mini|Logo des DOK Leipzig Das 68. Internationale Leipziger Festival für Dokumentar- und Animationsfilm, kurz DOK Leipzig, fand vom 28. Oktober bis 2. November 2025 in Leipzig statt. Es wurden 252 Filme aus 55 Ländern gezeigt.
Hintergrund Vom 24. bis 26. Oktober 2025 fand das sogenannte Pre-Festival mit ausgewählten Filmen im Luru-Kino statt. Das Hauptfestival dauerte vom 28. Oktober bis zum 2. November. Parallel dazu wurden jeden Tag ausgewählte Filme im DOK-Stream zur Verfügung gestellt. Das Festival wurde durch den Dokumentarfilm Writing Life: Annie Ernaux Through the Eyes of High School Students von Claire Simon eröffnet. Das Festival wurde 2025 zum letzten Mal von Intendant Christoph Terhechte geleitet. Seine Nachfolgerin wird ab 2026 Ola Staszel sein.
Jeden Abend wurden Filme kostenlos in der Osthalle des Leipziger Hauptbahnhof und im Polnischen Institut gezeigt. Im Rahmen des Branchenforums DOK Industry gab es 50 Veranstaltungen.
Die Hauptspielstätten des Festivals waren Cinestar Leipzig und Passage Kinos. Daneben gab es einzelne Vorstellungen an folgenden Stätten: Schauburg, Cinémathèque Leipzig, UT Connewitz, Kinobar Prager Frühling und Schaubühne Lindenfels.
Wettbewerbe und Preise In den Wettbewerben wurden die Goldenen und Silbernen Tauben verliehen. Daneben gab es weitere Preise von Kooperationspartnern.
Internationaler Wettbewerb Dokumentarfilm In der Jury saßen Helen Gerritsen, Alain Kassanda, Annie Ohayon-Dekel, Kazuhiro Soda und Jim Stark. Die Goldene Taube Langfilm, mit 10.000 Euro dotiert, wurde vom MDR gestiftet. Ausgezeichnet wurde Peacemaker von Ivan Ramljak. Die Silberne Taube Langfilm, mit 6.000 Euro dotiert, wurde von 3sat für den besten Langfilm eines Nachwuchsregisseurs verliehen. Ausgezeichnet wurde Elephants & Squirrels von Gregor Brändli. Die mit 3.000 Euro dotierte Goldene Taube Kurzfilm wurde an After the Silence von Matilde-Luna Perotti vergeben. Die Silberne Taube Kurzfilm, mit 1.500 Euro dotiert, wurde von der Sächsischen Landesmedienanstalt für den besten Kurzfilm eines Nachwuchsregisseurs verliehen. Ausgezeichnet wurde String Pieces von Vatae Kimlee. nominiert: BAEA, Regie: Terra Long Café Kuba, Regie: David Shongo Clan of the Painted Lady, Regie: Jennifer Chiu Equal Dust, Regie: Jani Peltonen Ether, Regie: Luiza Calagian Far from the Light of Day, Regie: Yotam Ben-David Green Desert, Regie: Meliza Luna Venegas The Inheritors, Regie: Serge-Oliver Rondeau It Must Be Because I Decided to Leave, Regie: Zhuogun Chen L’mina, Regie: Randa Maroufi Melt, Regie: Nikolaus Geyrhalter Oscurana, Regie: Violeta Mora The Red Moon Eclipse, Regie: Caroline Guimbal A Scary Movie, Regie: Sergio Oksman The Thing to Be Done, Regie: Srđan Kovačević Unyagoni: Bahatiʼs Sex Education Journey, Regie: Saitabao Kaiyare
Internationaler Wettbewerb Animationsfilm In der Jury saßen Betina Kuntzsch, Aneta Ozorek und Jonatan Schwenk. Die Goldene Taube Langfilm, mit 3.000 Euro dotiert, wurde an Endless Cookie von Seth Scriver und Peter Scriver verliehen. Die mit 1.500 Euro dotierte Goldene Taube Kurzfilm ging an Paradaïz von Matea Radic. nominiert: Amarelo Banana, Regie: Alexandre Sousa Ancestor, Regie: Yasmine Djedje-Fisher-Azoume The Balcony’s View, Regie: Stella Hood Balentes, Regie: Giovanni Columbu Bar Croquette Freestyle, Regie: Maria Dakszewicz Blinded by the Lights, Regie: Francis Yushau Brown Clot, Regie: Levi Stoops Death Does Not Exist, Regie: Félix Dufour-Laperrière EX-tract, Regie: Marcel Barelli Floating, Regie: Jelena Milunović Force Times Displacement, Regie: Angel Yun Wu Four Percent, Regie: Monika Masłoń God Is Shy, Regie: Jocelyn Charles The Great History of Western Philosophy, Regie: Aria Covamonas How a River Is Born, Regie: Luma Flôres The In-The-Head Film, Regie: Konstantin von Sichart Jinsei, Regie: Ryuya Suzuki Kyiv Cake, Regie: Mykyta Lyskov Lights, Haze, Regie: Tata Managadze Lina, Regie: Remo Rauscher Murmuration, Regie: Janneke Swinkels, Tim Frijsinger Once in a Body, Regie: María Cristina Pérez Passageways, Regie: Milla Cummings, Geneviève Tremblay Petra and the Sun, Regie: Malu Furche, Stefania Malacchini Ping Pong, Regie: Tianji Yu Ploo, Regie: Jon Frickey
Deutscher Wettbewerb Dokumentarfilm In der Jury saßen Maike Mia Höhne, Gerd Kroske und Ines Weizman. Die mit 10.000 Euro dotierte Goldene Taube Langfilm wurde von Doris Apell-Kölmel und Michael Kölmel gestiftet. Ausgezeichnet wurde Active Vocabulary von Yulia Lokshina. Die Goldene Taube Kurzfilm, mit 1.500 Euro dotiert, wurde an Boma a Bopa von Jana Rothe vergeben. Eine lobende Erwähnung ging an Cold Call von Stefanie Schroeder. nominiert: Alter Ego, Regie: Sonia Leliukh bendungan, Regie: jee chan Ekbatana, Regie: Simon Dickel, Werner Müller Holler for Service, Regie: Ole Elfenkaemper, Kathrin Seward I Don’t Think I’m Alone in This, Regie: Jack Wolf Intersection – Alles ist politisch, Regie: Karoline Rößler A Jewish Problem, Regie: Ron Rothschild Kamogawa, Regie: Rainer Komers Die Narben der Mutter, Regie: Tete Hoffmann Nonna, Regie: Vincent Graf Offenes Spiel, Regie: Justus Hanfland, Rasoul Mohammadi Koussehabad Sedimente, Regie: Laura Coppens Vanished Past, Regie: Anna-Maria Dutoit Viel Spaß in Venedig, Regie: Leonard Volkmer Weißer Rauch über Schwarze Pumpe, Regie: Martin Gressmann The Woman Who Poked the Leopard, Regie: Patience Nitumwesiga You Don’t Look Nothing Alike, Regie: Eva Świątkowski, Ali Ekber Vural
Publikumswettbewerb In der Jury saßen fünf Personen aus Leipzig und Umland. Die Goldene Taube, mit 3.000 Euro dotiert, wurde von der Leipziger Gesellschaft zur Förderung der Filmkunst e. V. und der Leipzig Stiftung gestiftet. Ausgezeichnet wurde Cutting Through Rocks von Sara Khaki und Mohammadreza Eyni. nominiert: Better Go Mad in the Wild, Regie: Miro Remo Coexistence, My Ass!, Regie: Amber Fares Life After Siham, Regie: Namir Abdel Messeeh The Lions by the River Tigris, Regie: Zaradasht Ahmed Natchez, Regie: Suzannah Herbert Queens of Joy, Regie: Olga Gibelinda Take the Money and Run, Regie: Ole Juncker Welded Together, Regie: Anastasiya Miroshnichenko Yanuni, Regie: Richard Ladkani
Doc Alliance Award Der Doc Alliance Award wurde von sieben Filmfestivals gemeinsam vergeben, die jeweils einen Lang- und einen Kurzfilm nominierten. Das DOK Leipzig zeigte eine Auswahl der nominierten Filme. Die Jury bestand aus Fernando Ganzo, Gerald Weber und Caroline Kirberg. Als bester Kurzfilm wurde We Had Fun Yesterday von Marion Guillard und als bester Langfilm The Shards von Masha Chernaya ausgezeichnet. nominiert: Fear Nothing, Regie: Tuva Björk Flophouse America, Regie: Monica Strømdahl Grey Zone, Regie: Daniela Meressa Rusnoková Sixty-Seven Milliseconds, Regie: fleuryfontaine Unstable Rocks, Regie: Ewelina Rosińska A Want in Her, Regie: Myrid Carten
Weitere Preise Der DEFA-Förderpreis, mit 4.000 Euro dotiert, wurde von der DEFA-Stiftung für einen herausragenden Langfilm aus dem Deutschen Wettbewerb Dokumentarfilm gestiftet. Ausgezeichnet wurde The Woman Who Poked the Leopard von Patience Nitumwesiga. Der MDR-Filmpreis, mit 3.000 Euro dotiert, wurde für einen herausragenden osteuropäischen Dokumentarfilm vergeben. Ausgezeichnet wurde Welded Together von Anastasiya Miroshnichenko. Der Filmpreis Leipziger Ring, mit 2.500 Euro dotiert, wurde von der Stiftung Friedliche Revolution für einen hervorragenden Dokumentarfilm über Menschenrechte, Demokratie oder bürgerschaftliches Engagement gestiftet. Ausgezeichnet wurde A Simple Soldier von Artem Ryzhykov und Juan Camilo Cruz. Der mit 2.000 Euro dotierte Preis der Interreligiösen Jury wurde für einen Film im Internationalen Wettbewerb Dokumentarfilm vom Hotel Michaelis, dem Interreligiösen Runden Tisch und dem Oratorium Leipzig gestiftet. Ausgezeichnet wurde The Thing to Be Done von Srđan Kovačević und lobend erwähnt Clan of the Painted Lady von Jennifer Chiu. Der ver.di-Preis für Solidarität, Menschlichkeit und Fairness, mit 2.000 Euro dotiert, wurde an The Woman Who Poked the Leopard von Patience Nitumwesiga vergeben. Der FIPRESCI-Preis für einen Film im Internationalen Wettbewerb Dokumentarfilm wurde an The Red Moon Eclipse von Caroline Guimbal vergeben. Der mit 2.000 Euro dotierte Young Eyes Film Award wurde von der Europäischen Stiftung der Rahn Dittrich Group für Bildung und Kultur gestiftet. Ausgezeichnet wurde Fantastique von Marjolijn Prins. Der mephisto-97.6-Preis für den besten kurzen Animationsfilm ging an Once in a Body von María Cristina Pérez. Der Preis Gedanken-Aufschluss wurde von einer Jury aus Strafgefangenen der Jugendstrafvollzugsanstalt Regis-Breitingen verliehen. Ausgezeichnet wurde Sedimente von Laura Coppens und lobend erwähnt Clot von Levi Stoops. Mit dem film.land.sachsen-Preis für Filmkultur im ländlichen Raum wurde Intersection – Alles ist politisch von Karoline Rößler ausgezeichnet.
Reihen Retrospektive: Un-American Activites In dieser Reihe wurden Dokumentarfilme gezeigt, die zwischen 1962 und 1989 auf der Leipziger Dokumentarfilmwoche liefen. Sie übten Kritik an den USA ihrer Zeit und passten damit in die antiamerikanische Ideologie der DDR. Army a.k.a. Army Film (Newsreel #36) Black Panther a.k.a. Off the Pig, San Francisco Newsreel Break & Enter a.k.a. Squatters (Newsreel #62) The Chicago Maternity Center Story, Regie: Jerry Blumenthal, Suzanne Davenport, Sharon Karp, Gordon Quinn, Jenny Rohrer Commitee on Un-American Activities, Regie: Robert Carl Cohen Different Sons, Regie: Jack Ofield Golub, Regie: Jerry Blumenthal, Gordon Quinn The Good Fight: The Abraham Lincoln Brigade in the Spanish Civil War, Regie: Noel Buckner, Mary Dore, Sam Sills Harlan County U.S.A., Regie: Barbara Kopple iHuelga!, Regie: Ralph McGrew In the King of Prussia, Regie: Emile de Antonio In the Year of the Pig, Regie: Emile de Antonio Millhouse: A White Comedy, Regie: Emile de Antonio My Country Occupied (Newsreel #151), Regie: Heather Archibald, Tami Gold People’s Firehouse No. 1, Regie: Paul Schneider Point of Order!, Regie: Emile de Antonio Rush to Judgement, Regie: Emile de Antonio A Song for Dead Warrior, Regie: Norma Allen, Michael Anderson, Larry Janss, Saul Landau, Rebecca Switzer, Billy Yahraus Sons and Daughters, Regie: Jerry Stoll Sunday, Regie: Dan Drasin Teach Our Children, Regie: Christine Choy, Susan Robeson Trick Bag, Regie: Peter Kuttner, Jerry Blumenthal, Susan Delson Union Maids, Regie: Jim Klein, Miles Mogulescu, Julia Reichert Where Did You Get That Woman, Regie: Loretta Smith Wildcat, Regie: Deborah Shaffer, Bigan Saliani, Rhody Streeter, Bonnie Friedman Witness to War: Dr. Charlie Clements, Regie: Deborah Shaffer
Animation Perspectives nominiert The Burden, Regie: Niki Lindroth von Bahr Intermission, Regie: Réka Bucsi Love, Regie: Réka Bucsi Solar Walk, Regie: Réka Bucsi Something to Remember, Regie: Niki Lindroth von Bahr Symphony No. 42, Regie: Réka Bucsi Tord and Tord, Regie: Niki Lindroth von Bahr
Animation Night Abstronic, Regie: Mary Ellen Bute ANIMAC Demos, Regie: Lee Harrison Aquarelles, Regie: Vibeke Sorensen, Tom DeWitt, Dean Winkler Cycles, Regie: Stephen Beck, Jordan Belson Drug Abuse, Regie: Pat Lehman Electronic Masks, Regie: Barbara Sykes Five-Minute Romp Through the IP, Regie: San Sandin Heartbeat, Regie: Bill Etra, Louise Ledeen Mona Lisa, Regie: Toshio Matsumoto Sun Ra’s Calling Planet Earth with the OVC, Regie: William Sebastian Vocabulary, Regie: Woody Vasulka
Camera Lucida Bulle Ogier, Portrait of a Hidden Star, Regie: Eugénie Grandval Conbody vs Everybody, Regie: Debra Granik Little, Big, and Far, Regie: Jem Cohen Time to Land, Regie: Raphaël Girardot, Vincent Gaullier
Panorama: Mittel- und Osteuropa The Birds Are Silent, Regie: Leo Dzhyshyashvili Dance with Me, Dad, Regie: Małgorzata Goździk Dom, Regie: Massimiliano Battistella Imago, Regie: Déni Oumar Pitsaev Night Sky Elevator, Regie: Csanád Bakas-Soós