Perfluorisobutyronitril (auch C4-FN oder C4-Fluornitril) ist eine chemische Verbindung und eine Derivat von Isobutyronitril. Es gehört ferner zu den PFAS.

Gewinnung und Darstellung Perfluorisobutyronitril kann durch eine mehrstufige Reaktion ausgehend von Perfluorisobutansäure oder Hexafluorpropylen gewonnen werden.

Eigenschaften Die atmosphärische Lebensdauer von Perfluorisobutyronitril beträgt 34,5 Jahre. In der Atmosphäre wird es mit einer molaren Ausbeute von rund 100 % zu Trifluoressigsäure (TFA) umgewandelt.

Es gibt Hinweise auf eine Neurotoxizität der Verbindung. Bei Mäusen, die dem Gas ausgesetzt wurden, konnten Hirnschäden nachgewiesen werden.

Verwendung Perfluorisobutyronitril wird als Isoliergas in gasisolierten Schaltanlagen eingesetzt und dort als Alternative mit kleinem Treibhauspotential – verglichen mit dem stark klimaaktiven Schwefelhexafluorid – angepriesen. 3M hat die Verbindung als Novec 4710 auf den Markt gebracht. General Electric setzt sie seit 2016 ein.

Im Vergleich mit Schwefelhexafluorid ergeben sich weitere Vorteile in der Anwendung. Anders als Schwefelhexafluorid, das als Reingas in Schaltanlagen eingesetzt wird, wird Perfluorisobutyronitril nur als Beimischung zu anderen inerten Gasen wie Kohlendioxid und Stickstoff benötigt, um die Eigenschaften dieser Isoliergasgemische zu optimieren. Dies reduziert effektiv die Menge der Klimagase, die in Schaltanlagen zum Einsatz kommen. Effektiv ist das Erderwärmungspotenzial einer Isoliergasmischung dieser Art um fast zwei Größenordnungen geringer als das von Schwefelhexafluorid.

Einzelnachweise

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