Haag ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Marktredwitz im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge (Oberfranken, Bayern). Haag liegt in der Gemarkung Wölsau.

Geographie Das Dorf Haag bildet eine geschlossene Siedlung mit Hammerberg im Süden und Neu-Haag im Südosten. Diese liegt auf freier Flur auf einer Hochebene, die gegen Norden ins Röslautal und gegen Süden ins Kösseinetal abfällt. Unmittelbar nördlich verläuft die Bundesstraße 303 und die Bahnstrecke Nürnberg–Cheb. Die Kreisstraße WUN 18 führt nach Wölsau (0,9 km südwestlich) bzw. nach Brand (1,4 km nordöstlich). Eine Gemeindeverbindungsstraße führt die Bundesautobahn 93 und die Staatsstraße 2169 überbrückend nach Marktredwitz (2,1 km südwestlich).

Geschichte Ende des 14. Jahrhunderts war Haag ein Leuchtenbergisches Lehen. Er bestand damals aus einem adeligen Ansitz und drei Ganzhöfen. Die Herren von Redwitz waren die Grundherren des Ortes. Das Hochgericht wechselte mehrfach, erst seit 1796 übte das brandenburg-bayreuthische Amt Arzberg dieses aus.Oberfränkische Verlagsanstalt Hof (Hrsg.): Der Landkreis Wunsiedel, S. 160.

Von 1797 bis 1810 unterstand Haag dem Justiz- und Kammeramt Wunsiedel. Mit dem Gemeindeedikt wurde Haag dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Brand zugewiesen. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstand die mittelbare Ruralgemeinde Haag, zu der Wölsau gehörte. 1824 wurde die Gemeinde unmittelbar. Sie unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Wunsiedel und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Wunsiedel. 1857/1860 wurde der Gemeindesitz nach Wölsau verlegt und die Gemeinde dementsprechend umbenannt. Am 1. Januar 1976 wurde Haag im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Marktredwitz eingemeindet.

Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2025Einwohner 84 88 95 97 119 111 127 83 82 43 30HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1885 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 14 14 14 12 12 12 Quelle

Religion Haag ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Bartholomäus (Marktredwitz) gepfarrt. Die Katholiken sind nach St. Josef (Marktredwitz) gepfarrt.

Literatur

Weblinks

Fußnoten

Kategorie:Ort im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Kategorie:Geographie (Marktredwitz) Kategorie:Gemeindegründung 1818