Juliana Makuchi Nfah-Abbenyi, oft kurz Makuchi (* 1958), ist eine kamerunische Schriftstellerin, Literaturwissenschaftlerin und Hochschullehrerin, die als Distinguished Professor für englische und vergleichende Literatur an der North Carolina State University tätig ist. Sie ist ehemalige Präsidentin der African Literature Association und veröffentlichte gleichermaßen wissenschaftliche Monografien und Belletristik, darunter Gender in African Women’s Writing: Identity, Sexuality, and Difference (1997) und Your Madness, Not Mine: Stories of Cameroon (1999).
Leben Nfah-Abbenyi wurde 1958 in der Südwest-Region Kameruns geboren und wuchs in der Nordwest-Region auf. Sie gehört zur Ethnie der Beba; als sie an der McGill University eine zweite Promotion in vergleichender Literaturwissenschaft abschloss, wurde sie in einem zeitgenössischen Porträt als erste Beba-Frau mit zwei Doktortiteln bezeichnet. Nach einem Bachelor in zweisprachigen Literaturwissenschaften (1979), einem Master/Maîtrise mit einem Schwerpunkt auf mündlicher Literatur (1981) und einem Doctorat 3ème Cycle in afrikanischer Literatur (1987) an der Universität Yaoundé promovierte sie 1994 an der McGill University. Akademische Stationen führten sie zunächst an die University of Southern Mississippi (1995–2006), bevor sie 2006 an die North Carolina State University wechselte, wo sie seit 2015 Distinguished Professor ist. An der NC State bekleidet sie zudem eine Dekanatsfunktion als Associate Dean for Faculty & Staff Development & Success.
Wirken Ihre Lehr- und Forschungsgebiete umfassen die Literatur Afrikas und der afrikanischen Diaspora, postkoloniale Literatur- und Kulturstudien sowie Frauen- und Genderstudien, und sie veröffentlicht erzählerische Prosa unter dem Namen Makuchi. In den Jahren 2015/2016 stand sie der African Literature Association vor; in ihrer Antrittsrede brachte sie das Oral-History-Projekt der Vereinigung auf den Weg. Zu ihren wichtigsten Büchern zählen die literaturwissenschaftliche Studie Gender in African Women’s Writing: Identity, Sexuality, and Difference (1997), die einen geschlechtertheoretischen Zugang zu Werken subsaharischer Autorinnen entwickelt, die Erzählsammlung Your Madness, Not Mine: Stories of Cameroon (1999) aus der Reihe „Research in International Studies: Africa Series“, in der postkoloniale Gegenwartserfahrungen – insbesondere von Frauen – in Kamerun betrachtet werden, sowie The Sacred Door and Other Stories: Cameroon Folktales of the Beba (2008), eine Aufbereitung von Beba-Erzähltraditionen. The Sacred Door and Other Stories ist eine Sammlung von 33 Erzählungen, die mythische, legendäre und volkstümliche Stoffe enthält und in drei Teile gliedert. Überdies war Nfah-Abbenyi eine der Herausgeberinnen der Lyrikanthologie Reflections: An Anthology of New Work by African Women Poets (2013).
Einzelnachweise
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