mini|Dorfkirche Boritz Die evangelische Dorfkirche Boritz ist eine im Kern barocke, neugotisch wiederaufgebaute Saalkirche mit neugotischem Turm im Ortsteil Boritz von Hirschstein im Landkreis Meißen in Sachsen. Sie gehört zum Pfarrbereich Hirschstein im Kirchenbezirk Meißen der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens, prägt mit ihrem weithin sichtbaren Turm die Elblandschaft zwischen Meißen und Riesa und ist eine offene Kirche.Information über offene Kirchen auf der Website des Kirchenbezirks

Geschichte und Architektur Die schlichte Saalkirche aus dem Jahr 1754 mit Ostturm wurde nach Blitzschlag im Jahr 1888 vom Dresdner Architekten Christian Schramm in neugotischen Formen wiederaufgebaut. Eine Restaurierung wurde im Jahr 1982 vorgenommen.

Das Bauwerk ist ein verputzter Bruchsteinbau mit geradem Ostschluss und steilem, im Westen abgewalmtem Satteldach. Korbbogenfenster erhellen das Bauwerk an der Nord- und Südseite des Saales. Der Turm wurde in unverputztem Bruchstein mit Stützpfeilern aus Sandstein erbaut, die sich über die unteren beiden Geschosse erstrecken.

Im Innern ist das Bauwerk flach gedeckt. Die Emporen an der Nord- und Südseite sind zweigeschossig, im Westen eingeschossig ausgebildet. Laubenartige Logen flankieren den Altar; die Einbauten stammen aus dem Jahr 1755 und sind mit einer Farbfassung aus dem Jahr 1886 versehen. Die Sakristei befindet sich hinter dem Altar im Turm.

Ausstattung Das Hauptstück der Ausstattung ist ein reich mit Schnitzwerk verzierter Flügelaltar vom Ende des 15. Jahrhunderts, welcher der Werkstatt des Meisters des Döbelner Hochaltars zugeschrieben wird und sich vermutlich vorher im Meißner Dom befand. Er wurde im Jahr 1886 neu zusammengesetzt, wobei die Architektur des Gesprenges ergänzt wurde. Er zeigt in der Predella die Heilige Sippe, im Schrein die Figuren der Heiligen Andreas, Laurentius und Nikolaus unter filigranem Rankenwerk. In den Kehlen des Rahmens sind rechts und links zwei kleine weibliche Heilige dargestellt. In den Flügeln sind die Darstellung des Ecce homo und der Schmerzensmutter zu sehen, auf den Rückseite gemalte Darstellungen der Heiligen Sebastian und des Papstes Fabian, im Gesprenge Christus als Weltenrichter.

Die Orgel ist ein Werk von Richard Kreutzbach aus dem Jahr 1887 mit 16 Registern auf zwei Manualen und Pedal, das im Jahr 1983 von Johannes Lindner überarbeitet wurde.

Literatur

Weblinks

Website der Kirchengemeinde

Einzelnachweise

Kategorie:Kirchengebäude im Landkreis Meißen Kategorie:Kulturdenkmal in Hirschstein Kategorie:Kirche in der Evangelisch-Lutherischen Landeskirche Sachsens Kategorie:Saalkirche in Sachsen Kategorie:Barocke Kirche Kategorie:Barockbauwerk in Sachsen Kategorie:Kirchengebäude des Historismus Kategorie:Bauwerk des Historismus in Sachsen Kategorie:Historistisch überarbeitetes Bauwerk Kategorie:Erbaut 1754 Kategorie:Zerstört in den 1880er Jahren Kategorie:Erbaut in den 1880er Jahren Kategorie:Kirchengebäude in Europa