mini|St. Barara Otovice St. Barbara ist eine römisch-katholische Filialkirche in Otovice u Broumova (deutsch Ottendorf) im Okres Náchod in Tschechien. Sie gehört zum Dekanat Broumov (Braunau).
Geschichte An der Stelle der heutigen Kirche stand eine protestantische Holzkirche, die 1724 abgetragen wurde. Der heutige Bau wurde als Filialkirche der Pfarrkirche in Märzdorf 1724–1726 nach Entwurf des Prager Architekten Kilian Ignaz Dientzenhofer erbaut und zu Ehren der hl. Barbara von Nikomedien geweiht.
Bauwerk Der Hauptbau der Kirche steht auf elliptischem Grundriss, der ringsum von einem Kapellenkranz umgeben ist. Dieser besteht abwechselnd aus halbkreisförmigen und oktogonalen Kapellen. Je eine von diesen Kapellen bildet den Eingangsraum und die Sakristei. Der Hochaltar steht vor der Sakristeikapelle. Die acht Pfeiler der Kirche sind mit schlanken Pilastern geziert, die eine einfache Verkröpfung tragen, über der ein maßvoll profiliertes Gebälk liegt, das über eine Kehlung zu einer geraden Rohrdecke führt. Die Kapellen sind mit polygonalen Gewölben eingedeckt. Später ist noch eine Balkonempore eingezogen worden.
Ausstattung Der hölzerne Hochaltar ist barock. Im Obergeschoss des Altares thront Christus der Erlöser mit dem Kreuz, zu beiden Seiten flankieren je ein Engel. Das Hochaltarbild zeigt die Enthauptung der Barbara. Über den Eingangstüren rechts und links vom Altar zur Sakristei stehen geschnitzte Statuen des hl. Josef und des hl. Benedikt. Weitere Statuen in den Nischen des rechten Seitenaltares stellen den Apostel Petrus und Paulus dar. In dieser Seitenkapelle steht ein sehr interessanter Altar, der sicher später hier erst seine Aufstellung gefunden hat. Das Rahmenwerk und die Schnitzerei zeigen den sogenannten Knorpelstil des ausgehenden 17. Jahrhunderts. Die Halbreliefs und die ursprünglich hier aufgestellte Figuren der Mutter Gottes sind Arbeiten der frühen Renaissance. Die Kanzel mit den Vier Evangelisten und der hl. Barbara entspricht dem Hochaltar. Die Kirche besitzt auch eine Zinnlampe im Stil des Rokoko aus dem Jahre 1760 für das Ewige Licht. Die beiden Sanktus-Leuchter wurden wohl vom gleichen Meister gestaltet, der die übrigen Werke der Kirche geschnitzt hat.
Quellen
Weblinks
Einzelnachweise
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