Max Kersting (* 1983 in Lippstadt) ist ein deutscher Illustrator, Autor und Künstler. Bekannt wurde er durch die Kombination von auf Flohmärkten gefundenen Fotografien mit kurzen, pointierten Texten, die er als eigenständige Bild-Text-Arbeiten veröffentlicht.

Kersting studierte Design an der Hochschule Düsseldorf und arbeitete anschließend mehrere Jahre in Berlin als Werbetexter. Seit den frühen 2010er Jahren ist er freischaffend als Künstler tätig. Er lebt aktuell in München.

Werk Kerstings Arbeiten basieren auf historischen Privat-Fotografien unbekannter Herkunft, die er auf Flohmärkten oder in Bildarchiven findet und die er mit kurzen Kommentaren versieht. Die so entstehenden Bild-Text-Kombinationen setzen die Bilder in neue Kontexte und sind meist humorvoll und ironisch gehalten. Thematisch beschäftigen sich Kerstings Arbeiten oft mit deutscher Alltagskultur und Gepflogenheiten zwischenmenschlicher Situationen.

Seine Arbeiten erscheinen sowohl in Buchform als auch als Kalender und wurden in mehreren deutschen Galerien ausgestellt. In der Süddeutschen Zeitung hatte Kersting im Jahr 2015 eine Bildkolumne. Seine Foto-Bild-Collagen werden regelmäßig von deutschsprachigen Medien für diverse Artikel-Bebilderungen genutzt.

Rezeption Aufgabe und Wirkung von Kerstings Arbeiten lägen laut literaturkritik.de darin, Alltägliches, Banales und Flüchtiges lesbar und bedeutungsvoll zu machen, wodurch Lesende in den Produktionsprozess einbezogen würden. Moritz Klein schreibt für SR Kultur, dass Kersting Meister im "Mikro-Genre im Grenzgebiet zwischen Literatur, Kunst und Hobbybastelei" sei.

Deutsches Museum des Katers mini|Person mit Kater, aber nicht Teil des "Deutschen Museums des Katers" Im Jahr 2015 initiierte Max Kersting unter dem Titel „Deutsches Museum des Katers“ einen Tumblr-Blog, in dem er „verkaterte Selbstporträts deutscher Individuen“ sammelte. Nutzende wurden aufgefordert, Bilder von sich einzusenden, auf denen sie unter den Folgen übermäßigen Alkoholkonsums leiden. Das selbsternannte Ziel des Blogs war es, eine multimediale Sammlung kollektiver Alltagsmomente zu kreieren. Kunstkritikerin Anika Meier setzte Kerstings digitale Ausstellung in der Monopol in Kontext zu den Alltagskunst-Arbeiten des Fotografen Jürgen Teller und des Künstlers Tim Bruening.

Auszeichnungen 2026: Schwabinger Kunstpreishttps://ru.muenchen.de/2026/85/Vergabe-der-Schwabinger-Kunstpreise-2026-124131

Werke (Auswahl)

Damals hatten wir nur Minigolf, sonst nichts, Eichborn 2025, ISBN 978-3847902133 Auf der Suche nach Trouble, Eichborn 2022, ISBN 978-3847901280 Einseitige Geschichten (Zeitgenössische Kunst), Hatje Cantz Verlag 2020, ISBN 978-3775747882 Planet der Anfänger, Edition Taube 2020, ISBN 978-3945900413 Drei unbeschwerte Tage, Metrolit Verlag 2012, ISBN 978-3849300418

Einzelnachweise

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