Gwen John, geboren als Gladys Jones (* 1878 in Chesterfield, Derbyshire; † 3. Mai 1953), war eine englisch-britische Autorin und Dramatikerin und Unterstützerin des Frauenwahlrechts.
Leben John war die Tochter von William Tom Jones (1845–1911), einem Rechtsanwalt, und Dorothy Jones (1848–1913). Sie hatte eine Schwester namens Winifred Jones. Sie wuchs bis zum Tod des Vaters in Spital Lodge, Chesterfield, Derbyshire, auf. Danach zog John mit ihrer Mutter und ihrer älteren Schwester Winifred nach London. Alle drei sympathisierten mit der Frauenwahlrechtsbewegung, und Winifred Jones war eine bekannte Suffragette.
1912 wurde Johns Kurzstück Edge O’ Dark von dem für die Aufführungslizenzen zuständigen Lord Chamberlain of the Household als „work of a suffragist“ verboten, obwohl es bereits vollständig in The English Review veröffentlicht worden war. Das Stück spielte in einem verarmten Bergarbeiterhaushalt in Derbyshire; es wird eine sexuelle Nötigung der weiblichen Figur angedeutet, und die Männer dominieren die Frau, die keine eigene wirtschaftliche Macht hat. Es gab sowohl Unterstützung für das Verbot als auch Unterstützung dafür, dass John ein unangenehmes und umstrittenes Thema aufgriff.
Luck of War wurde von Edith Craig produziert und 1917 von den Pioneer Players aufgeführt. Es handelte sich um ein sozialrealistisches Drama, das das Leben einer Frau aus der Arbeiterklasse schilderte, die wieder heiratet, als ihr Mann im Ersten Weltkrieg als vermisst gilt, später jedoch in ein Dilemma gerät, als er zurückkehrt; schließlich versöhnt sie sich mit ihm.
Ihre Plays of Innocence waren satirisch, und Mr. Jardyne wurde gar als zynisch beschrieben. Die Handlung greift das kommerzielle Theatermanagement an, wobei die Hauptfigur ein Dramatiker ist, der verhungert, nachdem seine Drehbücher an ihn zurückgeschickt wurden.
Gloriana, das die Geschichte von Elisabeth I. erzählt, wurde 1925 von Israel Zangwill in London produziert.
John starb 1955 und ist mit ihrer Schwester auf dem Old Brampton Cemetery in Chesterfield beerdigt. Das Chesterfield Museum besitzt eine Sammlung von Kleidungsstücken und Accessoires, die John gehörten und die dem Museum 1989 übergeben wurden.
Werke (Auswahl) Theaterstücke Plays (1916), enthält sechs kurze Stücke: Outlaws, Corinna or The Strenuous Life, Stealing the Contract, Edge O’ Dark, The Case of Teresa, In the Rector’s Study Luck of War (1917) The Only Daughter (1920) The Goblin, the Student and the Huckster (1921), Titel auch nur The Goblin Plays of Innocence (1925), enthält vier kurze Stücke: A Tale that is Told, On the Road, Luck of War, A Peakland Wakes Gloriana (1925), Titel auch The Prince Mr Jardyne (1925) Mere Immortals: three imaginary conversations (1930) The Dyer's Hand (1931) Anderes Syringa: and other verses, Selwyn and Blount, London 1922.
Weblinks Porträtfotografie von Gwen John, 1928, Sammlung der National Portrait Gallery.
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