Staudigl ist ein deutscher Familienname.

Bedeutung und Herkunft Staudigl ist ein oberdeutscher Übername zu mhd. stūdigel mit der Bedeutung Staudenigel für einen körperlich oder charakterlich oder dem Aussehen (Haarschnitt) nach stacheligen Menschen; auch für einen unbehausten Menschen.Konrad Kunze, Damaris Nübling et al.: Deutscher Familiennamenatlas, Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston 2013, ISBN 978-3-11-029059-2, Band IV: S. 785 und e-ISBN 978-3-11-030787-0.Duden Familiennamen, Dudenverlag, Mannheim - Leipzig - Wien - Zürich 2000, ISBN 3-411-70851-4, S. 636.Hans Bahlow: Deutsches Namenlexikon, 3. Auflage, Suhrkamp Verlag, Frankfurt am Main, 1977, S, 497.

Verbreitung Der Familienname Staudigl kommt in der Region nördlich von Ingolstadt konzentriert vor.

Frühe Belege des Namens 13. Jahrhundert: In Nürnberg ist die Familie Staudigel ein ehrbares und gerichtsfähiges Geschlecht 1200: Hein[ricus] Studigil in Nürnberg 1284: Studigel in Würzburg 15. Jahrhundert: brūder staudigel (als Spottname eines Mönchs)

Namensträger Christine Staudigl (* 1939), deutsche Fotografin, siehe Christine Wurm Franz Staudigl (1885–1944), österreichischer Maler Franz-Xaver Staudigl (1925–2009), deutscher Politiker und Heimatschriftsteller Gisela Staudigl (Gisela Koppmayer; 1860–1929), österreichische Sängerin (Mezzosopran)

Oskar Wilhelm Staudigl (1861–1943), österreichischer Schriftsteller, Journalist und Lehrer --> Rudolf Staudigl (* 1954), deutscher Chemiker, Manager und Unternehmensberater Ulrich Staudigl (1644–1720), deutscher Theologe und Ordensgeistlicher

Nebenformen / Varianten Staudigel

Literatur Konrad Kunze, Damaris Nübling et al.: Deutscher Familiennamenatlas, Walter de Gruyter GmbH, Berlin/Boston 2013, ISBN 978-3-11-029059-2, Band IV: S. 785 und e-ISBN 978-3-11-030787-0.

Einzelnachweise

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