Karl Egil Aubert (* 19. August 1924 in Christiania; † 21. Oktober 1990 ebenda) war ein norwegischer Mathematiker.

Leben Aubert wurde in Oslo (bis 1924 Christiania) geboren. Nach dem Schulabschluss konnte er sein Studium während des Zweiten Weltkrieges an der Universität Oslo nicht fortsetzen, da sie während der deutschen Besetzung 1943 geschlossen wurde. Trotzdem veröffentlichte Aubert ab 1944 seine ersten mathematischen Aufsätze. Nach Kriegsende nahm er sein Studium wieder auf, das er 1951 an der Universität Oslo abschloss. Er unternahm mehrere Studienreisen nach Paris und wurde dort 1957 mit der Arbeit Contributions à la théorie des idéaux et à la théorie des valuations promoviert. 1960 wurde er Dozent und 1962 Professor an der Universität Oslo. Zwischen 1958 und 1960 war er als Research Assistant am Institute for Advanced Study in Princeton tätig.

Auberts Hauptarbeitsgebiet waren die abstrakte Algebra und speziell die idealen Zahlen. Mit seinen weiterführenden Beiträgen zur Idealtheorie knüpfte er an die Arbeiten von Ernst Eduard Kummer, Richard Dedekind und Leopold Kronecker an.

Er war Mitglied der Norwegischen Akademie der Wissenschaften, der Königlich Norwegischen Wissenschaftlichen Gesellschaft in Trondheim sowie der Finnischen Akademie der Wissenschaften. Von 1960 bis 1966 war er Präsident der Norwegischen Mathematischen Gesellschaft.

Der Soziologe Vilhelm Aubert war sein Bruder.

Weblinks

Eintrag von Karl Egil Aubert im Norsk biografisk leksikon (norwegisch) Karl Egil Aubert in der Datenbank zbMATH

Einzelnachweise und Anmerkungen

Kategorie:Mathematiker (20. Jahrhundert) Kategorie:Hochschullehrer (Universität Oslo) Kategorie:Mitglied der Norwegischen Akademie der Wissenschaften Kategorie:Mitglied der Finnischen Akademie der Wissenschaften Kategorie:Mitglied der Kongelige Norske Videnskabers Selskab Kategorie:Norweger Kategorie:Geboren 1924 Kategorie:Gestorben 1990 Kategorie:Mann