Marie-Claire Scamaroni (* 22. September 1913 in Paris; † 18. Juli 2006 ebenda) war eine französische Politikerin.

Lebenslauf Scamaroni war Tochter eines Rechtsanwalts, der nach dem Ersten Weltkrieg eine Verwaltungslaufbahn einschlug. Mit den Versetzungen des Vaters zog die Familie innerhalb Frankreichs regelmäßig um. Nach ihrem Abitur 1931 studierte sie ebenfalls Rechtswissenschaft und graduierte 1934 mit einem Lizenziat. Während ihres Referendariats im Département Morbihan heiratete sie 1936 und zog mit ihrem Mann nach Vouziers. Während des Zweiten Weltkriegs engagierte sie sich in der Résistance.

Nach Kriegsende engagierte sich Scamaroni politisch und war ab 1945 im korsischen Bonifacio im Gemeinderat sowie im Departmentparlament Conseil général de la Corse vertreten. Zwischen 1959 und 1979 war sie stellvertretende Bürgermeisterin des 6. Arrondissements von Paris. Anschließend kandidierte sie für die Partei Rassemblement pour la République bei der Europawahl 1979, konnte aber zunächst kein Mandat im Europäischen Parlament erringen. Nach dem Rückzug René Paulhans, der selbst 1981 für Jean de Lipkowski nachgerückt war, rückte sie jedoch 1983 und nach war bis 1985 Europaabgeordnete.

Weblinks Porträt über Marie-Claire Scamaroni

Kategorie:Politiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Politiker (Paris) Kategorie:Mitglied des Europäischen Parlaments für Frankreich Kategorie:Résistancekämpfer Kategorie:Franzose Kategorie:Geboren 1913 Kategorie:Gestorben 2006 Kategorie:Frau