Das Gebiet Vogelheerd-Wotanseiche ist ein mit Verordnung vom 11. Dezember 2000 durch die Körperschaftsforstdirektion Freiburg ausgewiesener Schonwald (Schutzgebiet-Nummer 200310) in Baden-Württemberg.

Lage Das Schutzgebiet befindet sich südwestlich von Pforzheim. Es liegt im Staatswald Pforzheim auf Teilen des Flurstücks Nr. 8396 und umfasst Teile der Abteilungen 41, 51, 103 und 104 des Distriktes 1 „Hagenschieß“.https://wnsinfo.fva-bw.de/waldschutzgebiete/800371/ Der Schonwald liegt im Naturschutzgebiet Mangerwiese-Wotanseiche und grenzt im Westen und Süden an das Landschaftsschutzgebiet für den Stadtkreis Pforzheim. Der Schonwald liegt im FFH-Gebiet Würm-Nagold-Pforte sowie im Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord.

Im Schutzgebiet liegen fünf Biotope: Magerrasen und Gehölzbestände im NSG Mangerwiese-Wotanseiche mit der Biotopnummer 171182310144, NSG u. SW "Mangerw.-Wotanseiche" - Waldrand mit der Biotopnummer 271182315071, NSG u. SW "Mangerw.-Wotanseiche" - Tümpel mit der Biotopnummer 271182315067, NSG u. SW "Mangerw.-Wotanseiche" - Feuchtgeb. mit der Biotopnummer 271182315072 und NSG u. SW "Mangerw.-Wotans." - Schützenweiher mit der Biotopnummer 271182315125.

Geologie Der Untergrund besteht aus wechselfeuchtem Decklehm.

Vegetation Im Schonwald kommen laut Waldbiotopkartierung die folgenden Pflanzen vor: Feldahorn, Spitzahorn, Berg-Ahorn, Gemeine Schafgarbe, Gemeiner Odermennig, Kriechender Günsel, Gewöhnliches Ruchgras, Flatter-Binse, Gänseblümchen, Echte Betonie, Hänge-Birke, Fieder-Zwenke, Wald-Zwenke, Aufrechte Trespe, Weiche Trespe, Land-Reitgras, Frühlings-Segge, Berg-Segge, Golddistel, Gemeine Hainbuche, Wiesen-Flockenblume, Echtes Tausendgüldenkraut, Kleines Tausendgüldenkraut, Acker-Kratzdistel, Gewöhnliche Kratzdistel, Roter Hartriegel, Zwergmispeln, Eingriffeliger Weißdorn, Wiesen-Kammgras, Geflecktes Knabenkraut, Wilde Möhre, Zypressen-Wolfsmilch, Gewöhnlicher Rot-Schwingel, Hügel-Erdbeere, Weißes Labkraut, Gewöhnlicher Hufeisenklee, Wolliges Honiggras, Echtes Johanniskraut, Gewöhnliches Ferkelkraut, Acker-Witwenblume, Wiesen-Platterbse, Steifhaariger Löwenzahn, Fettwiesen-Margerite, Gewöhnlicher Liguster, Großes Zweiblatt, Gewöhnlicher Hornklee, Behaarter Hornklee, Feld-Hainsimse, Blaues Pfeifengras, Gewöhnliche Natternzunge, Oregano, Gemeine Fichte, Große Bibernelle, Kleine Bibernelle, Waldkiefer, Spitzwegerich, Mittlerer Wegerich, Sumpf-Kreuzblume, Espe, Kriechendes Fingerkraut, Frühlings-Fingerkraut, Echte Schlüsselblume, Kleine Braunelle, Vogelkirsche, Zwetschge, Schlehdorn, Kultur-Birne, Stieleiche, Sumpf-Schafgarbe, Straußgräser, Schwarz-Erle, Land-Reitgras, Glockenblumen, Wiesen-Schachtelhalm, Rotbuche, Gemeine Esche, Moor-Labkraut, Sumpf-Hornklee, Rohrglanzgras, Traubeneiche, Hundsrosen, Brombeere, Silber-Weide, Sal-Weide, Asch-Weide, Gewöhnliche Wiesensilge, Mittlerer Klee, Gelbbauchunke, Nördlicher Kammmolch, Blasen-Segge, Zweigriffeliger Weißdorn, Hühnerhirse, Flutender Schwaden, Sumpf-Schwertlilie, Kleine Wasserlinse, Ufer-Wolfstrapp, Gänsefingerkraut, Ohr-Weide, Bruch-Weide, Gewöhnliche Teichbinse, Wald-Simse, Schmalblättriger Rohrkolben, Wald-Engelwurz, Wassersterne, Zittergras-Segge, Winkel-Segge, Rasen-Schmiele, Hain-Gilbweiderich, Fuchssches Greiskraut, Bittersüßer Nachtschatten, Riesen-Goldrute, Gebirgs-Goldrute, Wald-Ziest, Breitblättriger Rohrkolben, Erdkröte, Europäischer Laubfrosch, Fadenmolch, Teichmolch, Springfrosch, Grasfrosch, Kalmus, Gewöhnlicher Froschlöffel, Mädesüß, Sumpf-Labkraut, Wasser-Schwaden, Gewöhnlicher Tannenwedel, Blaugrüne Binse, Pfennigkraut, Wasserminze, Purpur-Weide, Korb-Weide, Ästiger Igelkolben, Schmalblättriger Rohrkolben, Breitblättriger Rohrkolben, Gewöhnlicher Wasserschlauch, Gewöhnlicher Schneeball, Blaugrüne Mosaikjungfer.

Im Biotop NSG u. SW "Mangerw.-Wotanseiche" - Tümpel wurde bei einer Zählung im Jahr 2004, die von der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg durchgeführt wurde, die Pflanzenart Gewöhnlicher Wasserschlauch gefunden. Im Biotop NSG u. SW "Mangerw.-Wotans." - Schützenweiher wurde bei einer Zählung im Jahr 1995, die ebenfalls von der LUBW durchgeführt wurde, die Amphibie Gelbbauchunke gefunden. Beide Arten sind von der LUBW als in Deutschland stark gefährdet eingestuft.

Schutzzweck Der Schutzzweck des Schonwalds ist gemäß Schutzgebietsverordnung die Erhaltung und Förderung der Biotop- und Artenvielfalt und die wissenschaftliche Beobachtung der natürlichen, ungestörten Sukzessionsentwicklung jeweils auf bestimmten Teilbereichen des ehemaligen Truppenübungsplatzes.

Betreuung Wissenschaftlich betreut wird der Schonwald durch die Forstliche Versuchs- und Forschungsanstalt Baden-Württemberg (BVA).

Siehe auch Liste der Schonwälder in Baden-Württemberg

Weblinks mit Verordnung, Datenauswertebogen und Karte

Einzelnachweise

Kategorie:Waldschutzgebiet in Pforzheim Kategorie:Schutzgebietsgründung 2000