Christine Färber (* 5. Dezember 1964 in Bonndorf im Schwarzwald; † 26. Dezember 2018 in Potsdam) war eine deutsche Feministin, Wissenschaftlerin und Frauenpolitikerin.
Leben Christine Färber wurde am 5. Dezember 1964 in Bonndorf im Hochschwarzwald geboren.Amtsblatt für Brandenburg 2009 (PDF), abgerufen am 4. November 2025 Sie studierte Politikwissenschaft, Philosophie und Amerikanistik in Deutschland und den Vereinigten Staaten.Frauenpolitischer Rat: Frauenperspektiven in Brandenburg, 2012, abgerufen am 6. November 2011 Ihre Magisterarbeit schrieb sie 1990. Sie trug den Titel: Gibt es ein frauenspezifisches Partizipationsverhalten?
Von 1991 bis 1999 war sie Frauenbeauftragte der Freien Universität Berlin. Als Geschäftsführerin war sie ab 1999 für ihr Unternehmen Competence Consulting tätig. Für die Bundesregierung leitete sie die Machbarkeitsstudie Gender Budgeting. Die Stadt Freiburg und das Land Berlin begleitete sie wissenschaftlich bei der Einführung von Gender Budgeting. Als Expertin auf diesem Gebiet beriet sie die Bundesregierung, viele Landesregierungen und Kommunen, und wirkte als Expertin beim Europarat mit. Färber war Mitglied der SPD und gehörte dem SPD-Landesvorstand Brandenburg an. In den 90er Jahren war sie Mitglied der Landeshochschulstrukturkommission Berlin, der Kommission für studentische Angelegenheiten der Hochschulrektorenkonferenz und war Sprecherin der Bundes- und der Landeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen. Auch hatte sie einen Sitz im Rundfunkrat des Rundfunks Berlin-Brandenburg.
Als Gesundheits- und Politikwissenschaftlerin war sie von 2006 bis 2017 Professorin für Empirische Sozialforschung an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Hamburg. Bis Ende 2017 leitete sie das Department Gesundheitswissenschaften.Rita Bake: Christina Färber in Frauenbiografien Hamburg, abgerufen am 6. November 2025
Ihr wurde 2018 vom Landesfrauenrat Hamburg die „Hammonia“ verliehen.
Färber war mit dem Arbeitsrichter, Gewerkschafter und Politiker Robert Crumbach verheiratet. Sie hatte zwei Kinder und lebte mit ihrer Familie in Potsdam. Sie starb am 26. Dezember 2018 nach einer schweren Krebserkrankung. In Hamburg wurde sie mit einem Frauenort geehrt.
Werke gemeinsam mit Cornelia Hösl-Kulike: Gender Budgeting, Dashöfer, 2016, ISBN 978-3-89236-134-3 gemeinsam mit Maria Ute Riedler-Lindthaler: Black Box Berufung: Strategien auf dem Weg zur Professur, Campus Verlag, 2016, ISBN 978-3-593-50641-8 gemeinsam mit Ulrike Spangenberg: Wie werden Professuren besetzt?, Campus Verlag, 2008, ISBN 978-3-593-38584-6 als Herausgeberin: Sexuelle Gesundheit von Frauen und Männern in afrikanisch-deutscher Perspektive, Verlag Barbara Budrich, 2018, ISBN 978-3-8474-2066-8
Einzelnachweise
Weblinks
Christine Färber auf Frauenbiografien Hamburg Frauenpolitischer Rat: Nachruf auf Christine Färber
Kategorie:Frauenrechtler (Deutschland) Kategorie:SPD-Mitglied Kategorie:Hochschullehrer (HAW Hamburg) Kategorie:Geehrte des Projekts Frauenorte Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1964 Kategorie:Gestorben 2018 Kategorie:Frau