Marco Iorio (* 1965 in Dettingen) ist ein deutscher Hochschullehrer, Philosoph und Ethiker. Seine Forschungsschwerpunkte liegen bei Rechts-, Sozial- und Moralphilosophie, Politischer Philosophie, Handlungstheorie und Theorie praktischer Rationalität. Auch ist er ein Vertreter der kritischen Marx- und Marxismusforschung.

Werdegang Marco Iorio machte seinen Magisterabschluss an der Fakultät für Geschichtswissenschaft und Philosophie der Universität Bielefeld, welchen er „mit Auszeichnung“ absolvierte. Von 1994 bis 1997 erhielt er ein DFG-Promotionsstipendiat im Rahmen des interdisziplinären Graduiertenkollegs „Genese, Strukturen und Folgen von Wissenschaft und Technik“ an der Universität Bielefeld. Die Promotion erhielt er schließlich im März 1997 an der Fakultät für Geschichtswissenschaft und Philosophie der Universität Bielefeld („summa cum laude“). Von April 1997 bis Dezember 1997 war er DFG-Postdoktorand des interdisziplinären Graduiertenkollegs „Genese, Strukturen und Folgen von Wissenschaft und Technik“ an der Universität Bielefeld.

Von 1998 bis 2003 war er Wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl von Rüdiger Bittner in der Abteilung Philosophie der Universität Bielefeld. 2003 erfolge die Verleihung der Venia Legendi für das Fach Philosophie durch die Fakultät für Geschichtswissenschaft, Philosophie und Theologie der Universität Bielefeld. Von 2003 bis 2007 war Iorio dann als Hochschuldozent in der Abteilung Philosophie der Universität Bielefeld tätig. Von 2007 bis 2008 folgte eine Vertretung von Jens Kulenkampff im Institut für Philosophie der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg, von 2008 bis 2009 dann Junior Fellow im Alfried Krupp Wissenschaftskolleg Greifswald. 2009 bis 2010 folgte eine Vertretung der Universitätsprofessur für Philosophie mit Schwerpunkt Angewandte Ethik an der Universität Potsdam, von 2010 bis 2011 dann ebenfalls an der Universität Potsdam die Vertretung der Universitätsprofessur für Ethik und Ästhetik. Von April bis September 2011 war Iorio dann Visiting Scholar der Juristischen Fakultät der Humboldt-Universität zu Berlin beim Lehrstuhl von Christoph Möller. Von 2011 bis 2013 folgte eine Gastprofessur an der Leuphana Universität Lüneburg sowie ein kurzer Lehrauftrag an der Universität Luzern (Herbst 2011). Von April bis September 2013 war Iorio dann Fellow in der DFG Kolleg-Forschergruppe „Normenbegründung in Medizinethik und Biopolitik“ an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Von 2013 bis 2014 folgte dann die Vertretung der Universitätsprofessur für Angewandte Ethik im Institut für Philosophie an der Universität Potsdam und anschließend eine Gastprofessur für Praktische Philosophie an der Freien Universität Berlin (2014–2015).

Werk (Auswahl) Monographien Einführung in die Theorien von Karl Marx. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2012. Regel und Grund: Eine philosophische Abhandlung (= Ideen & Argumente, hrsg. von Wilfried Hinsch und Lutz Wingert). Walter de Gruyter, Berlin/New York 2011. Marx interkulturell gelesen (= Interkulturellen Bibliothek, Bd. 84, hrsg. von Hamid Reza Yousefi et al.). Nordhausen 2005. Karl Marx: Geschichte, Gesellschaft, Politik (= Ideen & Argumente, Bd. 4, hrsg. von Wilfried Hinsch und Lutz Wingert). Walter de Gruyter, Berlin/New York 2003. Echte Gründe, echte Vernunft: Über Handlungen, ihre Erklärung und Begründung (= Theorie & Analyse, Bd. 1, hrsg. von Felix Mühlhölzer und Wolfgang Spohn). Dresden Univ. Press, Dresden/München 1998.

Herausgeberschaften mit Rainer Reisenzein: Regel, Norm, Gesetz: Eine interdisziplinäre Bestandsaufnahme. Peter Lang Verlag, Frankfurt/Main 2010.

Weblinks Informationen zu Marco Iorio bei der FU Berlin Vita Angaben zu Marco Iorio bis 2010 (PDF)

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