Sopoty () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Gmina Wilczęta im Powiat Braniewski.

Geographische Lage Sopoty liegt im Nordwestend der Woiwodschaft Ermland-Masuren, jeweils 21 Kilometer nordöstlich der früheren Kreisstadt Pasłęk bzw. südöstlich der heutigen Kreismetropole Braniewo.

Geschichte Das Dorf Sepothen schrieb sich erst nach 1820 als Seepothen.Dietrich Lange: Seepothen, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) Am Südwestrand des Ortes stand eine Windmühle. 130 Einwohner zählte Seepothen im Jahre 1820.

Im Jahre 1874 wurde Seepothen in den neu errichteten Amtsbezirk Deutschendorf (polnisch Wilczęta) im ostpreußischen Kreis Preußisch Holland, Regierungsbezirk Königsberg, eingegliedert.Rolf Jehke: Amtsbezirk Deutschendorf/Neumark/Schlodien Nach dessen Auflösung im Jahre 1881 kam Seepothen zum Amtsbezirk Lauck (polnisch Ławki).Rolf Jehke: Amtsbezirk Lauck

In Seepothen waren im Jahre 1900 212 Einwohner registriert.Meyers Gazetteer: Seepothen Kreis Preußisch Holland Am 30. September 1928 vergrößerte sich die Landgemeinde, als der Gutsbezirk Kagenau (polnisch Kaginowo) eingemeindet wurde. Im Jahre 1933 zählte das Dorf insgesamt 203 Einwohner, im Jahre 1939 waren es 196.Michael Rademacher: Ortsbuch Landkreis Preußisch Holland

Aufgrund der Abtretung des gesamten südlichen Ostpreußen in Kriegsfolge an Polen erhielt Seepothen 1945 die polnische Namensform „Sopoty“. Heute ist das Dorf eine Ortschaft im Verbund der Gmina Wilczęta (Landgemeinde Deutschendorf) im Powiat Braniewski (Kreis Braunsberg), von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Elbląg, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig. Im Jahre 2021 zählte das Dorf 80 Einwohner.

Religion Bis 1945 war Seepothen in den Sprengel Lauck der evangelischen vereinigten Kirchengemeinden Lauck-Ebersbach (polnisch Ławki-Stare Siedlisko) in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union eingegliedert,Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 470 außerdem bis 1905 in die römisch-katholische Pfarrei Wusen (polnisch Osetnik), danach bis 1945 in die Pfarrei Mühlhausen i. Ostpr. (polnisch Młynary).

Heute gehört Sopoty evangelischerseits zu Młynary, katholischerseits zur Kirche der Verklärung des Herrn in Wilczęta.

Verkehr Sopoty liegt an einer Nebenstraße, die bei Wilczęta (Deutschendorf) von der Woiwodschaftsstraße 509 abzweigt und über Ławki (Lauck) bis nach Stare Siedlisko (Ebersbach) verläuft, wo sie auf die Woiwodschaftsstraße 506 trifft. Durch Sopoty verläuft eine weitere Straße, die Księżno (Fürstenau) mit Kaginowo (Kagenau) verbindet und weiter nach Łozy (Klingenberg) bzw. Stygajny (Stigehnen) führt.

Eine Bahnanbindung besteht nicht.

Weblinks Bildarchiv Ostpreußen: Slideshow Seepothen

Einzelnachweise

Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Wilczęta