Theodor Ehrmanns, auch Theodor von Ehrmanns Freiherr zum Schlugg, (* 6. Mai 1846 in Wien; † 15. Mai 1923 ebenda) war ein akademischer Landschaftsmaler, der aus einer alten spanischen Familie stammte, die nach Niederösterreich eingewandert waren und mit dem Prädikat „zum Schlugg“ in den rittermäßigen Adelstand erhoben wurden.

Leben Von Ehrmanns war ein Sohn des akademischen Malers und Fideikommissherrrn Karl Kranz von Ehrmanns, Freiberr zum Schlugg (18. Juni 1812 – 29. Dezember 1883), der seinen Nachkommen kein Vermögen, sondern Schulden hinterließ, und dessen Frau Amalie Rosalie (geborene Rotter; 29. Januar 1813 – 30. Oktober 1885). Er studierte an der Akademie der bildenden Künste Wien bei August Albert Zimmermann und bildete sich dann in München und Kopenhagen weiter. Seine Werke befinden sich in der Albertina in Wien, in der Österreichischen Staatsgalerie, im Museum der Stadt Wien, im Städtischen Archiv Mödling und in der Fürst Lichtensteinischen Gemäldegalerie in Wien.

Er beteiligte sich unter anderem als Illustrator an den österreichischen Bänden der Prachtausgabe des 21-bändigen Werkes Österreich-Ungarn in Wort und Bild. Er nahm mehrfach mit Aquarellen an den Ausstellungen des Aquarellisten-Clubs der Genossenschaft der Bildenden Künstler Wiens oder mit Ölgemälden im Künstlerhaus Wien und im Jahr 1905 an der Biennale Venedig teil.Österreich und die Biennale Venedig 1895–2011. (labiennale.at).

1926 fand eine Gedächtnisausstellung des Malers Ehrmanns im Hagenbund in Wien statt.Gedächtnisausstellung Hagenbund Wien. S. 258 (archiv.ub.uni-heidelberg.de PDF).

Familie Seit dem Jahr 1900 war er mit Maria Johanna (geborene Czihak; * 2. August 1868) verheiratet. Theodor Josef von Ehrmanns Freiherr zum Schlugg (* 21. Februar 1901 – 1925). Er hatte einen älteren Bruder Karl Franz von Ehrmanns, Freiberr zum Schlugg (18. Juni 1834 – 25. November 1884) der ebenfalls akademischer Maler wurde, eine ältere Schwester Karoline (* 23. Oktober 1835) sowie eine jüngere Schwester Marie (* 4. Oktober 1847) und drei jüngere Brüder August (18. August 1850 – April 1874) und die die Zwillinge Felix und Franz von Ehrmanns zum Schlugg (* 27. Oktober 1857). Als älterer Bruder von Felix, der Droschkenkutscher wurde, wurde ihm nach dessen diagnostizierter Geisteskrankheit die Fürsorge übertragen.

Werke (Auswahl) mini|hochkant|Reiter auf einem Dorfweg Aquarelle Sonnenuntergang bei Weidlingau Heueinfuhr (Motiv aus Bist in Böhmen) Motiv aus dem Bisterwald in Böhmen Waldmotiv Brückengasse in Prag Reiter auf einem Dorfweg

mini|hochkant|Partie in Venedig Ölgemälde 1871: Blick auf Traunkirchen 1886: Klosterneuburg 1894: Fischerboote bei Venedig 1903: Stadel und Raschötzer Alm in St. Ulrich 1904: Aus den Südtiroler Dolomiten vor 1923: Partie in Venedig

Literatur

Hermann Clemens Kosel (Hrsg.): Deutsch-österreichisches Künstler- und Schriftsteller-Lexikon. Band 1: Biographien der Wiener Künstler und Schriftsteller. Gesellschaft für Graphische Industrie, Wien 1902, S. 48–49.

Weblinks

Theodore von Ehrmanns (österreichisch, 1846–1923) artnet.de

Einzelnachweise

Kategorie:Maler (Wien) Kategorie:Landschaftsmaler Kategorie:Person (Cisleithanien) Kategorie:Person (Kaisertum Österreich) Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1846 Kategorie:Gestorben 1923 Kategorie:Mann