Das Jagdhaus Speckhenrich – alternativ Jagdhaus am Speckhenrichweg oder Jagdhaus Bloskülb genannt – ist ein abgegangenes Bauwerk in Elmstein, das ursprünglich als Jagdhaus und später als Forsthaus diente.
Lage Das Haus stand am Nordwesthang des Bragberg rund zwei Kilometer westlich von Iggelbach. An seinem Standort führen die dritte Etappe des Prädikatsfernwanderwegs Pfälzer Hüttensteig sowie ein mit einem gelb-roten Balken gekennzeichneter Weg vorbei, der von Burg Lichtenberg nach Wachenheim verläuft.
Geschichte
Das Bauwerk entstand im 16. Jahrhundert als Jagdhaus des Pfalzgrafen Johann Kasimir. Später diente es seinen Nachfolgern, darunter gegen Ende des Jahrhunderts seinem Neffen Kurfürst Friedrich IV. Ab Ende des 18. Jahrhunderts wurde es als Forsthaus umgenutzt. Einer der letzten Förster war Philipp Guckenbiehl, der 1825 ins Haus einzog. Ein paar Jahre später wurde er versetzt, da seine Vorgesetzten mit seiner Arbeit unzufrieden waren. Während seiner Amtszeit entstand die „Sage vom Bordehut“, nachdem seine Dienstmagd behauptet hatte, in der Nähe von Napoleon erschrocken worden zu sein. 1833 wurde das Gebäude abgebrochen. Das Forsthaus Iggelbach wurde sein funktioneller Nachfolger.
Anfang des 20. Jahrhunderts wurde der Standort mit dem Ritterstein 97 gekennzeichnet.
Einzelnachweise
Kategorie:Abgegangenes Bauwerk in Rheinland-Pfalz Kategorie:Bauwerk in Elmstein Kategorie:Erbaut im 16. Jahrhundert Kategorie:Zerstört in den 1830er Jahren Speckhenrich Kategorie:Forsthaus Kategorie:Umgenutztes Bauwerk im Landkreis Bad Dürkheim