mini|Ursula Fehr, Drehstamm-Ikaride, 2019 Ursula Fehr (* 23. Juli 1940 in Winterthur) ist eine schweizerische Künstlerin.

Leben und Ausbildung Ursula Fehr wurde in eine Lehrerfamilie hineingeboren und wuchs in Frauenfeld auf, wo sie die Matura (Typus A) machte. Von 1959 bis 1963 absolvierte sie die Académie des Beaux-Arts in Genf, die sie mit dem Diplôme de sculpture abschloss.

Sie arbeitete neben ihrer Tätigkeit als Bildhauerin auch als Zeichen- und Werklehrerin an den Kantonsschulen Schaffhausen, Romanshorn, Kreuzlingen, an der Sekundarschule Arbon, dem Seminar Textiles Werken und Gestalten, Weinfelden und dem Seminar für Fächergruppenlehrkräfte AHLS Gossau. Ab 1970 hatte sie ein eigenes Atelier.

Werk Sie realisierte zahlreiche Kunst am Bau und Werke im öffentlichen Raum. In erster Linie war sie Bildhauerin und entwickelte seit den 1960er Jahren eine eigenständige Position. Sie arbeitete oft grossformatig, fertigte aber auch Schmuck und machte Radierungen und Zeichnungen.

Die Künstlerin bezieht sich in ihren Werken auf Mythologisches und Philosophisches. Psychologie und die menschliche Existenz beschäftigt sie auch in Bezug zur Natur und zum geistigen Streben des Menschen. Ihre Ikariden oszillieren zwischen irdischem Dasein und Streben nach Unsterblichkeit. Ab 1985 entwickelt sie mit den Ikariden, den Grünen Weibern, die Wellenreiterinnen und den Traumkissen grössere Werkgruppen. mini|Ursula Fehr, Schwertlilie, 2019 Thema ist die Ambivalenz zwischen Natur- und Erdverbundenheit und geistigem Streben.

Ausstellungen Eine erste bedeutende Ausstellung realisierte sie:

1975 Ursula Weber-Fehr, Skulpturen, Kunstverein Frauenfeld 1976 Bern, Galerie Kramgasse 58 1980 Eglisau, Galerie am Platz 1981 Arbon, Gesamtausstellung im Schloss (Landenberggesellschaft) 1981 Une oeuvre - un artiste. Un artiste - une oeuvre. Exposition Suisse '81, Halle des expositions, Delsberg 1983 Ermatingen, Ausbildungszentrum UBS, Wolfsberg 1983 Amriswil, Galerie Larese 1985 Gipf-Oberfrick, Galerie am Platz 1987 Zürich, Galerie Vista Nova 1991 Monolog. Dialog, Thurgauer Kantonalbank, Wanderausstellung, Kreuzlingen, Kursaal Heiden, Villa Bosch, Radolfzell 1992 Bürglen, Installation Traumkissen, Theagovia Kunstplattform 1993 Bonstetten, Galerie für Gegenwartskunst 1994 Zürich, Galerie Vista Nova 1995 Ursula Fehr, Skulpturen. Charlotte Liedtke, Mischtechnik auf Papier und Leinwand, Galerie für Gegenwartskunst, Elfi Bohrer, Galerie für Gegenwartskunst, Bonstetten 1997 Art und Weise. Plattform für 65 Thurgauer Künstlerinnen und Künstler, Festhütte, Amriswil 1998 Ursula Fehr. Skulpturen, Galerie Mathis, Romanshorn 1989 Ursula Fehr. Skulpturen, Galerie Quattro, Glattfelden 1998 Engel, Engel. Malerei, Skulpturen und Objekte, Galerie für Gegenwartskunst, Elfi Bohrer, Bonstetten 2001 Ursula Fehr. Abgehoben - erdenschwer, Kunstmuseum des Kantons Thurgau, Kartause Ittingen, Warth 2002 Sonja Amsler Borgemeester. Roswitha Doerig. Ursula Fehr, Galerie für Gegenwartskunst, Elfi Bohrer, Bonstetten 2003 L'art au fil du Talent. Un chemin de sculpture au coeur du Gros-de-Vaud, Espace culturel Assens, Assens 2006 Real - irreal - surreal. Frühlingsausstellung , Art-St-Urban, St. Urban 2007 Daneben. Mitglieder der KünstlerInnen Gruppe Thurgau, Museum im Turmhof, Steckborn 2009 1. Skulpturen-Symposium Winterthur, Galerie Wyschür Weiertal, Winterthur 2007 Daneben. Mitglieder der KünstlerInnen Gruppe Thurgau, Museum im Turmhof, Steckborn 2011 Ursula Fehr. Relief, Galerie Atelier Stefan Rutishauser, Frauenfeld 2019 Romanshorn, Mayers-Kulturbad 2020 Frauen erobern die Kunst Kunstmuseum des Kantons Thurgau, Kartause Ittingen, Warth 2022 Grenzenlos. Einblicke in eine unbekannte Privatsammlung, Kunsthaus Zofingen, Zofingen

Werke im öffentlichen Raum Ursula Fehr hat in der Ostschweiz zahlreiche Arbeiten im öffentlichen Raum realisiert:

Eine erstes bedeutendes Werk realisierte sie:

1967 Frauenfeld, Schulhaus Langdorf, Brunnen, Beton 1968 Neuhausen, Schulhaus Gemeindewiesen, Brunnen, Beton 1969 Berg am Irchel, Kirchplatz, Brunnen, Beton 1971 Weinfelden, Thurgauer Kantonalbank, Relief, Bronze 1972 Münsterlingen, Kantonsspital, Personalrestaurant, Relief, Argentana 1973/1974 Uttwil, Evangelische Kirche, Taufstein, Bronze und Kirchenfenster Glasmalerei 1975 Arbon, Sekundarschule Rebenstrasse, Relief, Bronze 1976 Romanshorn, Pflegeheim, Brunnen, Kalkstein Lunel 1976 Frauenfeld, Stadtpark, Skulptur "Mutter und Kind", Bronze 1977 Kreuzlingen, Alters- und Pflegeheim, Relief, Mukulungu-Holz 1977 Breitenbach/SO, Evangelisches Kirchgemeindehaus, Relief, Bronze 1978 Flawil, UBS, Relief, Aluminium 1979 Weinfelden, Sekundarschulhaus, Relief, Aluminium 1979 Trüllikon/ZH, Brunnen, Beton, rot eingefärbt 1981 Romanshorn, Pestalozzi-Schulhaus, Brunnen, Bronzeplastiken, Thursteine 1981 Sursee, Ausbildungszentrum des Schweizerischen Baumeisterverbandes, Skulptur "Wachsen", Cristallina-Marmor 1984 Weinfelden, Evangelisches Kirchgemeindehaus, Relief, Bronze 1984 Bischofszell, Sekundarschule, Skulptur "Metarmophose", Bronze 1986 Weinfelden, Thurbrücke, Brückenköpfe, Beton, rot eingefärbt 1986 Beromünster, Gemeindehaus, Porträt "Josef Vital Kopp", Bronze 1988 Egnach, Behindertenheim Neukirch, Skulptur "Blüte", Bronze 1991 Münchwilen, Primarschulhaus, Skulptur "Die Kinder des Ikarus", Granit, Holz, Plexiglas, Eisen 1992 Bonstetten, Oberstufenzentrum, Pausenplatzgestaltung, Beton, eingefärbter Asphalt, Naturstein 1999 Frauenfeld, Regierungsgebäude, Skulptur "Ikaria", Bronze 2020 Alterszentrum Stadtgarten in Frauenfeld, "Verschlungenes Ikaridenpaar," Bronzeplastik

Mitgliedschaften

1973 Aufnahme in die Thurgauische Künstlergruppe 1973 Aufnahme in die GSMBA (heute visarte) 1979 Aufnahme in die GSBK Zürich

Auszeichnungen

1963 Prix Neumann, Genève anlässlich der Diplomverleihung der Ecole des Beaux-Arts (sculpture) 1983 Rotary-Preis (Club Oberthurgau) 1996 Kulturpreis des Kantons Thurgau

Weblinks SIK-Art Lexikoneintrag Ursula Fehr | www.ggbohrer.ch

Literatur 1981: Lexikon der zeitgenössischen Schweizer Künstler, Frauenfeld 1981. 1981: Une oeuvre - un artiste, un artiste - une oeuvre: Exposition Suisse '81; Delémont, Ausstellungskatalog 1988: GSMBA-Künstlerdokumentation Sektion Ostschweiz, Jona 1988. 1990: Fünfzig Jahre Thurgauer Künstlergruppe, Dino Larese, Amriswil 1990. 1991: Monolog - Dialog, Heiden 1991. 2009: Skulpturen Symposium Winterthur: [Jürg Altherr, Irene Anton, Vincenzo Baviera, Irma Bucher, Adrian Bütikofer, Ursula Fehr, Andreas Fritschi, Roland Herzog, Roland Hotz ...], Ausstellungskatalog, 2009 2016: 75 Jahre kunstthurgau, Fluxs Artwork, ISBN 978-3-033-05601-5 2020: Thurgauer Köpfe: Katalog zur Sonderausstellung, Ausstellungskatalog 2022: Licht- und Farbenzauber: Glasmalerei im Thurgau, Monografie, 2022

Einzelnachweise

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