Daerim-ri () ist ein Ri auf der südkoreanischen Insel Jejudo.
Geografie Daerim-ri liegt an der nördlichen Küste der Vulkaninsel Jejudo am Gelben Meer, wobei der Zugang zum Meer auf weniger als 100 Meter beschränkt ist. Für etwa 50 Meter folgt der Gwideokcheon der Ortsgrenze im Südosten, bevor er mit dem Hallimcheon zusammenfließt. Der Hallimcheon durchfließt das Gebiet von Daerim-ri für etwa 600 Meter, bevor er der südlichen Ortsgrenze für circa 1,6 km folgt. Ins Meer mündet der meist ausgetrocknete Flusslauf jedoch weiter südlich in Hallim-ri.
Der Ort liegt in der Provinz Jeju und gehört zum Verwaltungsgebiet der Stadt Jeju-si. Er ist Teil der Eup Hallim-eup und grenzt im Süden an Hallim-ri, im Südosten an Sangdae-ri, im Osten und Norden an Gwideok-ri, im Norden an Suwon-ri und im Westen an Hansu-ri. Das Ri ist in ein administratives Gebiet (Daerim-ri) aufgeteilt, das aus 31 Ban besteht. Folgende natürlichen Ortsbezeichnungen sind amtlich erfasst: Ipjeon-dong, Jung-dong, Seogwangi-dong, Dongha-dong und Seo-dong.
Namensherkunft Einer der historischen natürlichen Ortsnamen war Hansul (, ) oder Hansupul (), was so viel wie „dichter Wald“ bedeutet. Die sino-koreanischen Zeichen für „dichter Wald“ werden als „Daerim“ gelesen.
Geschichte Auf dem heutigen Gebiet von Daerim-ri steht der eingestürzte Dolmen Seondol (; ), über dessen Alter es keine gesicherten Quellen gibt. Der Dolmen ist Teil mehrerer Legenden, laut denen er 600 oder 250 Jahre alt sein soll. Er ist zudem Zeuge eines Konflikts mit dem Nachbardorf Suwon-ri, denn laut einer Legende könne Suwon-ri nur gedeihen, wenn der Dolmen umgestürzt ist, während Daerim-ri nur gedeiht, während der Dolmen steht. Um 1400 entstand bei ihm die Siedlung Seondol, über die überliefert ist, dass es dort die Möglichkeit zu übernachten gab. In der Joseon-Dynastie wurde der Ort Ipseokchon () genannt – nach den sino-koreanischen Zeichen von Seondol, die als „Ipseok“ gelesen werden. Daraus wurde später Ipseok-ri, bevor im Jahr 1870 der amtliche Name als Daerim-ri festgelegt wurde. Laut der von Go Yeong-cheol geführten Datenbank auf Jejuhistory.co.kr gab es den Namenswechsel 1870 mit dem Abfall von Gebieten für das neu gegründete Hansu-ri, das jedoch erst 1953 gegründet wurde.
Infrastruktur Verkehr Fast mittig durchquert von Norden nach Süden die Provinzstraße 1132, die bis 2006 als Nationalstraße 12 bekannt war, das Gebiet von Daerim-ri. Die Hansupul-ro führt vom Hafen ganz im Westen bis an die Ostgrenze und von dort aus weiter zur Provinzstraße 1136, die bis 2006 die Nationalstraße 16 war. Mehrere Buslinien bedienen Bushaltestellen in Daerim-ri, die nahezu alle an der Hansupul-ro liegen. Die Fähre nach Biyangdo fährt viermal pro Tag ab der Anlegestelle in Daerim-ri.
Der Küstenabschnitt liegt vollständig im Binnenhafen des Hallimhang.
Der Jejuolle-Wanderweg führt entlang der Küste von Daerim-ri. Der Endpunkt der 14. Etappe befindet sich in Daerim-ri, und ebenda beginnt die 15. Etappe.
Bildung Die Hansupuldoseogwan befindet sich in Daerim-ri. Sie ist eine Zweigstelle der öffentlichen Bibliotheken des Amts für Bildung der Provinz Jeju.
Die Grundschule Suwon befindet sich an der Grenze zu Suwon-ri, aber liegt auf dem Gebiet von Daerim-ri.
Persönlichkeiten Yang Chi-sam (1911–1937), antijapanischer Aktivist, Träger des „Orden für Verdienste um die Staatsgründung – Medaille der Vaterlandsliebe“.
Bevölkerungsentwicklung +Monat/JahrEinwohnerHaushalteQuelle2023249612382024241712352025 (Oktober)24121237
Einzelnachweise
Kategorie:Geographie (Jeju-do)