Manuela Westphal (* 1964) ist eine deutsche Erziehungswissenschaftlerin und Hochschullehrerin an der Universität Kassel.

Leben und Wirken Westphal studierte ab 1984 Erziehungswissenschaften an der Universität Hannover. Nach einem Wechsel an die Universität Osnabrück schloss sie 1991 dort ihr Studium als Diplom-Pädagogin ab. Anschließend nahm sie eine Tätigkeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Fachbereich Erziehungs- und Kulturwissenschaften der Universität Osnabrück auf. Dort arbeitete sie im Forschungsprojekt „FAFRA“ (=Familienorientierung, Frauenbild, Bildungs- und Berufsmotivation von eingewanderten und westdeutschen Familien in interkulturell vergleichender Perspektive) unter Leitung von Leonie Herwartz-Emden mit. 1996 wurde Westphal von der Universität Osnabrück mit der Schrift Geschlecht, Beruf und Bildung unter Einwanderungsbedingungen. Eine vergleichende Untersuchung am Beispiel der beruflichen Integration von Aussiedlerinnen zur Dr. phil. promoviert.

Ab 1997 übernahm Westphal einen Lehrauftrag an der Universität Osnabrück und der Katholischen Fachhochschule Norddeutschland. 1998 erarbeitete sie gemeinsam mit Leonie Herwartz-Emden eine Expertise für den 6. Familienbericht der Bundesregierung. Ab 1999 leitete Westphal die Koordinierungsstelle CHANCE zur beruflichen und betrieblichen Frauenförderung des Landkreises Grafschaft Bentheim und war bis 200 auch gleichzeitig Geschäftsführerin des zugehörigen Vereins. 2002 wurde sie von der Universität Osnabrück zur Juniorprofessorin für allgemeine Pädagogik / Frauenforschung ernannt. Seit 2010 hat Westphal den ordentlichen Lehrstuhl für Sozialisation mit dem Schwerpunkt Migration und interkulturelle Bildung an der Universität Kassel inne.

Westphal ist verheiratet und Mutter eines Kindes.

Forschung Westphals Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich der Sozialisation und Bildung unter den Bedingungen von Migration sowie anderweitiger kultureller, sprachlicher und sozialer Heterogenität. Dabei befasst sie sich insbesondere mit den Erziehungsvorstellungen und -praktiken in zugewanderten Familien und den Umgang der nationalen Stellen hiermit. Sie erforscht hierzu familiäre und außerfamiliäre Möglichkeiten zur Förderung von Inklusion und Diversität. Im Bereich der Sportförderung forscht sie zu Ursachen fehlender und Möglichkeiten besserer Integration von muslimischen Frauen und Mädchen.Integrationsbemühungen um moslemische Frauen und Mädchen, abgerufen am 9. November 2025. Von 2020 bis 2024 leitete sie das von der DFG geförderte Forschungsprojekt „Wandel und Dynamik familiärer Generationsbeziehungen im Kontext von Flucht und Asyl (DyFam)“

Publikationen (Auswahl)

Weblinks

Manuela Westphal bei ihrem Lehrstuhl an der Universität Kassel

Einzelnachweise

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