Meierhof ist ein Gemeindeteil der Stadt Bad Weißenstadt im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge (Oberfranken, Bayern). Meierhof liegt in der Gemarkung Franken.
Geographie Die Anwesen des Dorfes liegen in einem Radius von 400 Metern verstreut an der Westseite des Rudolfsteins (), einer bewaldeten Anhöhe des Fichtelgebirges. Durch den Ort fließt der Birkenbach, ein rechter Zufluss der Eger. Die Kreisstraße WUN 7 führt zur Staatsstraße 2180 (2,4 km nördlich) bzw. nach Vordorf (2,5 km südlich).
Geschichte Das Anwesen war ursprünglich der Meierhof der Burg Rudolfstein. 1386 wurde der Ort als „Meierhöflein“ erstmals schriftlich erwähnt. Das wüst gefallene Anwesen wurde in diesem Jahr von der Burggrafschaft Nürnberg erworben. In deren Rechtsnachfolge gelangte es an Brandenburg-Kulmbach. Es lag im Fraischbezirk des Sechsamtes Weißenstadt. Zwischen 1688 und 1722 entstanden zehn Reutgüter. 1740 kam ein Tropfhaus hinzu, 1759 ein Gemeindehirtenhaus. Die Anwesen zählten noch im Jahre 1737 zu Birk, erst danach wurden sie wieder Meierhof genannt. Ab 1787 gab es einen Hochofen.Oberfränkische Verlagsanstalt Hof (Hrsg.): Der Landkreis Wunsiedel, S. 178.
Von 1797 bis 1810 unterstand Meierhof dem Justiz- und Kammeramt Wunsiedel. Mit dem Gemeindeedikt wurde der Ort dem 1812 gebildeten Steuerdistrikt Weißenstadt und der mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) entstandenen Ruralgemeinde Franken zugeordnet. Am 1. Januar 1978 wurde Meierhof im Zuge der Gebietsreform in Bayern nach Weißenstadt eingemeindet.
Ehemalige Baudenkmäler Ehemaliges Hammerwerk, auch Waffenschmiede genannt. Das Hammerwerk ist schon seit Jahrzehnten eingegangen.J. M. Ritz, B. H. Röttger: Landkreis Wunsiedel und Stadtkreis Marktredwitz, S. 191. Bauernhöfe. Der im ganzen Bezirk einst vorherrschende Haustyp mit Fachwerk-Obergeschoss, häufig einhüftig gestaltet, begegnet hier wiederholt, aber meist in verputztem Zustand, so dass eine Altersbestimmung sehr erschwert ist; wohl 18. bis frühes 19. Jahrhundert.
Einwohnerentwicklung Jahr 1818 1861 1871 1885 1900 1925 1950 1961 1970 1987 2020Einwohner 117 175 195 242 171 164 157 154 144 157 165HäuserEs sind nur bewohnte Häuser angegeben. Von 1885 bis 1987 werden diese als Wohngebäude bezeichnet. 27 29 29 35 37 48 Quelle Dort als Meyerhof aufgelistet.
Religion Meierhof ist seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt und bis heute nach St. Jakobus (Bad Weißenstadt) gepfarrt.
Literatur
Weblinks
Fußnoten
Kategorie:Ort im Landkreis Wunsiedel im Fichtelgebirge Kategorie:Geographie (Bad Weißenstadt) Kategorie:Ersterwähnung 1386