Heinrich Ludwig Christian von Bornstedt (geb. 1763 in Vollenschier; gest. 1815) war ein preußischer Leutnant, Forstinspektor und Landrat.
Herkunft Heinrich Ludwig Christian von Bornstedt war Angehöriger des Adelsgeschlechts Bornstedt. Er war Sohn von Dietrich Eugen Philipp von Bornstedt (1726–1793), preußischer Generalleutnant, und dessen Ehefrau Johanne Eleonore (1744–1823), geb. Wehrsig (Wissing).Marcelli Janecki (Red. zug.): Jahrbuch des Deutschen Adels. Band 3, W. T. Bruer, Berlin 1899, S. 47 f. Den Herrensitz in Vollenschier, seinem Heimatgut, hatte die Familie bereits 1725 unter Oberförster Caspar Philipp von Bornstedt für 6700 Thaler erworben, von Friedrich Wilhelm von Alvensleben-Polwitz, wiederverkäuflich. 1746 erfolgte eine Nachzahlung von 1000 Thaler. Bornstedts Vater als Erbe nahm das Gut 1781 dann im Wert von 11.00 Thaler an. Zu Zeiten des Landrats hatte sich der Wert wiederum auf 12.000 Thaler Gold gesteigert.A. H. von Kröcher: Geschichte des Geschlechts von Kröcher. Band 1, Königliche Geheime Ober-Hofbuchdruckerei R. (L). v. Decker, Berlin 1865, S. 238.
Leben Nach seinem Eintritt in die preußische Armee stieg er im Regiment Gens d’armes bis zum Rang eines Leutnants auf. Nachdem er vom Militärdienst verabschiedet worden war, ließ er sich auf dem Gut seines Vaters nieder. Er war dann als Kreisdeputierter und Forstinspektor tätig. Im Oktober 1795 wurde er von den Ständen zum Landrat des Tangermündeschen und Arneburgischen Kreises gewählt. Am 2. Januar 1796 absolvierte er erfolgreich sein großes Examen und wenige Tage später wurde er am 12. Januar als Landrat bestallt. Die Konduitenliste führte von Bornstedt im Jahr 1799 als „fleißigen Beamten“, den Posten als Landrat übte er bis zum Jahr 1806 aus. Das Gut Vollenschier ging später in den Familienbesitz derer von Kröcher über.
Familie Heinrich Ludwig Christian von Bornstedt war mit Cäcilie von Diehren (Dyherrn) († 1810), geb. von Schricke, verheiratet. Die Kinder aus dieser Ehe waren: Karl († 1833), königlich preußischer Forstmeister Hermann († 1848), königlich preußischer Wegebaumeister N.N., königlich preußischer Justizrath Hermine († 1869)
Literatur Marcelli Janecki (Red. zug.): Jahrbuch des Deutschen Adels. Band 3, Hrsg. Deutsche Adelsgenossenschaft (D. A. G.), Vaterländische Verlagsanstalt. W. T. Bruer, Berlin 1899, S. 47. (v. Bornstedt-Digitalisat) Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Der in Deutschland eingeborene Adel (Uradel). 1900. Erster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1899, S. 106. (v. Bornstedt-Digitalisat) Rolf Straubel: Biographisches Handbuch der preußischen Verwaltungs- und Justizbeamten 1740–1806/15. In: Historische Kommission zu Berlin [Hrsg.]: Einzelveröffentlichungen. Band 85. K. G. Saur Verlag, München 2009, ISBN 978-3-598-23229-9, S. 118. (Landrat H. L. C. v. Bornstedt-Teil-Digitalisat)
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