mini|135 Fallschirmjäger der Easy Company, 506. US-Fallschirmjägerregiment in Österreich, nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, 1945 Die E Company, 2. Bataillon, des 506. US-Fallschirmjägerregiments der 101. US-Luftlandedivision war eine Kompanie in der United States Army. Die Kompanie wurde mit dem Rufzeichen Easy versehen, nach dem Funkrufzeichen für „E“ der von den Amerikanern im Zweiten Weltkrieg benutzten Buchstabiertafel.

Die Erfahrungen der Mitglieder der Kompanie im Zweiten Weltkrieg sind Thema des 1992 erschienenem Buch Band of Brothers des Geschichtswissenschaftlers Stephen E. Ambrose und der gleichnamigen HBO-Miniserie Band of Brothers – Wir waren wie Brüder, die im Jahre 2001 erschien.

Geschichte Training und Zusammenstellung Das 506. Fallschirmjägerregiment war ein experimentelles Luftlanderegiment, das im Jahr 1942 aufgestellt wurde, um aus C-47-Transportflugzeugen in feindliches Gebiet abzuspringen.

Die Easy Company wurde in Camp Toccoa, Bundesstaat Georgia, unter dem Kommando von Oberleutnant Herbert Sobel aufgestellt. Bevor die Truppen mit der Luftlandeausbildung begannen, absolvierten sie die üblichen Kampfübungen und das körperliche Training, das zur Fallschirmjägerausbildung dazugehörte. Eine der Übungen, die zur Ausbildung der Truppen dazugehörte, war es den Currahee, einen großen, steilen Hügel, zu belaufen.

Herbert Sobel sorgte dafür, dass die Truppen in eine ausgezeichnete körperliche Verfassung erreichte, sodass sie den Abschnitt der Sprungausbildung, der das körperliche Training umfasste, überspringen konnten.

Easy Companys dritter Kommandant, Oberleutnant Richard Winters – ursprünglich Leutnant und Zugführer des 2. Zugs unter Sobel, später als Major Kommandant des 2. Bataillons – sagte aus, dass die Kompanie „über drei Gewehrzüge und eine Kommandosektion verfügte. Jeder Zug beinhaltete drei Gewehrtrupps je zwölf Mann und einen Sechsmann-Mörsertrupp. Easy verfügte außerdem über ein Maschinengewehr pro Gewehrtrupp und einen 60-mm-Mörser pro Mörsertrupp“.

Meuterei und Protest gegen die Führung Sobels Während die Kompanie auf die Invasion der Normandie wartete, wurde sie in Aldbourne, Wiltshire, England, stationiert.

Die Spannungen zwischen Winters und Sobel spitzten sich in der Zeit zu. Winters begann an Sobels Fähigkeit zu zweifeln, die Kompanie in den Kampf zu führen. Viele der eingezogenen Männer respektierten Winters für seine Kompetenz und machten sich Sorgen über die Führung Sobels. Sobel versuchte in der Zeit, Winters wegen falscher Anschuldigung der „Nichtausführung eines rechtmäßigen Befehls“ gerichtlich zu belangen. Winters, der seine Bestrafung als ungerecht empfand, beantragte, dass seine Schuld von einem Militärgericht überprüft werde. Einen Tag nachdem Winters Bestrafung durch den Bataillonskommandanten Major Robert L. Strayer aufgehoben wurde, brachte Sobel eine neue Anklage gegen Winters vor. Während der Untersuchungen wurde Winters in den Kompaniehauptsitz versetzt und als Bataillonsküchenoffizier eingesetzt.

Mehrere Unteroffiziere der Kompanie stellten dem Regimentskommandeur, Colonel Robert F. Sink, ein Ultimatum: Sobel ersetzen oder sie würden ihre Posten aufgeben. Colonel Sink war davon nicht sehr beeindruckt. Er degradierte zwei Unteroffiziere mit Portepee, die er für die Rädelsführer hielt, zurück in die Mannschaftslaufbahn und versetzte sie in andere Kompanien: Terrence „Salty“ Harris (in die A Company versetzt, wurde von einem Scharfschützen am 18. Juni 1944 während der Schlacht um Carentan getötet) und Myron Ranney, versetzt in die I Company.

Sink enthob jedoch Sobel des Kommandos der Easy Company und gab ihm das Kommando einer neuen Fallschirmausbildungsschule in Chilton Foliat. Winters Anklage wurde aufgehoben und er kehrte als Leutnant zum 1. Zug zurück. Winters sagte später, dass ungeachtet seiner Differenzen mit Sobel der Erfolg der Easy Company zu einem gewissen Anteil auf dessen strengem Training und hohen Anforderungen beruhte.

Im Februar 1944 wurde Oberleutnant Thomas Meehan das Kommando über die Easy Company übertragen.

Kurz nach ihrer Versetzung traten Harris und Ranney den Wegbereitern bei, die aus rund 80 Freiwilligen von jeder Einheit, die zuerst landen würden, bestanden und den Weg für die Hauptwellen der Invasion bereiteten. Fünf Tage vor der Invasion wurde Ranney auf eigenen Wunsch zurück zur Easy Company versetzt.

Operation Overlord mini|Das 91st Troop Carrier Squadron bei Upottery, das im Zweiten Weltkrieg Fallschirmjäger der 101. Luftlandedivision am 6. Juni 1944 über der Normandie absetzten. Für Operation Overlord war es die Mission der Easy Company, die Zugänge zu "Causeway 2", einer vorab ausgewählten Route für die alliierten Kräfte abseits Utah Beach, einzunehmen und alle Hindernisse zu beseitigen, damit alliierte Truppen, die von See aus landen würden, ungehindert passieren könnten.

In den frühen Morgenstunden des 6. Juni 1944 startete die Easy Company vom Militärflugplatz Upottery in Devon, England, und wurde über der Halbinsel Cotentin in der Normandie, Frankreich, abgesetzt. Die Easy Company flog in acht Flugzeugen, aufgeteilt in die Gruppen 66 bis 73, mit 17 Fallschirmjägern pro Flugzeug.

Vernichtung der Gruppe 66 Der Großteil der Kommandosektion der Easy Company wurde der Gruppe 66 zugeteilt, während Robert Burr Smith und Joseph „Red“ Hogan den anderen Flugzeugen zugeteilt worden waren, um Gewicht zu sparen. Unter den 17 Mitgliedern der Gruppe 66 waren Kompaniechef Thomas Meehan und drei Unteroffiziere mit Portepee: Oberfeldwebel Bill Evans, Stabsfeldwebel Murray Roberts (Versorgungsfeldwebel) und Feldwebel Elmer Murray (Organisationsfeldwebel). Feldwebel Carwood Lipton sagte später, er hätte verschiedene Kampfsituationen gemeinsam mit Feldwebel Murray strategisch geplant, während der Rest der Kompanie sich am Tag vor dem Sprung Filme angesehen hatte.

Flugzeug 66 leitete eine Diamantformation mit Flugzeug 67 links und Flugzeug 68 rechts, während Flugzeug 69 dem Flugzeug 66 im Nachlauf folgte. Über Frankreich wurde das Flugzeug 66 von Flugabwehrfeuer getroffen. Der Pilot des Flugzeugs legte eine 180-Grad-Wendung ein und schaltete die Landungslichter an, als das Flugzeug an Höhe verlor. Das Flugzeug kollidierte aber mit einer Hecke und explodierte, wodurch alle an Bord starben. Der Absturz wurde von Ed Mauser vom 2. Zug der Easy Company beobachtet, der von Flugzeug 69 absprang, nachdem es von Flakfeuer getroffen worden war, als der Pilot grünes Licht gab. Mausers Nacken wurde durch den Propellerwind seines Flugzeugs nach hinten gerissen, und er schwebte mit dem Gesicht nach hinten, sodass er einen Blick auf Flugzeug Nr. 66 richten konnte.

Angriff auf Gutshof Brécourt mini|Ein Denkmal bei Brécourt Da Meehan nach der Landung fehlte – es wurde erst später herausgefunden, dass er bei dem Unglück von Flugzeug 66 gefallen war – übernahm Richard Winters als höchstrangiger Offizier innerhalb der Easy Company das Kommando. Nach der Landung zerstörten fünfzehn Fallschirmjäger der Easy Company eine Batterie von vier 105-mm-Haubitzen der deutschen Truppen in der Nähe des Gutshofs von Brécourt, Sainte-Marie-du-Mont, die die über "Causeway 2" am D-Day vorrückenden Truppen der Westalliierten bedrohte.

Änderungen in der Führung Der Verlust von Offizieren und Unteroffizieren am D-Day resultierte in einer Veränderung in der Führungs- und Kommandostruktur der Easy Company. Leutnant Raymond Schmitz, Zugführer vom 2. Zug der Easy Company, gehörte formal noch zur Einheit, wurde jedoch am Tag vor dem D-Day bei Aldbourne verwundet, nachdem er von Richard Winters verlangt hatte, sich mit ihm zu prügeln. Er wurde ersetzt durch Buck Compton. +Entwicklung der KommandostrukturPositionD-Day AmtsinhaberD-Day Neue LeitungMarket GardenBastogneHagenauKommandeurOberleutnant Thomas MehaanOberleutnant Richard WintersHauptmann Richard Winters/Oberleutnant Frederick HeyligerOberleutnant Norman Dike JrOberleutnant Ronald SpeirsStellvertretender KommandeurUnbesetztUnbesetztOberleutnant Harry WelshFührer des 1. ZugsOberleutnant Richard WintersLeutnant Harry WelshOberleutnant Buck ComptonOberleutnant Thomas Peacock/Oberleutnant Jack FoleyOberleutnant Jack FoleyFührer des 2. ZugsLeutnant Warren RoushLeutnant Buck ComptonOberleutnant Buck ComptonHauptfeldwebel Donald Malarkey (kommissarisch)Führer des 3. ZugsLeutnant Robert MathewsLeutnant Warren RoushLeutnant Edward ShamesLeutnant Edward ShamesLeutnant Edward Shames1. ZugassistentLeutnant Harry WelshUnbesetztLeutnant Robert BrewerLeutnant Jack Foley2. Zugassistent Leutnant Buck ComptonUnbesetztLeutnant Henry Jones3. ZugassistentFeldwebel C. Carwood Lipton (kommissarisch)Leutnant Francis O’BrienLeitender UnteroffizierStabsfeldwebel William EvansFeldwebel James Diel (kommissarisch)Stabsfeldwebel C. Carwood LiptonStabsfeldwebel C. Carwood LiptonFeldwebel des 1. ZugsFeldwebel Leo BoyleFeldwebel Leo BoyleFeldwebel Floyd TalbertFeldwebel des 2. ZugsFeldwebel James DielUnteroffizier William GuarnereFeldwebel William GuarnereFeldwebel des 2. ZugsFeldwebel C. Carwood LiptonFeldwebel C. Carwood LiptonHauptfeldwebel Amos J. TaylorHauptfeldwebel Amos J. TaylorFeldwebel Paul RogersDie Dienstgrade wurden per NATO-Rangcode an die deutsche Sprache angepasst:

Captain zu Hauptmann (NATO-Rangcode OF-2) First Lieutenant zu Oberleutnant (NATO-Rangcode OF-1) Second Lieutenant zu Leutnante (NATO-Rangcode OF-1) First Sergeant zu Stabsfeldwebel (NATO-Rangcode OR-8) Technical Sergeant zu Hauptfeldwebel (NATO-Rangcode OR-7) Staff Sergeant zu Feldwebel (NATO-Rangcode OR-6) Sergeant zu Unteroffizier (NATO-Rangcode OR-5)

Carentan mini|Drei Fallschirmjäger der 101. Luftlandedivision auf dem Place de la République in Carentan Die Eroberung von Carentan erlaubte es den Amerikanern, die Fronten bei Omaha und Utah Beach zu verbinden und so einen Versorgungszugang zur Front bereitzustellen. Die Deutschen waren sich der strategischen Bedeutung von Carentan bewusst und hatten Verteidigungslinien errichtet. Donald Malarkey schrieb später, dass Oberleutnant Winters ihn als Mörserfeldwebel des 2. Zugs eingesetzt hatte.

Die viertägige Schlacht um Carentan begann am 10. Juni 1944. Die Easy Company, gemeinsam mit Dog- und Fox Company, folgten einer Straße nach Carentan, als bei einer Kreuzung zwei deutsche Maschinengewehre das Feuer auf sie eröffneten. Mörser und Panzer griffen kurz darauf in das Gefecht ein. Die amerikanischen Soldaten suchten Deckung in den Gräben. Winters wurde, wie Malarkey es später beschrieb, „heißer als ich ihn je gesehen habe“. Er erlitt am Ende des Gefechts eine kleine Verletzung an seinem rechten Unterschenkel durch ein abprallendes Schussfragment. Die Deutschen führten einen Gegenangriff, den das 2. Bataillon abwehren konnte.

Verluste Zum Zeitpunkt, als die Easy Company von der Front abgezogen worden war, waren 22 Soldaten gefallen, einschließlich der 17 aus Flugzeug 66, das am D-Day explodierte. Weitere 43 weitere Soldaten waren verwundet worden, was einer Verlustrate von 47 % entsprach. Winters Kriegsstammrolle zeigte, dass von 139 Soldaten der Easy Company, die England in der Nacht vom 5. Juni 1944 verlassen hatten, nur noch 69 Soldaten und fünf Offiziere übrig waren: Winters, seine drei Zugführer Buck Compton, Harry Welsh und Warren Roush sowie Roushs Assistent Francis L. O’Brien.

Operation Market Garden

mini|Mitglieder der Easy Company mit den niederländischen Widerstandskämpfern während der Operation Market Garden mini|Ein Denkmal beim Paulushoef in Sonniuswijk, die an die Easy Company erinnert Als Teil des missglückten Militärunternehmens Operation Market Garden hatte die Easy Company die Aufgabe, die britischen Kräfte bei Eindhoven zu unterstützen, indem sie Straßen und Brücken verteidigte. Dies sollte den britischen Panzerdivisionen ermöglichen, nach Arnhem vorzurücken und eine Rheinüberquerung über eine große Brücke im September 1944 durchzuführen.