Grötschenreuth ist ein Wohnplatz der Gemeinde Tröstau im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge (Oberfranken, Bayern). Grötschenreuth zählt zum Gemeindeteil Tröstau.

Geographie Das ehemalige Dorf Grötschenreuth bildet mit Eulenloh im Westen und Tröstau im Norden eine geschlossene Siedlung. Durch den Ort fließt der Grötschenbach, ein rechter Zufluss der Röslau. Im Süden grenzt ein Golfplatz an, im Norden die Bundesstraße 303.

Geschichte Grötschenreuth wurde im Jahr 1475 erstmals schriftlich erwähnt. Es gab zu dieser Zeit einen Edelsitz der Herren von Hohenberg.J. M. Ritz, B. H. Röttger: Landkreis Wunsiedel und Stadtkreis Marktredwitz, S. 116. 1499 bestand der Ort aus einem Anderthalbhof, sieben Höfen und einer Mühle. 1787 bildete „Krötschenreuth“ mit Eulenloh eine Realgemeinde; es gab vier Dreiviertelhöfe, acht Halbhöfe, zwei Dreiachtelhöfe, einen Viertelhof, eine Mühle, zehn Tropfhäuser, ein Zechenhaus und ein Hirtenhaus. Das Hochgericht übte das brandenburg-bayreuthische Sechsamt Wunsiedel aus.Oberfränkische Verlagsanstalt Hof (Hrsg.): Der Landkreis Wunsiedel, S. 158.

Von 1797 bis 1810 unterstand Grötschenreuth dem Justiz- und Kammeramt Wunsiedel. Mit dem Gemeindeedikt wurde Grötschenreuth dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Tröstau und der mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstandenen Ruralgemeinde Tröstau zugewiesen.

Baudenkmäler In Grötschenreuth gibt drei Baudenkmäler: Grötschenreuther Straße 7: Gasthaus zur Post Grötschenreuther Straße 9: Wohnstallhaus Grötschenreuther Straße 20, 22: Wohnstallhaus

ehemaliges Baudenkmal Haus Nr. 12: Bauernhaus. Mit Fachwerkobergeschoss des 18. Jahrhunderts, Satteldach-Küche gewölbt. Stube mit flacher Decke auf Unterzug. Zum Obergeschoss eine steinerne, ein Viertel gewundene Treppe. Stall mit vier kreuzgewölbten Jochen zwischen Gurtbögen, die auf einem quadratischen Mittelpfeiler ruhen.J. M. Ritz, B. H. Röttger: Landkreis Wunsiedel und Stadtkreis Marktredwitz, S. 116. Denkmalschutz aufgehoben, Objekt evtl. abgerissen. Ursprüngliche Hausnummerierung.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1910 1925 1950 1961Einwohner 190 104 170 153 177 200 197 337 307HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1885 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 28 31 33 38 52Quelle Dort als Kretschenreuth aufgelistet. https://gov.genealogy.net/item/show/source_276668

Religion Grötschenreuth ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und war ursprünglich nach St. Peter (Schönbrunn) gepfarrt, seit den 1960er Jahren ist die Pfarrei Christuskirche (Tröstau) zuständig.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Geographie (Tröstau) Kategorie:Ort im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Kategorie:Ersterwähnung 1475