Die Mashū-Klasse () ist eine Klasse von zwei Flottenversorgern der Japanischen Maritimen Selbstverteidigungsstreitkräfte (JMSDF), die seit 2006 in Dienst steht.

Geschichte Die Mashū-Klasse ist eine Weiterentwicklung der vorgehenden, noch aus den 1980er Jahren stammenden, Versorgungsschiffe der Towada-Klasse. Aufgabe der Schiffe ist die Versorgung der Kampfgruppen der japanischen maritimen Selbstverteidigungskräfte, um deren operative Stehzeit im jeweiligen Einsatzgebiet zu verlängern.

Die beiden Schiffe der Klasse wurden im Jahr 2000 bzw. 2001 bestellt, zwischen 2003 und 2005 bei zwei privaten Werften gebaut und sollen ab 2036 durch neue Einheiten ersetzt werden.

Einheiten Kennung Name Kiellegung Stapellauf Fertigstellung Indienststellung Heimathafen AOE-425 Mashū () 21. Januar 2002 6. Februar 2003 15. März 2004 3. April 2006 Maizuru AOE-426 Ōmi () 7. Februar 2003 19. Februar 2004 3. März 2005 3. April 2006 Yokosuka

Technische Beschreibung Rumpf und Antrieb Der Rumpf eines Schiffes der Mashū-Klasse ist über alles 221 Meter lang, 27 Meter breit und hat bei einer maximalen Verdrängung von 25.000 Tonnen einen Tiefgang von 8 Metern. Beide Einheiten verfügen über einen Hangar und ein Landedeck zum Einsatz eines Bordhubschraubers. Der Antrieb erfolgt durch zwei Rolls-Royce Spey SM1C-Gasturbinen, mit einer Gesamtleistung von 40.000 PS (29.420 kW). Diese geben die Leistung an zwei Wellen mit je einer fünfblättrigen Schraube weiter. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 24 Knoten (44 km/h) und die maximale Fahrstrecke 9.500 Seemeilen (17.594 km) bei 20 Knoten.

Bewaffnung und Elektronik Zur Selbstverteidigung der Schiffe dienen mehrere körpergesteuerte 12,7-mm-Maschinengewehre (Browning M2HB) und eine Reihe von Handfeuerwaffen. Des Weiteren noch zwei Mk 36 SRBOC-Systeme mit je zwei sechsrohrigen Mk 137-Täuschkörperwerfern zum Abfeuern von Düppel- und Infrarotraketen. Es besteht die Möglichkeit, an zwei vorbereiteten Positionen Nahbereichsverteidigungssysteme des Typs Phalanx einzurüsten.

Die elektronische Ausrüstung der Schiffe der Klasse besteht aus einem Seeraumüberwachungsradar OPS-28E und einem Navigationsradar OPS-20. Des Weiteren noch ein System des Typs NOLR-8B für die elektronischen Unterstützungsmaßnahmen (Elektronischer Kampf).

Transportkapazität Die Transportkapazität beläuft sich auf circa 10.000 Tonnen Betriebsstoffe, Verbrauchsgüter, Proviant und Munition. Der Umschlag erfolgt an vier RAS-Stationen oder mittels der mitgeführten Hubschrauber.

Zur sanitätsdienstlichen Versorgung des Schiffes oder zu unterstützenden Einheiten gibt es im Aufbau ein Lazarett mit einer Bettenkapazität von 46 Personen.

Besatzung Die Besatzung hat eine Stärke von 145 Offizieren, Unteroffizieren und Mannschaften.

Siehe auch Liste von Schiffen der Japanischen Maritimen Selbstverteidigungsstreitkräfte

Weblinks

AOE Mashu Class auf globalsecurity.org (englisch)

Einzelnachweise

Kategorie:Militärschiffsklasse (Japanische Selbstverteidigungsstreitkräfte) Kategorie:Hilfsschiffklasse