mini|Fawzia Zouari (2017) Fawzia Zouari (; * 10. September 1955) ist eine tunesische Schriftstellerin und Journalistin. Sie wurde mit Le corps de ma mère (2016) bekannt, wofür sie den Prix des cinq continents de la francophonie erhielt. Sie arbeitet als Autorin und als Journalistin für Jeune Afrique.

Leben Zouari studierte französische und vergleichende Literatur, promovierte an der Sorbonne Nouvelle und lebt seit 1979 in Paris. Sie war zehn Jahre am Institut du monde arabe tätig, unter anderem als Redakteurin der Zeitschrift Qantara. Seit 1996 arbeitet sie als Journalistin beim Wochenmagazin Jeune Afrique. Im September 2018 rief sie in Orléans das Parlement des écrivaines francophones ins Leben, dessen Manifest in Le Monde veröffentlicht wurde.

Wirken In ihren Essays und Romanen befasst sich Zouari mit weiblicher Emanzipation, Migration, Intimität und Laizität; diese Positionen vertritt sie auch in Interviews. In La Retournée (2002) erzählt sie die Rückkehr einer jungen Frau in ihr tunesisches Herkunftsdorf; der Roman erhielt 2003 eine Erwähnung beim Prix des cinq continents. Das autobiografisch geprägte Le corps de ma mère (2016) setzte diese Auseinandersetzung fort und wurde im selben Jahr mit dem Prix des cinq continents de la Francophonie ausgezeichnet. Die Biografie Valentine d’Arabie. La nièce oubliée de Lamartine (2020) zeichnet das Leben der Avantgardistin Valentine de Saint-Point nach; die Kritik hob den recherchierten, literarischen Zugriff hervor. Mit Par le fil je t’ai cousue (2022) kehrte Zouari zu Motiven ihrer Kindheit im nordwestlichen Tunesien zurück und befasste sich mit den körperlichen und sozialen Zwängen eines Mädchens der 1960er-Jahre.

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Einzelnachweise

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