mini|hochkant=0.4|Wappen derer von Rochow Adam Ernst I. von Rochow (geb. 25. August 1676 in Plessow; gest. 7. Mai 1705 in Stülpe) war ein preußischer Landrat, Kriegskommissar und Gutsherr.Moritz Maria von Weittenhiller: Genealogisches Taschenbuch der Ritter- und Adels-Geschlechter. 1879. Vierter Jahrgang, Verlag Buschak & Irrgang, Brünne/Wien 1878, S. 504.

Herkunft Adam Ernst I. von Rochow war Angehöriger des märkischen Adelsgeschlechts Rochow. Er war Sohn des Plessower Gutsherrn Hans Ernst von Rochow (1633–1686), einem kurbrandenburgischer Kammerjunker und Kommissarius, Erbherren auf Plessow, Zolchow, Bliesendorf und Kammerode, sowie von dessen Ehefrau Louisa von Hake (1654–1694).Moritz Maria Edler von Weitenhiller: Genealogisches Taschenbuch der Ritter-und Adelsgeschlechter. 1879. Vierter Jahrgang, Verlag Bruschak & Irrgang, Brünn/Wien 1878, S. 502 f.

Leben Adam Ernst I. von Rochow war Erbherr auf Zolchow, Stülpe, Holbeck, Schmielickendorf und Ließen. Nach seinem Umzug auf das Gut Stülpe wurde Rochow im Jahr 1701 von den Ständen des Luckenwaldeschen Kreises zum Commissarius (Landrat) gewählt.Adolf Friedrich August von Rochow-Stülpe: Nachrichten zur Geschichte des Geschlechts derer von Rochow und ihrer Besitzungen. Ernst & Korn, Berlin 1861, S. 124 f. Dieses Amt bekleidete er bis zu seinem frühen Tod im Alter von 28 Jahren im Jahr 1705.

Familie Adam Ernst I. von Rochow war seit 1704 in erster Ehe mit Christiane Charlotte (1683–1741), geb. von Eimbeck, verheiratet,Genealogisches Taschenbuch der Ritter- und Adels-Geschlechter. 1879. Vierter Jahrgang, Verlag Buschak & Irrgang, Brünn/Wien 1878, S. 504. Tochter der Hedwig von Hagen, sonst Geist genannt, und des Oberstwachtmeisters Balthasar Hempo von Eimbeck. Das einzige Kind von Adam Ernst I. und Charlotte war Adam Ernst II. von Rochow. Er wurde 1705 als Posthumus geboren.Leopold Freiherr von Zedlitz-Neukirch: Neues Preussisches Adels-Lexicon oder genealogische und diplomatische Nachrichten. Band 4, Verlag der Gebrüder Reichenbach, Leipzig 1837, S. 430. Adam Ernst II. von Rochow-Stülpe wurde Stabs-Capitain (Hauptmann) und Rittmeister im Preußischen Heer und war Erbherr auf Stülpe, Holbeck, Schmielickendorf und Ließen. Von November 1757 bis 1759 assistierte er dem erkrankten Landrat des Luckenwaldeschen Kreises, Peter Christian von Wobeser.

In zweiter Ehe war Rochows Witwe Charlotte seit 1706 mit dem MitbegründerMatthias Helle: Ludwig von Oppen, Domherr und Mitbegründer der Ritterakademie. In: Berichte und Forschungen aus dem Domstift Brandenburg. Band 4, Hrsg. Domstift Brandenburg, Verlag Traugott Bautz, Nordhausen 2011, , S. 149–156. der Brandenburger Ritterakademie Ludwig von Oppen (1663–1716), zugleich Senior und Domherr des Stifts Brandenburg, verheiratet, dessen Sohn aus seiner vorherigen Ehe, Ludwig von Oppen (1704–1779), Offizier wurde und Gutsherr in Fredersdorf im Hohen Fläming. Ihre dritte Ehe schloss Charlotte, geb. von Eimbeck, verwitwete von Rochow und von Oppen, um 1717 mit dem Landrat Eberhard(t) Wilhelm von Hohnstedt, der teils als Pächter der 4000 ha-Herrschaft und von Schloss Stülpe agierte.

Nachleben Von ihm selbst sind kaum mehr Zeugnisse vorhanden. Im Brandenburgischen Landeshauptarchiv befindet sich neben dem 1991 sichergestellten Gutsarchiv der Familie von Rochow-Stülpe-Plessow eine später nachgefertigte Skizze, etwa aus 1724, vom alten Stülper Schlossareal, vor dem Umbau des Herrenhauses durch seinen Sohn, um 1754. Seine Leichenpredigt, die Gottlieb Treuer zugeschrieben ist, befindet sich dagegen in der Bibliothek der Universität Halle-Wittenberg: Die wohl-gegründete Stadt Gottes, Welche Alle Glaubigen mit Abraham erwarten, Ward Aus Apoc. 21. v. 3. 4. Als Der ... Hr. Adam Ernst von Rochow Königl. Preußis. Hoch-bestallter Land- und Kreis. in sein Erb-Begräbnüs am 10. Xbr. des 1705 Jahres Beygesetzet wurde .... (Leichenpredigt). 1705.Leichenprädigt. 1705., In: Bibliothek der Universität Halle-Wittenberg. Wittenberg 2025. In der Dorfkirche Bretsch habe sich viele Grabsteine der Familie von Eimbeck erhalten.Altmärkischer Verein für Vaterländische Geschichte und Industrie (Hrsg.): Motive Dorfkirche Bretsch: Grabanlage der Familien von Eimbeck, In: Datenbank Historischer Grabmäler der Altmark. Stand 11. Juli 2026.

Literatur Adolf Friedrich August von Rochow-Stülpe: Nachrichten zur Geschichte des Geschlechts derer von Rochow und ihrer Besitzungen. Ernst & Korn, Berlin 1861, S. 124 f. Adolf Friedrich August von Rochow-Stülpe: Das Schloss Stülpe. A. W. Schade, Berlin 1868, S. 73–74. Gothaisches Genealogisches Taschenbuch der Adeligen Häuser. Der in Deutschland eingeborene Adel (Uradel). 1900. Erster Jahrgang, Justus Perthes, Gotha 1899, S. 745 f. Walter von Hueck, Erik Amburger, Hans Friedrich von Ehrenkrook, Friedrich Wilhelm Euler: Genealogisches Handbuch der Adeligen Häuser. A (Uradel). 1966. Band VIII, Band 38 der Gesamtreihe GHdA, Hrsg. Deutsches Adelsarchiv, C. A. Starke Verlag, Limburg an der Lahn 1966, , S. 403 ff.

Sekundärliteratur Rolf Straubel: Biographisches Handbuch der preußischen Verwaltungs- und Justizbeamten 1740–1806/15. In: Historische Kommission zu Berlin [Hrsg.]: Einzelveröffentlichungen. Band 85; K. G. Saur Verlag, München 2009, ISBN 978-3-598-23229-9, S. 812. (Nachfahren). Karlheinz Gerlach: Lebensläufe Zeitläufte – Freimaurer im Alten Preußen 1738–1815. Studien-Verlag, Innsbruck/Wien 2024, ISBN 978-3-7065-6261-4, S. 667. GB-Ansicht: (Nachfahren).

Weblinks Rochow, Adam Ernst von. 1676 – 1705. Plessow., In: Deutsche-Biographie.de. Skizze Schloß und Dorf Stülpe nach einer Aufnahme vom Jahre 1724, In: Brandenburgisches Landeshauptarchiv (BLHA)-LV Brandenburg im VDA (Hrsg.): Brandenburgische Archive. Berichte und Mitteilungen aus den Archiven des Landes Brandenburg. Nr. 30-2013, Potsdam 2013, , Siehe S. 2. PDF.

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