Karpówek () ist ein Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren und gehört zur Gmina Wilczęta (Deutschendorf) im Powiat Braniewski (Braunsberg).

Geographische Lage Karpówek liegt im Nordwesten der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 13 Kilometer nordöstlich von Pasłęk (Preußisch Holland) bzw. 24 Kilometer südlich der heutigen Kreismetropole Braniewo ().

Geschichte Das um 1820 gegründete große Vorwwerk Muttersegen war ein Wohnplatz des Gutsdorfs Schlobitten (polnisch Słobity) im ostpreußischen Kreis Preußisch Holland.Dietrich Lange: Muttersegen, in: Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005) Auch die Vorwwerke Stöpen (polnisch Stojpy) und Brünneckshof (Bronikowo) gehörten dazu.Meyers Gazetteer: Schlobitten Muttersegen zählte im Jahre 1910 71 Einwohner.

Am 30. September 1928 wurde das Vorwerk Muttersegen zusammen mit dem Hauptgut Schlobitten und den Gutsbezirken Guhren (polnisch Góry), Nikolaiken (Mikołajki) und Schönfeld (Krasinek) zu der neuen Landgemeinde Schlobitten zusammengeschlossen.Rolf Jehke: Amtsbezirk Schlobitten

Als 1945 das gesamte südliche Ostpreußen in Folge des Zweiten Weltkrieges an Polen fiel wurde der Ort in Karpówek umbenannt. Heute ist der Ort eine Ortschaft innerhalb der Gmina Wilczęta (Landgemeinde Deutschendorf) im Powiat Braniewski (Kreis Braunsberg), von 1975 bis 1998 der Woiwodschaft Elbląg, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.

Religion Bis 1945 gehörte Muttersegen zum Sprengel Schlobitten der vereinigten evangelischen Kirchengemeinden Herrndorf-Schlobitten im Kirchenkreis Preußisch Holland in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union,Walther Hubatsch: Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 471 außerdem zur römisch-katholischen Pfarrei Mühlhausen i. Ostpr. (polnisch Młynary) im Dekanat Braunsberg (polnisch Braniewo) im damaligen Bistum Ermland.Geschichtliches Orts-Verzeichnis (GOV): Muttersegen, Karpówek

Heute ist Karpówek zur evangelischen Kirchengemeinde ein Młynary hin orientiert, katholischerseits zur Pfarrei Słobity.

Verkehr Karpówek liegt an einer Nebenstraße, die von Słobity über Bronki (Breunken) und Lipowa (Lipprode) bis nach Księżno (Fürstenau) an der Woiwodschaftsstraße 509 führt.

Die nächste Bahnstation ist Słobity-Stacja an der nicht mehr regulär befahrenen Bahnstrecke Malbork–Braniewo. Die frühere Bahnstrecke Schlobitten–Bischdorf existiert nicht mehr.

Einzelnachweise

Kategorie:Gegründet 1820 Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Wilczęta