rahal Letterman Lanigan Racing an den Start.motorsport-total.com: Jetzt ist es offiziell: Das macht Mick Schumacher in der Saison 2026, abgerufen am 24. November 2025 Schumacher ersetzte bei RLL Devlin DeFrancesco. Romain Grosjean gab sein Comeback in der IndyCar Series, zuletzt fuhr Grosjean in der Saison 2024 im Team von Juncos Hollinger Racing. Für 2026 hatte er bei Dayle Coyne einen Einjahresvertrag unterschrieben.motorsport.com: Romain Grosjean returns to IndyCar, signs with Dale Coyne Racing for 2026, abgerufen am 16. Februar 2026 (en) Der Japaner Takuma Sato hatte sich zum 17. Mal für die 500 Meilen von Indianapolis eingeschrieben. Er startete für das Team Rahal Letterman Lanigan Racing (RLL).motorsport.com: Takuma Sato set for Indy 500 return with Rahal Letterman Lanigan Racing, abgerufen am 29. März 2026 (en) Alle Teams waren mit einem Dallara-DW12-Chassis mit universellem Aerodynamik-Kit von 2018 und Firestone-Reifen unterwegs. Folgende Teams, Fahrzeuge und Fahrer haben sich für die Teilnahme an der IndyCar Series 2026 eingeschrieben: TeamMotorNr.FahrerRennen Abel Motorsports Chevrolet51 Jacob Abel7 A. J. Foyt Racing Chevrolet 4 Caio Collet (R) 1 – 17 14 Santino Ferrucci 1 – 17 Andretti Global Honda 26 Will Power 1 – 17 27 Kyle Kirkwood 1 – 17 28 Marcus Ericsson 1 – 17 Arrow McLaren Chevrolet 5 Patricio O’Ward 1 – 17 6 Nolan Siegel 1 – 17 7 Christian Lundgaard 1 – 1731 Ryan Hunter-Reay 7 Chip Ganassi Racing Honda 8 Kyffin Simpson 1 – 17 9 Scott Dixon 1 – 17 10 Alex Palou 1 – 17 Dale Coyne Racing Honda 18 Romain Grosjean 1 – 17 19 Dennis Hauger (R) 1 – 17Dreyer & Reinbold RacingChevrolet23 Connor Daly724 Jack Harvey 7 Ed Carpenter Racing Chevrolet 20 Alexander Rossi 1 – 17 21 Christian Rasmussen 1 – 1733 Ed Carpenter7 Juncos Hollinger RacingChevrolet 76 Rinus VeeKay 1 – 17 77 Sting Ray Robb 1 – 17 Meyer Shank Racing / Curb-Agajanian Honda 06 Hélio Castroneves 7 60 Felix Rosenqvist 1 – 17 66 Marcus Armstrong 1 – 17 Rahal Letterman Lanigan Racing Honda 15 Graham Rahal 1 – 17 45 Louis Foster 1 – 17 47 Mick Schumacher (R) 1 – 1775 Takuma Sato7 Team Penske Chevrolet 2 Josef Newgarden 1 – 17 3 Scott McLaughlin 1 – 17 12 David Malukas 1 – 17
Rennkalender
Die IndyCar Serie kehrte nach acht Jahren Abwesenheit auf das Phoenix Raceway zurück und fuhr das erste Rennen im Bundesstaat Arizona seit 2018. Der Grand Prix von Arlington gab sein Debüt auf einem neuen Stadtkurs in Texas. Das Rennen ersetzte die Veranstaltung im kalifornischen Thermal. Der Grand Prix von Alabama wurde von Anfang Mai auf Ende März verschoben. Das Rennen auf dem Oval von Nashville war nicht mehr das Saisonfinale, dieses fand neu in Laguna Seca statt. Die Rundenzahl beim Rennen in Nashville wurde von 225 auf 300 erhöht und war als Nachtrennen ausgetragen worden. Der neunte Meisterschaftslauf auf dem World Wide Technology Raceway war ebenfalls ein Nachtrennen. Das einzige Rennen außerhalb der USA fand auch in dieser Saison in Kanada statt. Im Staat Ontario wurde das Rennen von Toronto nach Markham verlegt, ebenfalls auf einen Stadtkurs. Die Veranstaltung auf dem Iowa Speedway war vier Jahre lang im IndyCar-Kalender, für die Saison 2026 fand man keinen Termin mehr.motorsport.com: The good, bad, and ugly of IndyCar's 2026 schedule, abgerufen am 23. November 2025 (en) Die Anzahl der Veranstaltungen wurde im Vergleich zum Vorjahr um ein Rennen erhöht.