In Search of Darkness ist eine US-amerikanische Dokumentarfilmreihe über Horrorfilme der 1980er-Jahre. Regie führte David A. Weiner. Die Reihe umfasst drei mehrstündige Filme, die zwischen 2019 und 2023 veröffentlicht wurden. Sämtliche Produktionen wurden über Crowdfunding-Kampagnen finanziert und international vertrieben.
Die Filme beleuchten die Ästhetik, Produktionsbedingungen und kulturelle Wirkung des 1980er-Horrorkinos anhand zahlreicher Interviews mit Schauspielern, Regisseuren, Maskenbildnern, Produzenten und Genre-Historikern.
Inhalt Die Dokumentarfilmreihe untersucht chronologisch Entwicklungen des Horrorfilms in den 1980er-Jahren. Neben filmhistorischen Aspekten werden Themen wie Zensur, Spezialeffekte, Musik, Fan-Kultur und die aufkommende Home-Video-Vermarktung behandelt, die das Genre nachhaltig prägten.
Filme
In Search of Darkness (2019) Der erste Film erschien 2019 und widmet sich zentralen Horrorproduktionen der 1980er-Jahre. Zu den Interviewpartnern gehören unter anderem John Carpenter, Heather Langenkamp, Tom Atkins, Kane Hodder und Barbara Crampton.
Der Film wurde positiv aufgenommen und für seinen tiefgehenden Überblick sowie die Laufzeit von über vier Stunden gelobt.
In Search of Darkness: Part II (2021) Die Fortsetzung In Search of Darkness: Part II erschien 2021 und behandelt über 80 weitere Genreproduktionen. Der Interviewkreis wurde erweitert und vertieft unter anderem Themen wie Low-Budget-Arbeiten, Rollenvorbilder sowie industrielle Mechanismen des VHS-Marktes.
Wie sein Vorgänger wurde auch dieser Film über Crowdfunding realisiert.
In Search of Darkness: Part III (2023) Der dritte Teil der Reihe erschien 2023 und bildet den Abschluss des Projekts. Er widmet sich Randbereichen des Genres und weniger bekannten Titeln und verstärkt kulturhistorische Perspektiven. Neben Einordnungen und Rückblicken auf vorherige Teile tritt die langfristige Bedeutung des 1980er-Horrorkinos stärker in den Vordergrund.
Produktion Produziert wurde die Filmreihe von CreatorVC. Regie führte David A. Weiner, der zuvor als Journalist tätig war, unter anderem als Chefredakteur des Magazins Famous Monsters of Filmland.
Die Finanzierung erfolgte über mehrere Crowdfunding-Kampagnen auf Kickstarter und Indiegogo.
Veröffentlichung Alle drei Filme wurden zunächst exklusiv über CreatorVC vertrieben, bevor sie im internationalen Streaming- und Heimvideomarkt erschienen.
Die ungewöhnlich lange Laufzeit von jeweils über vier Stunden erregte Aufmerksamkeit in Horrorfankreisen.
Auf einigen Streaming-Plattformen – darunter Prime Video und Apple TV – werden die drei Filme als Serie in drei Staffeln zu je vier Episoden mit Laufzeiten von etwa 60 bis 85 Minuten ausgewertet. Inhaltlich entspricht diese episodische Fassung den jeweiligen Langfilmversionen, wurde jedoch aus Gründen der Nutzungsfreundlichkeit für das Streaming in einzelne Folgen unterteilt.
Für den physischen Heimkinovertrieb (Blu-ray) erschienen hingegen die jeweiligen durchgehenden Langfilmfassungen. Die Blu-ray-Ausgaben weisen Laufzeiten von etwa 260 Minuten (Teil I), 263 Minuten (Teil II) sowie rund 340 Minuten (Teil III) auf und enthalten keinen episodischen Schnitt.
Medienecho Die Reihe wurde von Kritikern überwiegend positiv aufgenommen. Gelobt wurden der umfangreiche Interviewumfang, der nostalgische Zugang und die detaillierte Aufarbeitung des 1980er-Genrefilms.
Einzelne Kritiken bemängelten die große Fülle an Material, das wenig kuratiert wirke, sowie die starke fanorientierte Perspektive.
Bedeutung Mit einer Gesamtlaufzeit von über zwölf Stunden und hunderten Interviewsegmenten zählt die Reihe zu den umfangreichsten dokumentarischen Projekten zum Horrorkino der 1980er-Jahre. Damit überschreitet In Search of Darkness deutlich den Rahmen üblicher filmhistorischer Dokumentationen.
Im Vergleich zu Werken wie Nightmares in Red, White and Blue (2009) bietet die Reihe eine erheblich umfassendere Betrachtung des Genres. Eine ähnlich ausgedehnte Laufzeit besitzt lediglich das Franchise-Porträt Crystal Lake Memories (2013), das jedoch ausschließlich die Filmreihe Freitag der 13. behandelt und damit thematisch deutlich enger gefasst ist.
Durch die Vielzahl beteiligter Filmschaffender und den breiten thematischen Zugriff trägt die Reihe zu einer detaillierten historiografischen Einordnung des Horrorfilms der 1980er-Jahre bei.
Fortsetzung / Begleitprojekte Der große Crowdfunding-Erfolg von In Search of Darkness bildete die Grundlage für weitere thematisch verwandte Dokumentarfilme des Produktionsunternehmens CreatorVC. Auf Basis des etablierten Konzepts – lange Laufzeit, Interview-Mosaik mit Filmschaffenden sowie ein retrospektiver Blick auf Genrekultur der 1980er-Jahre – entstand In Search of Tomorrow (2022), das sich auf Science-Fiction-Filme der 1980er-Jahre konzentriert.
Weblinks
Offizielle Website von CreatorVC (englisch)
Einzelnachweise
Kategorie:Filmreihe Kategorie:Horrorfilm Kategorie:Filmgeschichte Kategorie:US-amerikanischer Film Kategorie:Direct-to-Video-Produktion Kategorie:Crowdfunding