mini|Madeleine Braun Madeleine Braun (geboren als Madeleine Weill am 25. Juni 1907 in Paris; gestorben am 22. Januar 1980 in Saint-Cloud) war eine französische Résistante und Politikerin.

Leben Madeleine Weill war die Tochter von Albert Weill, Geschäftsführer, und der Malerin Gabrielle Hirsch.Biographie extraite du dictionnaire des parlementaires français de 1940 à 1958 (La documentation française) im Weblink der Assemblée nationale Sie absolvierte ihre Ausbildung an der École Villiers und der Faculté de droit de Paris (Rechtsfakultät von Paris) und heiratete am 8. Juli 1930 den Geschäftsmann Jean Braun.

Sie engagierte sich gegen Krieg und Faschismus als Vorstandsmitglied in der Bewegung Amsterdam-Pleyel sowie im Internationalen Koordinations- und Informationskomitee zur Unterstützung der spanischen Republik, dessen stellvertretende Generalsekretärin sie unter der Leitung von Victor Basch und Paul Langevin war.Siehe Biographie im Weblink Maitron

Sie trat im Zweiten Weltkrieg dem Widerstand bei und war Mitglied der Bewegung Front national, die sie auf Wunsch von Georges Marrane in der Zone Sud mitbegründete.Siehe Literaturliste Christine Levisse-Touzé Braun war Redakteurin der Zeitung Patriote, deren Chefredakteurin sie nach der Befreiung Lyons wurde. Obwohl sie als Mitglied der Parti communiste français seit 1942 und Mitglied des Führungsgremiums des Front national besonders gefährdet war, gelang es ihr, der Verfolgung zu entgehen. Ihr Kampfname in der Résistance war Nicole.

Am 8. November 1944 wurde sie zur Abgeordneten der Assemblée consultative provisoire (Provisorische Beratende Versammlung) ernannt. Ab 1946 war sie Mitglied der Versammlungen der IV. Republik. Damit zählt sie zu den ersten weiblichen Abgeordneten in der französischen Geschichte. Am 14. Juni 1946 wurde sie zur Vizepräsidentin der Nationalversammlung gewählt. In dieser Funktion leitete sie abwechselnd mit den anderen Vizepräsidenten die Sitzungen und Debatten. Zusammen mit Germaine Peyroles war sie die erste Frau in der Geschichte der Republik, die dieses Amt bekleidete. Sie wurde am 3. Dezember 1946, am 14. Januar 1947, am 14. Januar 1948 und am 11. Januar 1949 erneut zur Vizepräsidentin der Nationalversammlung gewählt. Ihre Amtszeit endete am 10. Januar 1950, als sie einen der beiden Vizepräsidentenposten der Nationalversammlung, über die ihre Fraktion verfügte, an Mathilde Gabriel-Péri abtrat.

1951 kandidierte sie nicht erneut. Ab 1961 leitete sie zusammen mit Louis Aragon den Verlag Éditeurs français réunis.Siehe Biographien in den Weblinks Maitron und Sénat. Außerdem arbeitete sie für die Zeitschrift Europe.

Ehrungen mini|Place Madeleine Braun in Paris Ritter der Ehrenlegion Croix de guerre 1939–1945 Médaille de la Résistance

Im 10. Arrondissement von Paris ist ein Platz nach ihr benannt. Am 8. März 2023 wurde ihr zu Ehren an ihrem Platz in der Nationalversammlung eine Gedenktafel angebracht.

Werke

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

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